Do
19
Mai
2011
Freud und Leid - Teil 2
Im zweiten Teil beleuchten Wi & Wi die Lage im unteren Tabellendrittel aller Ligen. Nein, nicht die Absteiger. Aber die Clubs, die den Klassenerhalt noch nicht sicher haben oder eine Achterbahn der Gefühle in dieser Saison erleben mussten. Wusstet ihr schon, dass SuS Rosenhügel und der SV Vonderort mehr gemeinsam haben, als der erste Blick vermuten lässt? Dies und warum Wacker Gladbeck wegen Facebook die Klasse halten wird, könnt ihr hier lesen.
Von David Wirsch und Raphael Wiesweg
Teil II, die dazwischen
Ihr denkt jetzt wahrscheinlich, dass wir euch sofort über das Phänomen Rosenhügel/Vonderot aufklären, oder? Pustekuchen. Da habt ihr die Rechnung aber nicht mit Wi & Wi gemacht. Für den Vergleich bedarf es auch etwas Zeit und die Welt dreht sich dann ja doch nicht nur um die Gladbecker und die Löwen vom Wienberg. Doch eines sei euch an dieser Stelle schon einmal gesagt: Rosenhügel und Vonderort sind quasi das Frankfurt der Kreisligen.
In der Winterpause meinte Frank Frye (Trainer BV Rentfort, die Red.) noch, dass man erst einmal den Klassenerhalt sichern müsste. Hätten wir an seiner Stelle auch gesagt. Denn damals lag der BVR nur auf einem desaströsen sechsten Tabellenplatz, mit Tuchfühlung zur Abstiegszone, die nur 16 (in Worten: sechszehn) Punkte entfernt war. Aber gut, dass die Gladbecker fleißig Punkte gesammelt haben. Denn seit dem 24. Spieltag, als man noch auf Platz Fünf in der Bezirksliga stand, geht es steil bergab. In der Rückrundentabelle wird man mittlerweile nur noch auf Platz Zwölf geführt, zwei Punkte hat man nur mehr geholt, als der Letzte in dieser Statistik. Das kann nicht nur damit zu tun haben, dass man der zweiten Mannschaft vielleicht etwas im Aufstieg in die Kreisliga A aushelfen wollte. Wi & Wi glauben: Wissen die beiden auch nicht so richtig. Sicher ist nur eines: Der Klassenerhalt ist dank Westfalia Buer, Hüls II und der SpVgg. Herten gesichert.
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Ellinghorst ist ja auch nicht Rentfort
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Ganz anders Franco Busu. Der Trainer vom Gladbecker A-Ligisten Adler Ellinghorst war sich in der Winterpause über den Ausgang der Saison ziemlich sicher: "Die Hinrunde lief zwar nicht gut, aber ich bin mir sicher, dass wir einen guten einstelligen Tabellenplatz noch erreichen", so der Trainer. Gesagt, nicht getan. Denn der "schwarze Schatten über dem Adler" (Winterausgabe 2010/2011 Auf'm Platz) blieb. Rückschläge folgten immer wieder und der Adler kann über den elften Tabellenplatz nicht mehr hinaus kommen. Schlimmer noch: es könnte theoretisch noch ein Absturz auf Platz 14 folgen. Adler bleibt aber der Kreisliga A erhalten, nur Franco Busu dem Adler nicht mehr. Die kleine, schnelle Maus von Mexihorst verlässt den Verein nach vier Jahren in Richtung Schaffrath, seiner alten, neuen Heimat.
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Nordin vom zweiten Sternzeichen Fuchs
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Wacker Gladbeck hat dagegen gar keine Sorgen mehr. Mission Klassenerhalt ist geglückt. Liegt auch ganz einfach daran, dass Trainer Nordin Bouklata erkannt hat, woran es liegt. "Wir haben eine junge, multikulturelle Mannschaft", so Bouklata im Winter. Also wird jetzt seit einiger Zeit bei Facebook den Jungs mitgeteilt, wie die Taktik am nächsten Wochenende aussieht. Denn da tümmeln sich die jungen Leute von heute ja alle - inklusive Nordin. Und da Wi & Wi sich auch dazu zählen, können sie ja vielleicht auch noch was von Nordin lernen. "Ich glaube der Nordin ist von zweitem Sternzeichen Fuchs", behauptet Wi überzeugend in Richtung Wi. Nach der Hinrunde war Wacker Gladbeck noch 13., punktgleich mit allen drei Teams hinter sich. Nach dem 28. Spieltag sind es jetzt schon zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Ein Verdienst vom Fuchs Bouklata - bestimmt auch nicht nur wegen Facebook.
