So
31
Jul
2011
Favoriten setzen sich durch
Die Vorrunden der Gladbecker Feldstadtmeisterschaften 2011 sind gespielt und die Favoriten konnten sich allesamt durchsetzen. Mit Zweckel, Rentfort, FC Gladbeck und SG Preußen setzten sich die Klassenhöchsten durch. Zudem ehrte Auf'm Platz den Torschützenkönig der vergangenen Saison, Christian Kulik.
Gladbecker Feldstadtmeisterschaften 2011
Der junge Stürmer des A-Ligisten Adler Ellinghorst wurde am frühen Nachmittag vom Fußballmagazin Auf'm Platz für seine treffsicheren Leistungen in der vergangenen Saison geeehrt. Kulik hatte sich mit einem fulminanten Schlussspurt am letzten Spieltag noch auf Platz Eins der Torjägerliste katapultiert und durfte sich so über ein beflocktes T-Shirt freuen, einen Gutschein für eine Laufanalyse beim Sanitätshaus Steinberg und natürlich einem echten Torjägerpokal. Weniger treffsicher präsentierte sich Kulik dafür in der Vorrunde der Gladbecker Feldstadtmeisterschaft 2011.
In der schweren Gruppe 1 musste er sich am Ende des heutigen Tages mit seinem Team hinter den Favoriten SV Zweckel und BV Rentfort einreihen. Dabei hätte es durchaus auch noch positiver laufen können. Doch ein höchst umstrittener Foulelfmeter im entscheidenen Spiel gegen den Bezirksligisten Rentfort sorgte für den Knackpunkt im Ellinghorster Spiel.
Nachdem Fabian Brom für seine Rentforter Farben zum 1:0 traf, kippte das Spiel und Adler Ellinghorst fand nicht mehr zurück in die Partie und kassierte sogar noch zwei weitere Treffer, obwohl man bis zu diesem Zeitpunkt alles andere als schlechter war als der höher angesiedelte Gegner. Ellinghorst hätte ein Unentschieden für das Weiterkommen gereicht - daran hätte auch die böse Klatsche gegen den Landesligisten SV Zweckel (0:8) nichts dran geändert, da Rentfort einen Punkt weniger gehabt hätte. Da aber auch der Fußball sich nicht im Konjunktiv, sondern in der harten Realität abspielt, blieb den Adlern um ihren neuen Trainer und ehemaligen Bundesligaspielers Miguel Pereira nur der undankbare dritte Platz, während der BVR sich hinter dem SVZ für die Endrunde der FSM 2011 qualifizieren konnte.
Für das unrühmliche Highlight an diesem Sonntag sorgte der frisch aufgestiegene B-Ligist DJK Alemannia Gladbeck, der verletzungsbedingt sogar gegen den Landesligisten Zweckel mit anfangs nur acht Feldspielern auflaufen konnte. Die logische Konsequenz folgte auf dem Fuß und die zweite Partie an diesem Tag ging auch verloren.
GSK & DJK enttäuschen auf unterschiedliche Art und Weise
Sogar der noch vor diesem Wochenende als noch größer gehandelte Außenseiter und C-Ligist GSK Gladbeck sammelte fleißig Punkte und kam am Ende schließlich auf insgesamt vier dieser Art. Dabei fühlte sich das Unentschieden gegen den Bezirksligisten BV Rentfort sicherlich beinahe wie ein Sieg an. Für den negativen Höhepunkt sorgte GSK trotzdem, als ein Spieler mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen wurde und nachträglich dem Unparteiischen noch ein paar unschöne Worte mit auf den Weg gab. Der Schiedsrichter legte nach dem Spiel einen Sonderbericht an.
Souverän die Gruppe 2 angeführt und gewonnen zu haben, konnte SG Preußen am Ende des Sonntags von sich behaupten. Sogar der sonst so kritische Trainer Thomas Bogdahn war durchaus zufrieden mit der Leistung seines Teams. Mit null Gegentreffern - das Kunststück schaffte sonst auch nur der SV Zweckel in der benachbarten Gruppe 1 - schloss die Bogdahn-Elf den Tag ab und ließ somit auch den vermeintlich stärkeren Bezirksligisten FC Gladbeck hinter sich.
