Mo
25
Jul
2011
Gruppe B - Vonderorter Wienberg
Am Ende des gestrigen Tages setzte sich der klassenhöchste Verein und Bezirksligist Barisspor Bottrop als Tabellenerster der Gruppe B bei der Vorrunde zur Bottroper Feldstadtmeisterschaft 2011 durch. Was viele im Voraus schon erwartet hatten, stellte sich am Ende des Tages dann doch als große Herausforderung heraus. Der erste Platz in der Gruppe täuschte etwas über die gezeigte Leistung hinweg, während bei Vonderort zu beobachten war, dass der große personelle Umbruch wie schon fast erwartet noch nicht optimal umgesetzt werden konnte.
Bottroper Stadtmeisterschaften 2011 - Vorrunde, Gruppe B
Als die Auf'm Platz-Redakteure sich zum Wienberg in Vonderort auf den Weg machten, stand schon fest, dass in Batenbrock und auf der Platzanlage des SV Fortuna Bottrop die Gruppenphasen aufgrund des Wettereinbruchs nicht absolviert werden konnten. Dementsprechend ging Auf'm Platz davon aus, dass ein Foto der gesperrten Platzanlage am Wienberg auch ausreichen würde, um sich dann komplett der Gruppe A im Blankenfeld beim SV Rhenania Bottrop widmen zu können. Doch eine gesperrte Platzanlage fand man nicht vor, im Gegenteil. Bis kurz vor dem Anpfiff des ersten Spiels wurde versucht die sehr große Wasserpfützen direkt in den Strafräumen etwas zu beseitigen. Platzwart Dietmar Dieske hatte ganze Arbeit geleistet, so dass die erste Partie SV Vonderort vs. Ruhrpott Kicker tatsächlich auf gar nicht so schlechtem Terrain ausgetragen werden konnte. "Mit viel Wasser hatte Vonderort noch nie Probleme. Wenn es friert, dann ist unser Platz meistens auch unbespielbar, doch man sieht ja auch heute, dass trotz der vielen Regengüsse der Platz in einem vergleichsweise noch guten Zustand ist", so Patrick Wojwod vor der ersten Partie. Wojwod, der diese Saison wieder die Schuhe für den A-Ligisten schnürt, vertrat den sich im Urlaub befindenen Chefcoach Hartwig Jondral.
Optische Überlegenheit reicht nicht aus
Der Gastgeber zeigte sich auch gleich im ersten Spiel lauffreudig und spielstark, dennoch verzettelten sich vor allem die etwas jüngeren Kicker immer wieder auch in Einzelaktionen, so dass die ganz großen Torchancen ausblieben. Bei etwas genaueren Zuspielen und etwas mehr Konzentration hätte Vonderort bereits früher in Führung gehen können, doch der Schlussmann der Ruhrpott Kicker, Tim Bachmann verkürzte zweimal geschickt den Winkel, so dass es länger auch torlos stand. Die Underdogs verkauften sich sehr gut, vor allem das Spiel in die Spitzen und in der Offensive war durchaus ansehnlich für den neuen B-Ligisten. Doch auch, wenn der Klassentiefere vor allem erst einmal nur durch Konter zu gefallen wusste, die optische Überlegenheit brachte den Wienberglöwen auch nichts ein.
Der Führungstreffer sollte auch alles andere als eine beruhigende Wirkung für die Gastgeber haben. Praktisch im direkten Gegenzug glichen die Ruhrpott Kicker aus, die dann sogar in den letzten Minuten zwei große Möglichkeiten hatten, die Überraschung perfekt zu machen. Doch sowohl Daniele Lepori als auch sein Bruder Mario verfehlten das Tor. Mario brachte sogar das Kunststück fertig, das leerstehende Tor nicht getroffen zu haben. Sein Schuss rutschte ihm vom Fuß ab und es gab sogar dann noch Einwurf für Vonderort, die mit ihrer anfangs optischen Überlegenheit nicht allzu viel gegen gut gestaffelte Pottler anzufangen wussten. Es sollte nicht nur der erste, sondern auch zugleich der letzte Punktgewinn für die arg enttäuschten und Enttäuschenden an diesem Tag sein.
