So

14

Aug

2011

Mannschaftsvorstellung SG Preußen

Selten war Trainer Thomas Bogdahn mit der Sommervorbereitung so zufrieden, wie mit der für die Saison 2011/2012. Der sonst so kritische Coach kann es deswegen auch kaum noch für sich behalten, wenn er Fragen zur kommenden Spielzeit beantworten muss. Das Ziel für die erste Mannschaft ist ein offenes Geheimnis.

Präsentiert von:

SG Preußen Gladbeck - Saison 2011/2012

Von Raphael Wiesweg

Zielsetzung offenes Geheimnis

SG Preußen Gladbeck - Kreisliga A

Es klang wie das Fazit am Vortag. "Ich bin mit meiner Mannschaft total zufrieden. Sie hat eine klasse Partie gezeigt und verdient gewonnen. Aber das zeigt auch schon die gesamte Vorbereitung, in der alle wirklich klasse mitziehen", sprudelte es aus Thomas Bogdahn, dem Trainer von SG Preußen Gladbeck, nach dem Halbfinalsieg über den Bezirksligisten BV Rentfort bei der Feldstadtmeisterschaft 2011 heraus. Und wie eben schon angesprochen folgte das nächste Lob bereits einen Tag später, nach dem verloreren Finale gegen den Landesligisten SV Zweckel. "Mit 0:2 gegen einen Landesligisten zu verlieren, damit kann ich leben. Die Jungs haben bei der Stadtmeisterschaft insgesamt überzeugt."

Thomas Bogdahn

Solche Worte zu hören, sind schon außergewöhnlich. Denn sonst gehört Bogdahn eher zu der kritischen Sorte von Trainern. Sicherlich auch verbunden mit einem positiven Ehrgeiz sein Team immer wieder zu pushen und das Maximum herauszuholen. Doch die bisher verteilten positiven Resumées kommen auch nicht von ungefähr - sie sind berechtigt! Und so dürfte es auch kaum jemanden überraschen, welche Ziele zumindest intern bei der SG Preußen bereits forumliert wurden. In den letzten Jahren war man stets auf einem einstelligen Tabellenplatz in der Kreisliga A, bis auf eine Ausnahme in der Saison 2007/2008 sogar immer abwechselnd auf Platz Sieben oder Drei. Letzte Saison war man zur Winterpause auf Platz Drei, am Ende sprang nur Platz Sechs heraus. Der Abstand betrug auf den Aufsteiger FC Gladbeck stolze 23 Punkte. Doch dieses Mal soll ganz oben angeklopft werden. Letzte Saison wollte man unter die besten Fünf und war dementsprechend auch nicht zufrieden mit dem bekannten Resultat.

 

SG Preußen Gladbeck hat in der Vorbereitung tatsächlich spielerisch überzeugt. Dass nach harten Konditionseinheiten auch mal der eine oder andere Ausrutscher dabei war, ist völlig normal. Wichtig ist der erste Spieltag bzw. auch schon ein Turnier wie die Feldstadtmeisterschaft, wo man die eigene Visitenkarte abgeben kann und auch mal wieder abgegeben hat. Die Preußen-Lok hat zum wiederholten Male gezeigt, dass man mit klassenhöheren Teams mithalten kann - zumindest mit den Bezirksligisten. Das 6:2 im Pokal gegen den A-Ligisten Westfalia Buer spricht auch Bände, die Saison kann anscheinend beginnen.

Auf'm Platz sprach mit Thomas Bogdahn

Auf'm Platz: Hallo Thomas, schon bei der Feldstadtmeisterschaft hatten wir das Gefühl, dass du mit der Leistung deiner Mannschaft zufrieden bist. Kannst du unseren Eindruck bestätigen?

Bogdahn: Ja, ich bin sehr zufrieden. Gerade auch bei der angesprochenen Felstadtmeisterschaft haben mir vor allem die Spiele gegen den FC Gladbeck, Rentfort und Zweckel gefallen, alles klassenhöhere Teams, gegen die wir alles andere als schlecht aussahen. Das waren echte Härtetests über 2x45 Minuten, in denen wir fast immer gut ausgesehen haben.

 

Auf'm Platz: Das heißt die Zielvorgabe für die kommende Saison ist klar? Am Ende sollte doch am besten der Aufstieg stehen.

Bogdahn: Nein, ich lasse mich nicht locken. Ich werde auch weiterhin öffentlich keine Zielvorgabe ausgeben. Und wenn es nur dafür ist, Druck von mir selbst, aber vor allem vom Team zu nehmen. Klar ist, dass wir das spielerische Potential haben, um oben mitspielen zu können. Aber wir sind auch nicht der einzige Verein, der da oben mitspielen will oder kann. Der Start ist wichtig, wenn wir den hinbekommen...

 

Auf'm Platz: ... dann ist der Aufstieg drin?

Bogdahn: Wir warten mal ab, was alles passiert. Wir fahren gut, wenn wir bescheiden bleiben. Die eine oder andere zu hohe Erwartungshaltung hat diesem Verein schon einmal geschadet. Davon hat keiner was.