SG Preußen Gladbeck mit starken Partien
Der aktuelle A-Ligist, der in der kommenden Saison wohl den Aufstieg anpeilen will und auch wird, zeigte keine Blöße und bestätigte die guten Leistungen auch vergangener Turniere, an denen man auch mit den Klassenhöheren bereits mithalten konnte. Beim vermeintlichen Favoriten FC Gladbeck hingegen schlauchten wohl die intensiven Laufeinheiten zwischen den Spielen im Wald, denn der neue Bezirksligist wusste alles andere als zu überzeugen. Für die kommende schwere Saison bedarf es da einer deutlichen Leistungssteigerung. Trotzalledem reichte es locker für den zweiten Platz in der Gruppe 2, der ebenfalls für die Teilnahme an der Endrunde am kommenden Wochenende berechtigt.
Die anderen beiden Gruppen-Teilnehmer um Wacker und SuS SB enttäuschten zwar spielerisch nicht unbedingt, dafür aber, was die Punkteausbeute betraf. So chancenlos war man auch nicht in den Spielen, doch die Endabrechnung überraschte dann doch auch die Auf'm Platz-Redaktion. Überraschend schwach präsentierte sich SuS Rosenhügel. Zwar hatte unter der Woche der am heutigen Sonntag leider verhinderte Erdal Baspinar, neuer Trainer der ersten Mannschaft und gleichzeitiger 2. Geschäftsführer, angekündigt, dass aufgrund des Pokalspiels am Donnerstagabend nicht unbedingt die stärksten Spieler am Wochenende auflaufen würden - dennoch hätten die Zuschauer dort etwas mehr Gegenwehr und spielerische Elemente sich gewünscht. Doch viele Einzelaktionen und wenig Laufbereitschaft ergaben in der Summe einen enttäuschenden letzten Platz mit nur einem erzielten Treffer und keinen einzigen Punkt auf der Habenseite.
Ausrichter SuS SB zieht positives Fazit
Ein gelungener Tag war es auch für den Ausrichter am heutigen Tage. SuS SB Gladbeck war für die Organisation zuständig und verantwortlich und zog ein positives Resumee. "Ich glaube, dass ich für alle sagen kann, dass es gut lief und es nicht wirklich große Komplikationen gab. Man hätte sich als gleichzeitiger Zuschauer in der Sprecherkabine zwar mal das ein oder andere etwas niveauvollere Spiel gewünscht, dennoch sind auch tolle Tore gefallen", so Michael Voß vom SuS SB, der den beiden Auf'm Platz-Redakteuren David Wirsch und Raphael Wiesweg immer mit Rat und Tat zur Seite stand.
Kuriositäten gab es für alle Drei definitiv zu beobachten. So war es auch schon erstaunlich, dass fast in jedem Spiel überhaupt erst einmal Fouelfmeter gepfiffen wurden, gleichzeitig aber auch fast alle verschossen oder vom Torhüter abgewehrt werden konnten. Die Finalteilnehmer sollten unter der Woche also durchaus auch noch einmal das Elfmeterschießen üben.
Am Samstag treffen nun in den Halbfinalspielen der SV Zweckel auf den FC Gladbeck und SG Preußen auf den BV Rentfort.
Stimmen des Tages
Thomas Bogdahn, Trainer SG Preußen Gladbeck: "Ich bin zufrieden. Wir haben kein Gegentor kassiert, das muss man erst einmal schaffen und das, obwohl wir auch in der Defensive noch viel Luft nach oben haben. Da hat noch nicht alles gestimmt heute. Aber insgesamt darf ich mich überhaupt nicht beschweren. Auch spielerisch hat meine Mannschaft mich heute über weite Strecken des Tages zufrieden gestellt."
Sebastian Rutkiewicz, Spieler FC Gladbeck: "Uns ist es völlig egal, wie wir abschneiden. Wir stecken mitten in der Vorbereitung und haben jede Woche sehr intensive und kraftraubende Einheiten. Als nächstes kommt der taktische Bereich dran, alles ist auf das erste Meisterschaftsspiel ausgerichtet, daher wäre es auch nicht schlimm gewesen, wenn wir in der Vorrunde ausgeschieden wären. Zudem möchte ich unserem Stammtorhüter Alexander Rudolf ganz besonders grüßen. Die ganze Mannschaft denkt wegen seiner Herzoperation an ihn und wir freuen uns, dass alles so glatt über die Bühne gelaufen ist. Hoffentlich kann er sehr bald wieder voll einsteigen bei uns."
Nordin Bouklata, Trainer Wacker Gladbeck: "Ich kann mich überhaupt nicht beschweren. Zwar sieht die Punkteausbeute natürlich gering aus, aber die Jungs haben mich in den meisten Spielen überzeugt. Gegen FC Gladbeck waren wir z.B. besser, der Gegner bekommt nur zwei Chancen und nutzt sie eiskalt und gegen SG Preußen verschießen wir einen Elfmeter, vielleicht wäre es sonst auch da anders ausgegangen. Alles in allem war es also in Ordnung und die Mannschaft entwickelt sich weiter. Mittlerweile sieht man schon deutliche Fortschritte zu Beginn meiner Amtszeit hier bei Wacker."