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Auch schwarz-gelb - aber kein BVB
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Die zweite Mannschaft von SG Preußen und den aktuellen deutschen Meister eint nur eins: die Vereinsfarben. "Bah, wenn es nach mir geht, dann sollte SG am besten den Vereinsnamen ändern, denn diese Farben gehen gar nicht", zeigt der eine Wi deutlich seine Abneigung gegen die schwarz-gelben Farbtöne. Wi hätte sich da wohl lieber gewünscht, dass die Platzierung und die Leistung den aktuellen Deutschen Meister und den B-Ligisten um Trainer Michael Sandmann einen würde. "Ich finde die Farben toll und finde es gut, dass es die Farben schwarz-gelb auch in Gladbeck gibt", so Wi´s Antwort auf die Aussage des anderen Wi. Tabellenplatzmäßig bewegen sich die Schwarz-Gelben aus Preußen denn in anderen Sphären als der BVB. Zur Winterpause fanden sich die Gladbecker sogar in Abstiegsnähe wieder. Doch aufgrund einer tollen Rückrunde und einer tollen Aufholjagd fand sich das Team von Trainer Sandmann schnell in sicheren Gefilden wieder. Die Abstiegsängste konnten so schon drei Spieltage vor Schluss abgeschüttelt werden. Wer hätte das gedacht nach so einer turbulenten Saison, inklusive Rücktritt und Rücktritt vom Rücktritt des Chefcoachs.
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Gekas for Rosenhügel
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SECHS Punkte hatte Rosenhügel nach der Hinrunde, SECHS! Mit 13 geschossenen und 56 kassierten Treffern stellte man auch noch die schlechteste Defensive und den schlechtesten Sturm. Vier Punkte Rückstand auf Platz 14, der sich ja wie jetzt bekannt geworden ist, als Relegationsplatz herauskristalliert hat, SECHS Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Es sah ganz schön düster aus in Rosenhügel. Also nahm man noch in der Hinrunde Vonderort-Format an. Denn wie auch am Wienberg in Bottrop, wechselte Rosenhügel die Trainer aus, als gäbe es kein Morgen mehr. Zu Saisonbeginn war noch Dirk Gollan Trainer der Gladbecker. Für gefühlt ein paar Stunden durfte dann Hendrik Biegisch sich so etwas wie Rosenhügel-Trainer nennen, bevor noch in der Hinrunde mit Michael Schulz der dritte (!) Trainer innerhalb einer Halbserie sich an die Seitenlinie vom B-Ligisten stellte. Wenn sich Vonderort (gut, die haben in den letzten Monaten etwas nachgelassen, was die Trainerentlassungen angeht) und Rosenhügel zusammentun, dann käme man in Sphären, die sonst nur die Eintracht aus Frankfurt vermag für sich zu beanspruchen. Der kommende Zweitligist (Wi & Wi haben hier eine Menge Schadenfreude, aber das tut jetzt hier nichts zur Sache) ist der Klub mit den meisten Trainerentlassungen in der ersten Liga. Jetzt hat Rosenhügel es mit Michael Schulz aber tatsächlich das Unmögliche möglich gemacht. Aus eigener Kraft kann die Relegation und damit auch der Klassenerhalt in Liga B geschafft werden. Dafür verdient der Verein Respekt. Und falls es dann mit dem Klassenerhalt klappt, kann Gekas in Rosenhügel ja mal sein Glück versuchen. Vielleicht trifft er ja da mal wieder.
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Nur ein Absteiger?
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"Zum Glück konnten alle Abstiegsgespenster vertrieben werden", zeigt sich Wi von der positiven Bilanz, dass alle ehemals bedohten Vereine (ausgenommen Rosenhügel) auch in der kommenden Spielzeit in der gleichen Spielklasse an den Start gehen werden, beeindruckt.
Auch für das "Sorgenkind" Rosehügel sehen Wi & Wi nicht schwarz. "Die werden die Relegation und somit den Klassenerhalt schaffen", blicken beide Wi´s mit Optimismus auf die Relegation und darauf, dass Rosenhügel die Klasse hält.
"Somit kann man in Gladbeck zufrieden sein, denn nach aktuellem Stand scheint nur eine Mannschaft sicher abzusteigen", freuen sich Wi & Wi darüber, dass fast alle Gladbecker Mannschaft mindestens die Klasse halten konnten. Den schwarzen Peter hat leider die zweite Mannschaft von Adler Ellinghorst gezogen. Trotz einer noch geringen theoretischen Chance muss das Team von Trainer Peter Stiller wohl den Gang in die Kreisliga C antreten. Mehr dazu in Teil 3 von "Freud und Leid".





