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Fr

05

Feb

2010

Germanen nach Ellinghorst?

Sämtliche Mannschaften der Germania wurden nun auch offiziell vom Spielbetrieb ausgeschlossen. In Gladbeck gibt es derweil erste Solidaritäts-Bekundungen für die Kicker vom Krusenkamp.

"Auf Beschluss des Präsidiums des FLVW wird Germania Gladbeck von der Mitgliederliste des Verbandes gestrichen. Ab sofort dürfen keine Spiele gegen irgendeine Mannschaft des Vereins mehr durchgeführt werden", gab Kreisvorsitzender Manfred Wichmann am Freitag per offizieller Mitteilung das vorläufige Aus des krisengeschüttelten Klubs bekannt. Vorläufig nur deshalb, da theoretisch immer noch die Möglichkeit besteht, die ausstehenden Verbandsabgaben nachzuzahlen und einen Antrag auf Wiedereingliederung in den Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverband zu stellen.

 

Bei der Germania gab man sich geschockt. Von offizieller Seite gab es bislang kein Statement. Auf der Fan-Homepage sind auch nur vage Stellungnahmen ohne konkrete Aussage hinterlegt, während an gleicher Stelle ein Countdown unbeeirt die Tage und Stunden bis zum nächsten Spiel der Zweiten Mannschaft runterzählt. Ein Spiel, das nicht statt finden wird.

 

In Gladbeck gibt es derweil erste Solidaritäts-Bekundungen für die noch aktiven Kicker der Germanen, die am wenigsten für die Verfehlungen der Vereinsfunktionäre in der Vergangenheit können. A-Ligist Adler Ellinghorst etwa will den Germanen sportliches Asyl gewähren.

 

"Mit großem Bedauern haben wir den Ausschluss der Germania vernehmen müssen", so Adler-Sprecher Andreas Knittel. "Wir bemühen uns zurzeit um Kontaktaufnahme und bieten allen jugendlichen und auch erwachsenen Germanen an, bei Adler Ellinghorst ein neues sportliches Zuhause zu finden."

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