Niveau und Härte stieg im Laufe des Tages an
Gleich in der nächsten Partie stieg das Niveau, was sicherlich auch daran lag, dass mit Barisspor und dem VfL Grafenwald ein Bezirskligist und ein A-Ligst aufeinander trafen. Der Zustand des Platzes ließ auch (noch) einige gute spielerische Szenen zu, so dass die wenigen Zuschauer, die den Weg ins sehr nasse Vonderort gefunden hatten, eine gute Partie sahen. Dabei enttäuscht Barisspor allerdings zur Überraschung vieler gleich in der ersten Partie. Die "Wöller" schienen spritziger und agiler und hätten durchaus noch höher als 2:0 führen können, bis der Bezirksligist mit dem Anschlusstreffer es noch einmal spannend machte. Nach einem fragwürdigen Platzverweis (Ampelkarte) gegen Barisspor durch den in dieser Partie sehr unglücklich und kleinlich pfeifenden Unparteiischen war die Partie dann allerdings doch entschieden und Grafenwald ging als verdienter Sieger vom Platz. Spätestens da dachten viele, dass ein neuer Favorit auf den Gruppensieg geboren war - was sich im Laufe des Tages aber dann doch nicht ganz bewahrheitete.
Fortan entwickelten sich die Spiele immer mehr über den Kampf, was sicherlich auch an der Bespielbarkeit des Untergrunds lag. Denn der Regen wollte einerseits nicht aufhören, andererseits pflügten die Spieler Stunde für Stunde die Asche (oder viel mehr die Matsche) immer weiter um, so dass an gepflegten Fußball kaum noch zu denken war. Die Vonderorter hingegen enttäuschten erneut und gewannen auch nicht gegen den nächsten B-Ligisten. Schlimmer noch, gegen die ambitionierten Fuhlenbrocker setzte es sogar eine 0:1 Niederlage. Gerade die Vonderorter Zuschauer waren alles andere als einverstanden mit der Leistung der jungen und neuen Kicker. Da durfte der Platzzustand auch nicht als Ausrede gelten. Der größte spielerische und auch im Ergebnis sich wiederspiegelnde Unterschied war dann im Duell zwischen Barisspor und den Ruhrpott Kicker zu sehen. Der B-Ligist war gerade erst von der ersten Laufeinheit im Wald wiedergekommen und hatte wohl sehr schwere Beine, anders war die (Nicht)Einstellung nicht zu erklären. Barisspor ließ Ball und Gegner laufen und führte schnell nach zehn Minuten mit 3:0. Im gesamten Spiel hatten die Ruhrpott Kicker keine nennenswerte Chance, die sich vielleicht schon wieder auf die nächste Einheit nach diesem Spiel im Wald freute.
Passend zum Wetter fehlte dann nur noch die erste torlose Partie des Tages. Gott sei Dank gab es am kompletten Tag aber auch nur eine einzige dieser Art und zwar die der Partie zwischen Fuhlenbrock und Grafenwald. Heiner Dieckmann (Trainer VfL Grafenwald, d. Red.) zeigte sich dennoch nicht enttäuscht. "Wir können ja auch nicht immer Tore schießen und schlecht gespielt haben wir trotzdem nicht. Bisher können wir mit der Ausbeute leben, schließlich haben auch nicht alle mit einem Sieg im ersten Spiel gegen Barisspor von uns gerechnet. Die Jungs haben ihr Sache bis dato gut gemacht", so sein Kommentar nach dem 0:0 gegen BW Fuhlenbrock.
Vonderort geht weiter baden
Gegen den Klassenhöchsten Barisspor zeigten die Vonderorter ihr bestes Spiel. Dennoch stand man am Ende erneut mit leeren Händen dar. Bis kurz vor dem Schluss stand es 2:2 zwischen dem Bezirksligisten und dem A-Ligisten. Doch einen unglücklich geführten Zweikampf eines Vonderorters im eigenen Strafraum gegen einen Spieler Barisspors, ahndete der Schiedsrichter mit einem Strafstoß. An dieser Entscheidung gab es auch nichts zu rütteln, da der Spieler Barisspors klar zu Fall gebracht wurde. Der fällige Elfmeter wurde eiskalt ins rechte untere Eck verwandelt. Nach der zweiten Niederlage im dritten Spiel realisierte man bei den Wienberglöwen, dass man den Endrunden-Sonntag (31.7.) getrost anderweitig verplanen konnte. Vorab: Die Niederlage in Spiel Nummer vier gegen den VfL Grafenwald machte den Tag der Enttäuschung komplett für die Vonderoter. Denn bereits vor dem letzten Gruppenspiel, stand fest, dass man die Gruppe auf dem letzten Platz abschließen werde.