 

Auf'm Platz: Mit Andre Becker und Tim Leinen sind Spieler dazu gekommen, mit denen ihr euch definitiv auch qualitativ verstärkt habt, oder wie siehst du das?

Bogdahn: Klar, Andre und Tim machen ihre Sache super und sind auch wichtige Spieler für die erste Elf. Aber bei mir ist der 19. und 20. Spieler genauso wichtig, wie die ersten Elf. Der gleichwertige Ersatz ist unheimlich wichtig. Was habe ich sonst davon, wenn sich einer meiner Stammspieler verletzt und wir aber keinen gleichwertigen Ersatz haben? Ich bin zufrieden mit dem Kader für die neue Saison, weil wir uns vor allem in der Breite verstärkt haben.

 

Auf'm Platz: Seit diesem Sommer hast du mit Klaus-Peter Becker auch einen Assistenten an deiner Seite. Was bedeutet das für dich?

Bogdahn: Sehr viel, der Klaus unterstützt mich super. Er bereitet das Training gut vor und kümmert sich vor allem um Spieler, die nach Verletzungen erst einmal langsam an das Team herangeführt werden und deswegen individuell trainieren müssen. Da hat er super recherchiert, was man alles machen muss und nimmt mir wirklich viel Arbeit ab, ich bin froh ihn zu haben.

Auf'm Platz-Prognose

Willkommen Westfalia Buer, könnte man meinen. Der Absteiger aus der Bezirksliga ist in derselben Gruppe wie die SG. Im Pokal bekam man direkt mal einen Vorgeschmack auf die Gruppe. Mit 6:2 wurden die Gelsenkirchener von der SG abgeschossen, ein Paukenschlag gleich in Runde Eins. Nicht nur deswegen sind sich die Preußen-Verantwortlichen einig, was die kommende Saison angeht. Am Ende soll der Aufstieg stehen. Ein offensiv gewähltes Ziel, schließlich war man in den Jahren zuvor immer etwas vorsichtiger. Zwar wollte man immer mit oben mitspielen, doch das Wort Aufstieg wurde nie in den Mund genommen. Es bleibt abzuwarten, wie die Mannschaft mit dem öffentlichen Druck umgeht. Die letzte Saison hat es bereits gezeigt, dass man als Aufsteiger sich nicht wirklich Schwächeperioden erlauben darf - was der SG aber immer wieder passiert ist. Mit Andre Becker vom Landesligisten SV Zweckel und Tim Leinen von der DJK Alemannia Gladbeck hat man sich qualitativ  definitiv verstärkt, was die Vorbereitungsspiele schon gezeigt haben. Stellt die Preußen-Lok die Schwächephasen der vergangen Saison ab und bleiben Becker, Leinen und Co. auf ähnlich gutem Niveau wie in der Vorbereitung, dann ist der Aufstieg alles andere als eine Utopie.

Daten und Fakten

Historie  
                   
Toptorschützen (Saison 2010/2011)
2006/2007: 3. Kreisliga A

1. Jan-Paul Kzonsek 14 Tore
2007/2008: 4. Kreisliga A

2. Michael Rudolf   8 Tore
2008/2009: 7. Kreisliga A   3. Dennis Rühr   7 Tore
2009/2010: 3. Kreisliga A      
2010/2011: 6. Kreisliga A      
2009/2010:

Kader

Tor: Darius Poloczek

 

Abwehr: Marcel Rühr, Tim Leinen, Marc Grabowski, Kevin Köhler, Lars-Michael Kleine, Dennis Förster, Abdullah Sakin, Polat Akgün

 

Mittelfeld: Konrad Noack, Jan Kaiser, (NATIONALSPIELER) Daniel Thiele, Dennis Wagner, Dennis Rühr, Ahmed Ibrahim, André Becker, Dennis Psilias

 

Sturm: Jan-Paul Kzonsek, Khodor Saado, Michael Rudolf

 

SG Preußen Gladbeck bei Auf'm Platz


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Kommentare: 2

  • #1

    Kaiser, Kurt (Montag, 15 August 2011 11:35)

    Hallo Jungs vom "Auf'm Platz"!

    Schön das Ihr alle Teams aus Gladbeck vorstellt. Zu Eurer Berichterstattung, bzw. zur Prognose von SG Preußen möchte ich aber noch eine Ergänzung als 1. Vorsitzender geben. Sicherlich sind wir über die Zielstzung einig. Die heisst aber nicht, dass die Mannschaft aufsteigen muss oder soll. Zielsetzung ist und bleibt, immer oben, d.h. unter den ersten fünf Mannschaften in der Kreisliga mit zu spielen. Kommt es dann zu Aufstieg nehemn wir den auch mit. Ein Zwang oder Druck auf die Mannschaft oder den Trainer wird von keinem wirklich Verantwortlichen des Vereins ausgeübt.
    Bleibt weiter am Ball, allen Vereinen in Gladbeck viel Erfolg für die kommende Saison,

    Kurt Kaiser

  • #2

    Werner Hansch (Sonntag, 21 August 2011 11:28)

    Man hoffe der Preußen-lok geht nicht der Dampf aus, damit man diesmal aufsteigt

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