Mi
17
Aug
2011
Mannschaftsvorstellung DJK Alemannia
Seit 18 Monaten gibt es nun den Verein DJK Alemannia Gladbeck. Trotzdem glich die Zeit einer Achterbahnfahrt: Direkt in der Premierensaison gelang der Mannschaft der Aufstieg in die Kreisliga B. Doch mit der Entlassung der damaligen Aufstiegstrainer Ende Juni verließen bis auf drei Spieler alle den Verein. Doch mit der Verpflichtung von Klaus Marquardt als neuen Trainer konnte der Spielbetrieb sicher gestellt werden. Für die neue Saison heißt das Ziel daher: Klassenerhalt.
Präsentiert von:
Von David Wirsch
"Meisterschaft fängt vier Wochen zu früh an"
DJK Alemannia Gladbeck - Kreisliga B
Der Jubel war grenzenlos. Nach dem 3:2-Sieg im Relegationsspiel um den Aufstieg bei ETuS Bismarck II stand es fest: Der Alemannia gelang in ihrer ersten Saison als Verein der Aufstieg in die Kreisliga B. Doch nur wenige Tage später tauchten dunkle Wolken über dem Krusenkamp auf: Nach Differenzen mit den beiden damaligen Aufstiegstrainern Yasin Kocapinar und Eren Karadeniz, wurden diese entlassen. Was dies zur Folge hatte, glich einer Massenflucht. Bis auf drei Spieler meldeten sich alle vom Verein ab, viele davon aus reiner Vorsicht, da die Zukunft des Vereins ungewiss schien.
Doch die Ungewissheit, ob die Alemannia überhaupt eine Mannschaft in die Kreisliga B ins Rennen schicken könne, löste sich in der ersten Juli-Woche in Rauch auf. Mit Klaus Marquardt konnte ein neuer Trainer gewonnen werden, der eine Menge Erfahrung im Gepäck mitbringt. Unter anderem war er bei den SF Haferkamp, Arminia Hassel, SF 07/12 Gelsenkirchen, ETus Gelsenkirchen, SC Röllinghausen und auch RW Wacker Bismarck (letzte Trainerstation) tätig. Durch die Verpflichtung des neuen Übungsleiters kamen auch einige Spieler wieder zurück, einer davon ist Konstantin Vorobev, der in der Aufstiegssaison durch gute Leistungen hervorstach. Einer von den drei Spielern, der trotz der Probleme im Verein, die Treue zur Alemannia gehalten hat, ist Kapitän Dieter Hennemann. Hier kann man anerkennend mit Fug und Recht behaupten: Der Kapitän verlässt als Letzter das Schiff.
Somit war der Weg frei für die Kreisliga B. Die Vorbereitung verlief jedoch alles andere als perfekt: Marquardt war zwei Wochen im Urlaub und die Mannschaft hatte bei der Stadtmeisterschaft mit argen Personalproblemen zu kämpfen. Immerhin konnte die DJK am Sonntag vor dem Meisterschaftsstart im Testspiel gegen Kickers Ückendorf bezwingen, die in der Vorsaison den fünften Platz in der Kreisliga C einnahmen. Von daher lautet das Saisonziel: Klassenerhalt.
Auf'm Platz sprach mit Klaus Marquardt
Auf'm Platz: Hallo Herr Marquardt, seit Juli sind Sie Trainer bei der DJK Alemannia. Wie ist der Kontakt zum Verein entstanden?
Marquardt: Ich wollte eigentlich bis zum Winter Pause machen. Es hat sich aber wohl rumgesprochen, dass ich Anfang Juli frei war. Da die Alemannia kurzfristig einen neuen Trainer gesucht hat, hat mich der zweite Vorsitzende (Ralf Wanka, d.Red.) in der ersten Juli-Woche kontaktiert. Wir haben uns dann ausgetauscht, alles besprochen und letzten Endes habe ich dann zugesagt. Auch wenn der Zeitpunkt eher ungünstig war, da dieser nach der Abmeldefrist (30.Juni, d.Red.) war. Schließlich haben ja bis auf drei Spieler alle den Verein verlassen. Vor der Frist hätte ich sicher den ein oder anderen noch zur Alemannia lotsen können.
Wie setzt sich der aktuelle Kader zusammen und wie ist dein Fazit nach der Vorbereitung?
Marquardt: Derzeit haben wir 18 bis 19 Spieler im Kader. Qualitativ gesehen gibt es hier noch ein paar Defizite, die es aufzuholen gilt. Es herrscht eine gute Kameradschaft, allerdings ist der Nachholbedarf im körperlichen und spielerischen Bereich sehr groß. Hinzu kommt, dass ich zwei Wochen im Urlaub war. Die Meisterschaft fängt für uns einfach vier Wochen zu früh an. Aber wir müssen die Situation so annehmen wie sie ist und versuchen das Beste daraus zu machen.
Kann die Zielsetzung somit nur lauten: Klassenerhalt?
Marquart: Wir sind uns alle einig, dass das Ziel nur sein kann, die Klasse zu halten. Es wird zwar schwierig, aber wir schauen mal was passiert. Wenn alle mitziehen und die Trainingsbeteiligung hoch bleibt, kann man den Nicht-Abstieg realisieren. Doch dazu müssen wirklich alle am Ball bleiben.
Zuletzt warst du beim A-Ligisten RW Wacker Bismarck tätig. Wie lange siehst du dich bei der Alemannia?
Marquardt: Ich bin ein Typ, der gerne über einen längeren Zeitraum in einem Verein arbeitet. Auch bei meinen bisherigen Vereinen war ich oft über mehrere Jahre tätig. Wenn es bei der Alemannia passt, bin ich gewillt längerfristig zu arbeiten.
Was ist für die Alemannia, langfristig gesehen, möglich?
Marquardt: Die finanziellen Mittel sind bei der Alemannia beschränkt. Vielleicht war es auch nicht gut, direkt in der ersten Saison aufzusteigen, auch wenn es für den Verein natürlich eine schöne Sache war. Man muss sich jedoch Schritt für Schritt entwickeln. Von daher wäre zudem ein Aufstieg in die Kreisliga A in den kommenden beiden Spielzeiten auch nicht unbedingt vorteilhaft. Bislang machten alle im Vorstand jedoch eine gute Arbeit. Also heißt es abzuwarten und zu schauen, wie man sich weiter entwickelt.
Auf'm Platz-Prognose
Die Alemannia steht vor einer schweren Saison. Aufstiegsgaranten wie beispielsweise Tim Leinen, deren Qualität unbestritten ist, gehören nicht mehr dem Team an. Mit Klaus Marquardt konnten Ralf Wanka und Co. einen erfahrenen Trainer zum Krusenkamp lotsen, der die Mannschaft sicherlich optimal auf den Abstiegskampf vorbereiten und einstellen wird. Sollte sich jedoch der Schlendrian bei den Alemannen in Form von gesunkener Trainingsbeteiligung einschlichen, droht der Alemannia der direkte Wiederabstieg.
Daten und Fakten
|
Historie |
|
| 2010/2011: |
2. Kreisliga C |
Kader
Sebastian Arndt, Sascha Augustin, Michael Bieszczanin, Dennis Bruderek, Christian Bugdoll, Carlo Di Fuccia, Maximilian Erhardt, Robert Ernst, Dieter Hennemann, Jan Hennemann, Patrick Kmiec, Sebastian Kmiec, Marcel Koselowski, Daniel Kregar, Artur Kurek, David Langer, Martin Lill, Klaus Marquardt, Sebastian Müller, Raphael Peichert, Arkadius Piekorz, Manfred Plewa, Marcel Plonowski, Alexander Putschke, Karl-Heinz Rosengart, Cheikh Moussa Saado, Denis Sitner, Tarik Spingher, Tim Stratman, Daniele Vittori, Konstantin Vorobev
DJK Alemannia Gladbeck bei Auf'm Platz