Holger Zilcher, Trainer SuS SB Gladbeck: "Das Endergebnis ist völlig zweitrangig. Wir sind mitten in der Vorbereitung und nach wie vor müssen wir uns auch noch alle weiterhin noch besser kennenlernen, damit ich meine Vorstellungen auch noch besser umsetzen kann. Es gab sehr viele gute Ansätze und Spielszenen. Natürlich aber müssen wir auch noch sehr viel tun, aber bis zum ersten Meisterschaftsspiel sind es ja auch noch ein paar Wochen. Der Verein und die Mannschaft befindet sich in einem Umbruch, dafür wurde ich geholt und mir bereitet diese Herausforderung großen Spaß. Von daher bin ich auch trotz des sportlich gesehen eher mäßigen Ausgangs der Vorrunde nicht all zu böse oder sauer."
Günter Appelt, Trainer SV Zweckel: "Ich kann mit der Leistung meiner Jungs zufrieden sein. Allerdings ist es natürlich klar, dass wir auch nicht besonders gefordert wurden, von daher macht es eigentlich auch nicht viel Sinn, hier zu spielen. Was sollen denn solche Spiele wie gegen den B-Ligisten DJK Alemannia, die nur mit acht oder neun Spielern gegen uns antreten konnten? Das bringt doch nichts. Nichtsdestotrotz wollen wir auch diesen Titel hier gewinnen und nehmen das Turnier ernst, was man ja heute auch wieder gesehen hat: 25 Mann hatte ich heute dabei. Allerdings können und müssen wir uns auch noch steigern, aber dafür sind es ja auch noch ein paar Wochen bis zum Ligastart und der ist wichtig."
Marc Schäfer (Foto: HP BVR)
Marc Schäfer, Trainer BV Rentfort: "Es ist natürlich nicht alles Gold, was glänzt, aber unsere Personaldecke war heute auch sehr dünn. Urlaub, Verletzungen, Arbeit und andere Verpflichtungen machen in der Summe nur zwölf Spieler, die ich zur Verfügung hatte, deswegen habe ich mich auch als 13. Mann mit umgezogen. Dass wir uns steigern müssen, ist jedem bewusst. Aber die Sommervorbereitung ist ja auch nicht auf die Stadtmeisterschaft ausgerichtet, sondern auf den ersten Spieltag."
Miguel Pereira, Trainer Adler Ellinghorst: "Die Jungs können natürlich sehr viel lernen, gerade in Spielen wie gegen Zweckel, da sind wir natürlich chancenlos. Außerdem führe ich gerade die Viererkette hinten neu ein, da passt dann auch nicht schon alles. Die Jungs ziehen aber gut mit und hatten in der Vorrunde auch gute Spiele, so dass ich sagen kann, dass eigentlich alles in Ordnung ist. Bis zum ersten Meisterschaftsspiel sind wir dann auch noch fitter und noch besser."
Ralf Wanka
Ralf Wanka, 2. Vorsitzender DJK Alemannia Gladbeck: "Das macht natürlich alles keinen Sinn, aber was sollen wir machen? Nach den Spielen am Freitag gab es schon nur noch neun gesunde Spieler, zwei waren sogar im Krankenhaus, einer mit Rippenbruch. Da macht das natürlich auch keinen Spaß, für niemanden. Mehr ist nach dem enttäuschenden Tag heute auch nicht zu sagen."
Bilder und Impressionen vom 31. Juli 2011
Ergebnisse und Tabelle der Gruppe 1
Ergebnisse und Tabelle der Gruppe 2
Kommentare: 2
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#1
Der Ausrichter SB Gladbeck hat hier eine Menge für das leibliche Wohl der Zuschauer getan ! Pommes, Gegrilltes, Kaffee und Kuchen, belegte Brötchen, Getränke etc. Das war richtig toll gemacht ! Gratulation dazu !
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#2
Ja das drumherum von SB war überraschend gut aufgezogen,da gibt es
nichts zu meckern-nette u.freundliche Mädchen am Bedienen.
Aber was SB für eine Mannschaft hat,grauenhaft.Kein System,Kein
Fussball.Dann schreibt deren trainer nach solch Auftritt noch solch
Dreck.Die steigen nicht auf,eher ab








