Fr
12
Mär
2010
Das Winterchaos! Der Blick über den Tellerrand
Die Stadt Dorsten hält ihr Fußballverbot weiterhin aufrecht und die Frage nach dem WARUM wird immer größer. Die Plätze in Altendorf, Dorsten Hardt und Hervest genießen das Recht bespielbar zu sein. Die restlichen Plätze müssen erneut mit der Tragik der Einsamkeit leben.
So langsam aber sicher brennt die Luft in den Amateurligen. Kontrastreicher könnte die derzeitige Lage im Dorstener Fußball kaum sein. Auf der einen Seite das eisige Klima, dass mit den Entscheidungsträger der Stadt einen Verbündeten gefunden hat. Auf der anderen Seite die heißgelaufenen Aktiven, die mal wieder zur Zwansgpause verdammt sind.
Bei allem Respekt gegenüber den angeschlagenen Kassen der Stadt, aber ist die Situation der heimischen Platzanlagen denn wirklich so dramatisch? Wenn jetzt der Ball rollt, sind Folgeschäden auf unbestimmte Zeit nicht ausgeschlossen. Ist das wirklich so? Muss die Stadt bereits am Donnerstag enstcheiden, ob am Sonntag gespielt werden kann?
Fragen über Fragen, die schon seit Wochen gängige Gesprächsthemen in den jeweiligen Clubhäusern sind.
Es geht anders. Ganz bestimmt!
Schauen wir doch mal zu unseren Nachbarn in den Kreis Borken. Außer bei der Viktoria in Heiden, sind Kunstrasenplätze nirgendwo zu finden. Die Plätze sind dort ähnlich bescheiden wie in Dorsten auch. Doch wie wird dort verfahren?
Vertrauen heißt das Zauberwort!
Die Stadt vertraut den jeweiligen Platzwarten und überlässt ihnen die Entscheidung, ob gespielt werden kann oder nicht. Der Vorteil liegt auf der Hand. Man kann kurzfristig (Sonntagvormittag) sehen, ob das runde Leder zum Einsatz kommt oder nicht. Entscheidet die Stadt hingegen bereits am Donnerstag, so kommt es einem Blick in die Glaskugel gleich.
Das Werte erhalten werden müssen ist klar und verständlich. Das ein Haushaltsloch auch vor dem Sport nicht haltmacht, ist ebenso logisch wie nachvollziehbar. Doch muss im Sinne des Sports auch an die Aktiven gedacht werden. Und die schönste Nebenbeschäftigung der Welt kann auch nur dann eine solche bleiben, wenn sie ausgeübt wird. Leider kommt dieser Wunsch seit Wochen zu kurz.
Diese Thematik hat eigentlich nur Verlierer. Die Stadt und die Aktiven. Doch kann man getrost einem dritten Teilnehmer bei diesem "Spiel" gratulieren. Ich warte nun schon seit Wochen auf einen Blumenstrauß des Dankes.
Liebe TELEKOM,
in euren Augen kann man deutlich erkennen, dass der Winter wohl nie vergehen sollte. Meine - und da spreche ich wohl im Namen aller meiner Trainerkollegen - Handyrechnung ist jenseits meiner Kreditfähigkeit angekommen. Exorbitante Zahlen befinden sich vor dem Komma. Ein Ende ist nicht in Sicht.
Deshalb hoffe ich, dass mein Flehen erhört wird.
"Bitte lieber Winter, verschwinde endlich!"





