Mi
20
Jul
2011
Spielgemeinschaften unerwünscht?
Am Rande der diesjährigen Stadtmeisterschaft der Alten Herren in den Weywiesen wurden Gerüchte laut, dass einige Mannschaften nicht angetreten sind weil es solche Spielgemeinschaften gibt. "So was ist reine Spielgewinn-Mentalität und hat nichts mit Spielermangel der zusammengeschlossenen Mannschaften zu tun", ist laut Alt-Herren-Obmann beim SV 1911, Thomas Haftstein, offensichtlich die allgemeine Meinung.
Generell wird die Meinung ohnehin dann vertreten, wenn ein Kleinfeldturnier stattfindet wo nur 8 - 10 Spieler eingesetzt werden können. "Wir haben über einen Zeitraum von einem Jahr jeden Samstag maximal 8 aktive Spieler zur Verfügung gehabt und mussten uns, um den Spielbetrieb nicht gänzlich abzumelden, anderweitig Spieler ausleihen. Da haben wir uns mit dem SV Vonderort zusammen getan, da auch diese Mannschaft das gleiche Problem jeden Samstag hatte", so Thomas Haftstein weiter.
Die Idee hierzu kam, dass beide Mannschaften gegeneinander auf Kleinfeld spielten, 5 gegen 5 mit je einem Auswechselspieler. Das ging solange gut bis sich einer verletzte. "Und da standen beide Mannschaften vor der Wahl: schließen wir uns als eine Spielgemeinschaft zusammen und halten so den samstäglichen Spielbetrieb aufrecht oder nehmen wir einzeln nur noch an Kleinfeldturnieren teil? Die Entscheidung fiel uns leicht, da wir uns untereinander prächtig verstehen", erklärt Haftstein die Enstehung der SG SV1911/SV Vonderort. Die jeweiligen Spieler wollten zudem ihren Heimatverein nicht den Rücken kehren um in anderen Vereinen Fußball zu spielen, denn dann hätten etliche ihre Schuhe an den berühmten Nagel gehängt.
Am 13. Oktober findet im Stadtcafe um 19.00 Uhr die nächste Obmannsitzung der Alten Herren statt, bei der alle Vereinsvertreter eingeladen sind. "Aber auch hier stellt man fest, dass das Interesse geringer geworden ist und ein Mangel an Nachwuchs herrscht", gibt der Alt-Herren-Obmann zu bedenken. Alle 3 Monate finden diese Sitzungen statt; jeweils teilgenommen haben aber nur 4 Obleute. "Das Freizeitverhalten ändert sich. Das fängt in der JUgend stellenweise schon an, geht über den Seniorenbereich bis zu den Alt-Herren schlussendlich über", so Haftstein abschließend.







