Fr
13
Aug
2010
Vorschau Teil 2
Im zweiten Teil unserer Vorschau widmen wir uns der A-Kreisliga Borken. Hier gehen die Dorstener Clubs mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen in die Saison.
Die Vorbereitung lief nahezu perfekt. Dem dritten Platz bei den Stadtmeisterschaften lies die Klatt-Elf den Einzug in die dritte Pokalrunde folgen. Bezirksligist SV Lippramsdorf wurde mit 4:2 nach Hause geschickt und gesellte sich zu weiteren fünf Gegnern, die der TuS in der Vorbereitung bezwang. Das ist es nicht verwunderlich, wenn ein Großteil der Trainer in der A-Liga Borken die Gahlener am Ende ganz oben sieht. Trainer Jürgen Klatt ist sich der Favoritenrolle bewusst und macht kein Hehl aus seinem Ziel. „Sollten wir nach dem schwierigen Auftaktprogramm in der Spitzengruppe zu finden sein, sind wir ein Kandidat für den Titel“, so der ehrgeizige Trainer.
Der Kader ist nicht nur quantitativ gut besetzt, sondern überzeugt auch durch klasse. Torjäger Christian Maas ist immer für 20 Tore gut und wird bestens aus dem Mittelfeld „gefüttert“. Der sichere Rückhalt im Tor Daniel Wahlers gibt der Abwehr die nötige Stabilität und wird dem TuS einige Punkte festhalten.
Fazit:
Sollte sich die Fußballwelt nicht gegen den TuS verschwören, hat die Bezirksliga in der nächsten Saison einen Dorstener Club mehr.
Lässt man mal die 1:4 Klatsche im Pokal gegen Adler Weseke außen vor, hat der FC eine richtig gute Vorbereitung gespielt. Dabei überzeugte das Trockel-Team mit attraktiven Offensivfußball und kompaktem Auftreten. Beim 2:2 gegen RW Deuten lies der A-Ligist erstmals aufhorchen. Dann wurde Ligakonkurrent SV Lembeck verdient mit 4:0 besiegt. Das nächste Ausrufezeichen.
Zu hohe Ziele hat Chefcoach Martin Trockel dann aber doch nicht. „Wird das vorhandene Potenzial abgerufen, sind wir in der Lage zu überraschen“. Doch was meint der Diplom-Sportlehrer damit? Meisterschaft, Titelgewinn? Nein, Luftschlösser werden am Dahlenkamp (noch) nicht gebaut. Dafür muss konstant guter Fußball in allem Mannschaftsteilen stattfinden. Hat das Team aber erst mal einen Lauf, ist der FC aus dem oberen Tabellendrittel nicht wegzudenken.
Fazit:
Für ganz nach oben wird es nicht reichen. Aber tiefstapeln ist fehl am Platz. Dieses Team wird sich unter den besten drei Mannschaften der Liga wieder finden. Es geht wieder aufwärts am Dahlenkamp.
Das Saisonziel hat Trainer Robert Glombik klar vorgegeben. “Für uns zählt zunächst mal nur der Klassenerhalt“, ist sich Glombik sicher, dass diese junge Mannschaft zwar Potenzial hat, aber noch im Lernprozess steht. A-Jugendliche nehmen den Platz von gestandenen Spielern ein, die den Verein verlassen haben. Diese Unerfahrenheit ist die große Baustelle bei der Eintracht. Mit Bereitschaft, Einsatzwille und jugendlicher Unbekümmertheit möchte die Mannschaft von der Westerlandwehr dagegen halten.
„Insgeheim hoffe ich auf Platz 10“, so Glombik, dem die positiven Eindrücke seines Teams in der Vorbereitung Hoffnung machen.
Fazit:
Mit dem Abstieg hat die Eintracht nichts zu tun. Einige Wellentäler wird das Team sicherlich durchlaufen. Das macht diese Mannschaft in der Summe aber noch stärker. Zwischen Platz 9 und 11 wird es am Ende sein.
