Fr

22

Jan

2010

Klassenkampf statt Budenzauber

Raus ohne Applaus. Wenn am Sonntag die Gladbecker Hallenkrone ausgespielt wird, sucht man A-Ligist Wacker Gladbecker vergebens im Teilnehmerfeld. Doch die Butendorfer haben gegenwärtig auch ganz andere Sorgen.

Alex Jagielski

Als einziger A-Ligist hat sich Wacker Gladbeck nicht für Endrunde der Hallen-Stadtmeisterschaften am Sonntag qualifizieren können und musste sich in der Vorrunde sogar einem C-Ligisten geschlagen geben. Die unverhofft freie Zeit werden die abstiegsbedrohten Butendorfer daher für den ersten Test unter freiem Himmel bei der SpVgg. Erle 19 nutzen. „Wir haben zwar schon mit dem Weiterkommen in der Halle gerechnet, aber die Vorbereitung auf die restlichen Saisonspiele ist viel wichtiger“, so Vorstandsmitglied Alexander Jagielski, der bislang drei Abgänge zu verzeichnen hat:

Greift künftig für Preußen in die Tüte: Sascha Reimann.

Torjäger Sascha Reimann, Dennis Rühr und Marcel Rühr gehen künftig für die SG Preußen Gladbeck ins Punkterennen, wobei sich bei Letzterem die Vereine noch nicht hinsichtlich der Ablöse einig sind. Mithelfen am Projekt Klassenerhalt wollen dafür die Neuzugänge Michael Kretschmann (FC Gladbeck), Mehmet Karabulut (Hansa Scholven) sowie aus den eigenen Reihen Ufuk Ciger (Zweite Mannschaft) und Emre Özbay (A-Jugend), der sich aber bei der Hallen-Vorrunde einen Bänderriss zuzog und sechs bis acht Wochen fehlen wird. „Eventuell bekommen wir noch zwei Leute dazu“, hofft Jagielski auf weitere personelle Unterstützung für den dünnen Kader, der bis zum eminent wichtigen Spiel beim direkten Mitkonkurrenten Schwarz-Weiß Bülse den nötigen Feinschliff erhalten soll.

Trotz der bedrohlichen sportlichen Lage - Wacker wartet noch immer auf den ersten Saisonsieg in der A-Liga - mag Jagielski nicht alles schwarz malen: „Es wird sicherlich nicht einfach für uns und die Stimmung ist momentan auch recht bescheiden. Aber der Trainer sieht Potential in der Mannschaft. Das Spiel in Bülse ist direkt ausschlaggebend für uns.“ Das erste Spiel des Jahres wird also gleich zum Endspiel. Da ist es vielleicht sogar ganz gut, dass sich die Mannschaft von Coach Ludwig Harelik mit ganzer Kraft darauf konzentrieren kann und am Sonntag nicht mehr aufs Parkett muss.

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