So
10
Jul
2011
"Ganz schön lebendig für 100 Jahre"
Mit dem heutigen Sonntag gehen nun die Festtage beim SV 1911 in den Weywiesen zu Ende. Neben eine hervorragende Festzeitschrift präsentierten die Elfer ein abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm und konnten zum offizilellen Festempfang zahlreiche Gäste begrüßen. VfB Bottrop gewann das Turnier und die Alt-Herren mussten sich geschlagen geben.
Mehr als 1 Jahr haben die Verantwortlichen um Norbert Musiol und Gerd schön an die Feier zum 100-jährigen Geburtstag des SV Bottrop 1911 gefeilt und gearbeitet. „Einen großen Dank gilt der Alt-Herren-Abteilung, denn ohne sie hätten wir es nicht so hinbekommen“, weiß der Vorsitzende des Vereins Norbert Musiol. Natürlich hätten sie einen richtigen Kracher zum Jubiläum präsentiert und waren eigentlich durch den ehemaligen Trainer bei Rot Weiß Oberhausen, Hans-Günter Bruns, mit dem Zweitligisten einig, dass ein sportlicher Vergleich stattfindet. Doch nachdem Bruns beim RWO entlassen wurde, war auch dieses Vorhaben hinfällig. So wurde kurzum entschlossen, dass die Trainer der ranghöchsten Vereine in Bottrop eine Stadtauswahl stellen sollten, die gegen die 11’er Erstvertretung spielen soll. „Einen großen Dank an das Trainerduo Ata/Rovers sowie an die Vereine, die ihre Spieler zur Verfügung gestellt haben“, so Gerd Schön.
Beide waren mit dem Turnierverlauf sehr zufrieden und erfreuten sich Dank dem guten Wetter einer guten Zuschauerresonanz. Auch die teilnehmenden Mannschaften fühlten sich beim Seniorenturnier am Freitag und Samstag wohl; Adler Osterfeld um Trainer Udo Hauner trat sogar mit der kompletten 1.Mannschaft an. Dirk Rovers vom SV Rhenania konnte fleißig ausprobieren, Dieter Büth vom Gastgeber SV 1911 war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. Der BW Fuhlenbrock zollte dem harten Vorbereitungsprogramm Tribut und verzichtete auf die erreichte Zwischenrunde bei dem Turnier. „Meine Mannschaft ist einfach platt und möchte keine weiteren Verletzungen reskieren“, gibt Trainer Volker Stenbrock an.
Der VfB Bottrop konnte sich im Finale gegen Liga-Konkurrent SV Rhenania im Elfmeterschiessen durchsetzen und wurde verdient Sieger beim Jubiläumsturnier des SV 1911. Der Gastgeber selbst wurde überraschend Dritter und schlug ebenfalls im Elfmeterschießen die Mannschaft von Adler Osterfeld.
Ein weiteres Highlight folgte dann am späten Nachmittag, denn hier traf die ehemalige Verbandsliga-Mannschaft von Trainer Thomas Schneeberg auf eine schlesische Alt-Heren-Auswahl, die mit den ehemaligen Bundesliga-Profis Roman Geschlecht und Thomas Cichon sowie mit den Bottroper Vertretern Marek Weglicki und Darius Wala gespickt war. Obwohl die Truppe von Thomas Schneeberg die bessere Mannschaft war, machten die schlesischen Oldies die Tore und gewannen 2:0.
SV Bottrop 1911 ehem. Verbandliga-Team:
Udo Kreienmeyer, Greogor Nihuis, Dirk Peters, Carsten Larisch, Jens Koppenborg, Ralf Brücks, Ingo Wurzel, Markus Falkenstein, Thomas Buhla, Andreas Seifert, Tezcan Tuna, Kutlay Yergök, Jörg Lissok, Ardt Bedrunka, Markus Czekalla, Thomas Schneeberg und Michael Strickerschmidt
Am Samstagabend ging es dann hoch her und die 11’er feierten ihr Jubiläum bei Livemusik bis in die frühen Morgenstunden auf der Platzanlage. „Das war Party pur. Wir mussten die Leute nachher praktisch raus schmeißen, damit wir wieder alles für den offiziellen Empfang herrichten konnten“, so Norbert Musiol. Denn am Sonntagmorgen begrüßte er neben Oberbürgermeister Bernd Tischler auch zahlreiche andere Gäste wie den neuen Vorsitzenden des Bottroper Sportbundes, Dr. Peter Scheidgen, sowie seinen Vorgänger Wolfhard Brüggemann und Frau Gisela Schmitz vom Fußballverband Niederrhein.
OB Bernd Tischler
In seiner Rede machte er es wie einst der berühmte Bottroper Bürger August Everding und lud die Anwesenden zu einer Gedenkminute ein, in der sie darüber nachdenken sollten, was einen guten Verein ausmacht. Norbert Musiol hat es für sich gespürt, dass der SV 1911 mehr ist als Fußball, mehr als Siege oder Niederlagen. Für ihn ist dieser Verein eine starke Gemeinschaft und ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Und er ist Vorsitzender dieses Vereins, weil er diesen Verein einfach mag. In seinen persönlichen Erinnerungen an seine zurückgelegten Zeit, ob Auf- und Abstiege, seine eigene aktive Zeit, Mannschaftsfahrten oder die Frage, ob auf Rasen oder Asche gespielt wird: Er fühlte sich immer in einem guten Team und findet sich auch heute noch darin wieder.
Ehrungen wurden an diesem Vormittag nur stellvertretend für alle, die eigentlich an diesem Tage geehrt werden mussten, vorgenommen. Hier erhielten Jugendspieler Felix Schürmann, Claus Lefarth, Alfred Wala, Siggi Kocur und Bernie Bross stellvertretend die Vereinsnadel aus den Händen des Vorstandes.
Er dankte den Mitgliedern, den Mitstreitern und Helfern, den Sponsoren und Spielern, die sich mit ihren Verein identifizieren. Zum Schluss sagt Norbert Musiol:“ Der SV 1911 ist für mich ein einzigartiger Verein und wir Elfer sind einmalig – und ganz schön lebendig für 100 Jahre.“
Jörg Fockenberg
Im Jubiläumsjahr kommt auch Bewegung im Vorstand der 11’er. Jörg Fockenberg übernimmt ab sofort einige Tätigkeiten beim SV 1911 und wird dabei behutsam durch den Vorstand unterstützt. „Klasse, dass Jörg uns im Vorstand unterstützt“, freut sich der Vorsitzende und hofft, dass sich weitere jüngere Mitstreiter im Laufe der nächsten Jahre mit in die Vereinsarbeit einbringen.
Der Verein hat es nach sehr schwierigen Zeiten behutsam geschafft das Schiff SV 1911 wieder auf Kurs zu bringen.
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Kommentare: 1
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#1
Typisch 1911. Alles Amateure im Vorstand. Wenn man gegen RWO spieleen möchte, hält man dies auch schriftlich fest und verläßt sich nicht auf die mündliche Zusage von H.G. Bruns. 100 Jahre Vereinsleben ist schon was besonderes und da reicht nicht nur ein Zelt und einen Bierwagen aufzustellen.