Nach dem 3:2-Erfolg Barisspors waren wieder die Ruhrpott Kicker an der Reihe, die wenige Minuten zuvor von ihrer zweiten Laufeinheit im Revierpark zurückkamen. Gegner war der VfL Grafenwald, der in der Kreisliga A in Westfalen spielt. Der VfL ging durch ein tolles Solo von Mark Overbeck mit 1:0 in Führung, doch im zweiten Spielabschnitt erzielte Dominik Kröse per Kopfball das 1:1. Der VfL hatte zwar mehr Ballbesitz, allerdings ging es rauf und runter in dieser Partie. Kurz vor dem Ende wurde den Pottlern nach Foul an Dominik Kröse soagr noch ein Strafstoß zugesprochen. Allerdings versagten dem Schützen Stefan Droste vom Punkt aus die Nerven.
Patzer entscheidet über Weiterkommen
Das Spiel Barisspor gegen BW Fuhlenbrock war dann an Dramaturgie nicht zu überbieten. Mit einem Sieg hätten die Kicker aus Welheim bereits das Endspielticket ziehen können, bei einer Niederlage oder einem Unentschieden hätte man zittern müssen. Nachdem alle Spiele gespielt wurden, kann man nur sagen: Glück gehabt Barisspor. Zum Spiel: Es stand 1:1 zwischen dem Bezirks- und dem B-Ligisten als kurz vor dem Ende dem Fuhlenbrocker Torhüter ein folgenschwerer Patzer unterlaufen ist, den Barisspor zum entscheidenden 2:1 nutzen konnte. Beim Blick auf die Endtabelle fällt dann jedem auf: Wäre die Partie 1:1 ausgegangen wäre Barisspor ausgeschieden und Fuhlenbrock für die Endrunde qualifiziert. Bitter für die Blau-Weißen.
Im letzten Spiel der Vorrunde standen sich die Ruhrpott Kicker und die Fuhlenbrocker gegenüber. Der Sieger (Fuhlenbrock hätte auch ein Remis gereicht) nimmt dem dritten Platz in der Gruppe B ein. So gesehen also ein Spiel um die goldene Ananas, da beide Mannschaften keine Chancen mehr auf ein Weiterkommen hatte. Dementsprechen gingen beide Mannschaften auch zu Werke. Den Pottlern war deutlich anzusehen, dass auch die zuvor (dritte am Tag) absolvierte Laufeinheit noch in den Knochen steckte. Die Blau-Weißen wollten aber wohl auch nicht mehr so richtig. Letzten Endes konnte Fuhlenbrock verdientermaßen mit 1:0 gewinnen und den dritten Platz für sich verbuchen.
Stimmen
Peter Rabe (Manager des SV Vonderort): Das Wetter hat uns einen ganz schönen Strich durch die Rechnung gemacht. Unter diesen Umständen bleiben natürlich die Zuschauer weg. Die Vereine bleiben auf ihren Würstchen sitzen und fahren im schlimmsten Fall ein Minus ein.
Dirk Schulz (Trainer der Ruhrpott Kicker Bottrop): Ich will es mal so sagen: Würde die Stadtmeisterschaft abgeschafft werden, würde ich kaum eine große Träne deswegen verdrücken. Die Vereine müssen Manpower liefern, spielerisch geht häufig auch nicht viel. Ich betrachte die Stadtmeisterschaft als reine Vorbereitung und Laufeinheit. Wir waren die einzige Mannschaft, die zwischen den Spielen noch Laufeinheiten absolviert hat.
Frank Griesdorn (Trainer von Barisspor): Ich wusste, dass es hier und heute schwer werden würde. Wir haben eine neue Mannschaft zusammengestellt, die noch sehr jung und teilweise unerfahren ist. Wir brauchen noch Zeit. Wir sind uns dessen bewusst, dass es für uns in dieser Saison rein um den Klassenerhalt gehen wird.
Heiner Dieckmann (Trainer des VfL Grafenwald): Wir sind noch mitten in der Vorbereitung und können noch nicht viel sagen. Bei uns trainieren alle Spieler gemeinsam, erst in einigen Wochen wird sich zeigen, wer zum Kader der ersten und zweiten Mannschaft gehören wird. Da profitieren wir jetzt von, der Konkurrenzkampf ist groß, die Jungs stacheln sich gegenseitig an. Da können wir drauf aufbauen, immerhin haben wir ein Durchschnittsalter von 21 Jahren.
Die Ergebnisse und die Abschlusstabelle hier noch einmal im Überblick!
