Fr
19
Aug
2011
Mannschaftsvorstellung BV Rentfort
Nach Platz elf in der Vorsaison geht der BV Rentfort nun in die zweite Bezirksliga-Saison, die so oft als das viel schwierigere Jahr eingestuft wird, als die Premiere. Bedingt durch die Strukturreform, die dafür sorgt, dass in der kommenden Spielzeit vier bis sechs Mannschaften aus der Bezirksliga absteigen werden, lautet das Ziel von Trainer Marc Schäfer: Klassenerhalt.
Präsentiert von:
Von David Wirsch & Daniel Thiele
"Von der Finanzkraft her sind wir ganz unten"
BV Rentfort - Bezirksliga
Licht und Schatten. So oder so ähnlich lässt sich die Vorbereitung des BV Rentfort beschreiben. Das Pokalspiel gegen den SC Hassel dürfte den meisten noch in Erinnerung bleiben. 0:0 stand es nach 90 Minuten. Erst in der Verlängerung konnte sich der Favorit mit 1:0 durchsetzen. Jedoch gibt es auch eine Kehrseite der Medaille: Man unterlag dem A-Ligisten SG Preußen während des Statdmeisterschafts-Halbfinalspiels deutlich mit 2:4. Auch gegen den Bottroper Bezirksligisten VfB Bottrop verlor man klar mit 0:5. "Die Testspiele sind jedoch alle zu relativieren, da dort eben viel getestet wird", so Marc Schäfer, neuer Trainer des BV Rentfort zu den Vorbereitungsspielen, der zuvor die A-Jugend traniert hatte.
Die jungen Spieler hinterließen einen guten Eindruck, auch wenn Trainer Marc Schäfer noch Leistungsschwankungen erwarten wird. Die Zeit des Testens ist jedoch vorbei und die Mannschaft kann auf dem Platz beweisen, dass sie das Potenzial hat auch in der Saison 2012/2013 noch in der Bezirksliga zu spielen. Nicht mit dabei (anfangs) sein, wird Marcel Cornelissen, der aufgrund einer im Pokalspiel zugezogenen Verletzung noch bis zu sechs Wochen brauchen wird, um wieder ins Training einsteigen zu können. Starten wird die Saison direkt mit einem Nachbarschaftsduell: An der heimischen Hegestraße erwarten Phillip Potratz und Co. den Gladbecker Konkurrenten FC Gladbeck. Im Optimalfall kann Schäfer und sein Team bereits am ersten Spieltag die ersten von 40 Punkten einfahren, die man nach Einschätzung des Trainers benötigen wird, um die Klasse zu halten.
Auf'm Platz sprach mit Marc Schäfer
Auf'm Platz: Hallo Herr Schäfer, Sie gehen in ihr erstes Jahr als Trainer der ersten Mannschaft des BV Rentfort. Wie kam es zu der Übernahme des Trainerpostens, schließlich gab es ja auch eine offizielle Stellenausschreibung seitens des Vereins?
Schäfer: Ich persönlich habe keine Bewerbung geschrieben. Die Idee, mich als Trainer einzusetzen, kam aus der Mannschaft. Das war der ausschlagebene Punkt. Es macht mir Spaß auf dieser Anlage mit den Leuten zu arbeiten und ich bin nicht hier, um Geld zu verdienen. Geld verdient hier nämlich niemand - weder Spieler noch Trainer.
Sie sind zum ersten Mal Trainer einer Seniorenmannschaft. Wo sehen Sie Unterschiede zum Jugendbereich, wo Sie erste Trainererfahrungen gesammelt haben?
Schäfer: Im athletischen Bereich sind die größten Unterschiede zu erkennen. Das Tempo im Seniorenbereich ist wesentlich höher und die Zweikämpfe werden härter geführt. Um diese Unterschiede für die Jugendspieler nicht zu groß werden zu lassen, werden in der Saison permanent A-Jugendspieler beim Training der ersten Mannschaft teilnehmen.
Viele Spieler, sowohl in der ersten als auch in der zweiten Mannschaft des BV Rentfort, kennen Sie bereits, bzw. haben mit einigen schon zusammengespielt. Kann man nach Ablauf der Vorbereitung sagen, dass die Autorität gegeben war und ist?
Schäfer: Im Großen und Ganzen schon, ich weiß wie ich die Jungs zu nehmen habe. Man kennt seine Pappenheimer, daher sehe ich im Bereich der Teamführung Vorteile. Bisher gab es keine Probleme und die wird es meines Erachtens auch nicht geben. Die Ansagen von mir werden stets umgesetzt.