Was für eine Vorbereitung. Acht Testspiele und sieben Niederlagen. „So etwas habe ich bisher auch noch nicht erlebt“, so Trainer Michael Maiß. Das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Mittelfeld ist eine einzige Baustelle. Dem Sturm mangelt es an Möglichkeiten, da keine Unterstützung aus dem Mittelfeld kommt. Hinzu kommt, dass einige Akteure nicht die Form der letzten Saison haben. Da ist es schon merkwürdig, dass ausgerechnet die neu ins Team gekommenen A-Jugendliche bisher zu überzeugen wussten.
Doch darauf kann man am Hagen nicht bauen. Schnellstmöglich muss zu alter Stärke zurückgefunden werden, denn schon zu Beginn der Saison ist Druck vorhanden. Die ersten drei Partien der Saison muss der SV gegen vermeintlich leichte Gegner ran. Wird hier nicht konsequent zu Werke gegangen, findet sich der Vierte der Vorsaison schnell im Niemandsland der Tabelle wieder.
Fazit:
Das Vorjahresergebnis zu wiederholen ist eine schwierige Aufgabe. Nur wenn der SV von Beginn an konzentriert agiert, ist ein Verbleib im oberen Tabellendrittel möglich. Im Moment ist der Weg dort hin sehr steinig.
Die Zeit des organisierten Chaos ist vorbei. Dieses Jahr soll die Reserve des NRW Ligisten eine gute Rolle spielen. Trainerfuchs Oliv Dirr ist guter Dinge, dass sich sein Team weiter entwickelt hat. Auch ohne Unterstützung aus der ersten Mannschaft, soll das junge Team den einen oder anderen Titelkandidaten ärgern. „Mein Team hat Zukunft. Das Miteinander ist gestärkt und ein Pluspunkt dieser eingespielten Mannschaft. Die Neuzugänge haben ihre Klasse bereits bewiesen. Mit uns ist zu rechnen“, gibt der ehrgeizige Coach gerne vor zwischen den ersten Fünf der Tabelle einlaufen zu wollen.
Das sind ganz bestimmt keine Hirngespinste. Der SV hat deutlich an Qualität zugelegt und dies bereits in einigen Testspielen gezeigt.
Fazit:
Die Ligaspitze muss (noch) ohne den SV auskommen. Ein Platz unter den besten fünf Teams der Liga wird es aber werden.
Geduld muss das Motto am Wittenbrink heißen. Mit Andreas Hinzmann hat ein engagierter Trainer das Kommando übernommen. Seine junge, unerfahrene Mannschaft wird eine Menge Lehrgeld bezahlen müssen. Aber genau das ist beim einem solchen drastischen Umbruch normal. In der Vorbereitung wechselten sich Hoch- und Tiefphasen ab. Positiv anzumerken ist die hohe Trainingsbeteiligung, die Bereitschaft und Wille erkennen lässt. Je länger die Saison dauern wird, umso mehr Stabilität wird das Team erhalten. Dies sollte die Grundlage sein, mit der es gilt kräftig zu punkten.
Trainer Andreas Hinzmann wird im Bereich der Motivation die wenigsten Probleme haben. Vielmehr liegt der Focus auf das Umsetzen taktischen Vorgaben. Genau hier könnte durch mangelnde Erfahrung, fehlende Ordnung und Struktur, die Mannschaft zusätzlich geschwächt wirken. Auch wenn der SC die erste Seniorentrainerstation von Hinzmann ist, wird der euphorische Coach die richtigen Worte für sein Team finden. Ganz sicher.
Fazit:
Lässt man Hinzmann in Ruhe arbeiten, werden sich die Erfolge automatisch einstellen. Ein Umbruch braucht Zeit. Doch bietet diese Plattform gerade bei den gewillten und talentierten Spielern, eine neue Chance für den Verein. Ein Platz zwischen 8 und 10 ist realistisch.