Bilder und Impressionen von der Gruppe B in Vonderort
Kommentare: 11
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#1
Zu den Teams :
Vonderort : Herbe Enttäuschung.Da fehlt noch einiges
Ruhrpott Kicker : Haben sich gut verkauft und sicher steckte die Vorbereitung in den Knochen man sieht ihnen aber noch den Unterschied zwischen Kreisliga B und Aufsteiger an
Grafenwald : Läuferisch extrem stark und auch spielerisch gut
Fuhlenbrock : Spielerisch super mit etwas Pech im Abschluss
Barisspor : Bezirksliga ? Naja . Sinnloses Ball nach vorne gepöhle und die Stürmer sollen es richten . Zufälligerweise sind es 3 Elfmeter ( 2 gegen Vonderort , 1 gegen Fuhlenbrock) die zum weiterkommen führten . Naja ein Bezirksligist durfte wohl nicht ausscheiden . -
#2
Bei vonderort war wohl ausverkauf...sehe ja nur neue spieler. So kann das auch nichts werden. Denke die werden gegen den abstieg spielen. Und ein Wojwod spielt...dann wirds noch sehr oft Strafstöße gegen vonderort geben und es wird niederlagen hageln!
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#3
ja so is das wenn in vonderort mit den spielern umgegangen wird wie mit spielzeug. wie immer werden versprechungen gemacht und nich eingehalten und am ende sind sich alle einig: bei raabe wird man nur verarscht, da will keiner spielen
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#4
was wollt ihr von barisspor auf so einem platz erwarten?! sollen die jungs auf einer pfütze kurzpass spielen?!
wenn ja war dies unmöglich!
Zu vonderort: Der nächste bottroper absteiger, ihnen wird es genauso gehen wie fuhlenbrock und ebel. Dort sind genau die gleichen vorraussetzungen gegeben wie in deren abstiegs-saison.
mfg xyz
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#5
Diese Stadtmeisterschaft kann doch keiner mehr ernst nehmen.
Der Modus ist einfach mist und es ist eine Zumutung, egal wie das Wetter sein mag, das die Spieler teilweise 8 Std. dort rumhängen. Wenn ich den Trainer von Grafenwald sehe dann fehlen mir die Worte.Die ganzen Spiele mit ne Fluppe in der Hand und sich bewegen wie eine Michelin-Männchen und dann nur blödsinn reden.....
Das Niveau ist sehr überschaubar.
Barisspor steigt ab kann mir kaum vorstellen das es schlechtere Mannschaften gibt. Abwehrverhalten kennen die nicht.
Vonderort da ziehen noch düstere Wolken auf als es eh schon am Sonntag waren.Nur der Supertechniker Wojwod kann es richten, abtauchen kann er ganz gut.
Grafenwald mit diesen Michelin - Trainer na ja
Fuhlenbrock hab da keine Spielerische Klasse gesehen, steigen weder auf noch ab.
Ruhrpott ich glaube die sind an ihre Grenzen,mit einen Hobbyliga Kader haben sie das maximale erreicht, kann mir nicht vorstellen das sie die Liga halten. -
#6
Die Pottler werden die Klasse halten. Es wird schwer, aber es wird am Ende reichen.
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#7
Alle behaupten, dass die Stadtmeisterschaft gift für die Spieler ist.
Die gesamte Orga ist schlecht und Amateurhaft.
Wünsch für nächstes Jahr den Vereinen viel erfolg.
Obwohl sind ja nur drei Mannschaften die sich Echt gut verstärkt haben und einen absouluten Top Ball spielen:
VfB Bottrop, VfB Kirchhellen und Dostlukspor Bottrop.
Hoffe nur, dass die drei Vereine den Bottroper Fussball gut nach aussen darstellen.
Mfg Dieter -
#8
Weiß einer was in Eebl los ist angeblich ist der neue 1.Vorsitzender (ca.70) der im März gewählt würde aus gesundheitlichen Gründen zurück getretten????
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#9
ich muss wirklich sagen in rhenania haben mich die löwen überzeugt die spielen einen guten fussball aber die jungs von ssv 1951 haben sich richtig gut verbessert und gute zugänge die werden die saison auf jedenfall oben mit spielen wenn sie die kämpferische einstellung von sonntag haben dann werden die keine probleme haben in der b liga oben mit zu spielen.
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#10
Stimme dir zum Teil zu. Der Modus eines solchen Tunieres ist sehr fragwürdig.
Aber die Meinung zu den Mannschaften kann ich mit dir nicht teilen!
Wer weiss wie es bei Barrispor auf nem ordentlichen Platz aussieht.
"Die Trainer" von Grafenwald scheinen doch nicht viel falsch gemacht zu haben. Die Mannschaft war spritzig und hat durch den Kampf zum Ende hin auf dem schlechten Platz die nächste Runde erreicht. -
#11
jo da hast du recht die vom ssv waren gut und denke auch die spielen oben mit in den reihen von den waren schon paar granaten und benehmen konnten die sich auch . Also Bottrop aufgepassst unterschätzt die nicht !!!