Während der Vorbereitung verlor der BV Rentfort einige Spiele recht deutlich: Unter anderem mit 2:4 gegen den A-Ligisten SG Preußen oder auch mit 0:5 beim Bezirksligisten VfB Bottrop. Wie fällt dein Fazit aus?
Schäfer: Die Vorbereitungsspiele sind alle zu relativieren. Gegen starke Preußen haben wir einen schlechten Tag erwischt und nicht unsere Leistung abrufen können. Die erste Halbzeit beim Spiel gegen den VfB Bottrop war gut. In der Halbzeit habe ich jedoch neun Mal gewechselt, da in wenigen Tagen die Meisterschaft beginnt. Mit dabei waren auch zwei A-Jugendspieler. Von daher darf man das alles nicht zu hoch bewerten. Schließlich ist der VfB auch ein gestandener Bezirksligist. Man hat bei dem Spiel gesehen, dass der erste Anzug passt, dem zweiten es jedoch an Erfahrung fehlt. Doch das ist kein Wunder, wir haben schließlich viele junge Spieler dabei, die genug Talent mitbringen aber bei denen eben auch noch nicht alles klappt. Das muss sich entwickeln und die Zeit geben wir ihnen.
In der neuen Saison werden nach der Spielstrukturreform vier bis sechs Mannschaften absteigen. Wie stehst du dieser neuen Regelung gegenüber?
Schäfer: Für Vereine wie uns ist das natürlich eine schwierige Situation. Wir setzen viel oder fast nur auf die Jugend. Wir können uns nun mal nicht gestandene Spieler aus höheren Ligen kaufen. Von der Finanzkraft her sind wir ganz unten anzusiedeln, wohingegen andere Vereine wie Kirchhellen oder YEG Hassel aufrüsten können. Doch bei uns verdient keiner Geld - das soll auch so bleiben. Wir setzen bewusst auf junge Spieler, die aber aufgrund mangelnder Erfahrung auch Leistungsschwankungen unterliegen.
Kann das Ziel somit nur Klassenerhalt lauten?
Schäfer: Richtig. Wir werden wohl um die 40 Punkte brauchen um mindestens Zehnter zu werden, das war zumindest in den vergangenen Jahren der Fall. Wir haben in keinem Spiel etwas zu verschenken und werden in jedes Spiel gehen mit dem Willen dieses auch zu gewinnen. Am Anfang steht es immer Null zu Null. Meine Mannschaft hat das Potential die Klasse zu halten, allerdings müssen wir das auch abrufen. Mit nur 50 oder 60 Prozent schaffen wir es natürlich nicht. Jeder sollte den eigenen Anspruch haben 100 Prozent zu geben und dann werden wir ausreichend Punkte holen.
Auf'm Platz-Prognose
Der BV Rentfort geht in das so oft als schwieriges bezeichnetes zweite Jahr in der Bezirksliga. Aufgrund der geringen finanziellen Mitteln im Verein, kann das Ziel für das Team von Trainer Marc Schäfer nur lauten, die Klasse zu halten. Hinzu kommt, dass die Zahl der Absteiger bedingt durch die Spielklassenstrukturreform auf vier bis sechs Mannschaften erhöht wird bzw. wurde. Doch in der Vorsaison bewies das Team von der Hegestraße, zumindest in der Vorrunde, dass man in der Liga bestehen kann. Wichtig wird sein, dass die Spieler Woche für Woche ihre Höchstleistungen abrufen. In der Offensive ist man unter anderem mit Phillip Potratz sehr gut besetzt. Gewinnt die Defensive an Stabilität, wird der BV Rentfort am Ende der Saison 2011/2012 den Klassenerhalt bejubeln können.
Daten und Fakten
| Historie | Toptorschützen | (Saison 2010/2011) | ||
| 2006/2007 | 2. Kreisliga A | 1. Matthias Pietrzak | 12 Tore | |
| 2007/2008 | 2. Kreisliga A | 2. Phillip Potratz | 11 Tore | |
| 2008/2009 | 2. Kreisliga A | 3. Dominik Menze | 8 Tore | |
| 2009/2010 | 1. Kreisliga A | |||
| 2010/2011 | 11. Bezirksliga |
Kader
*wird in den nächsten Tagen nachgereicht*
Tor:
Abwehr:
Mittelfeld:
Sturm:








