Do

01

Sep

2011

Harmlose Gäste verlieren verdient

Im vorgezogenen Meisterschaftsspiel des 3. Spieltages gewann der BV Rentfort das Bezirksligaduell gegen den VfB Kirchhellen verdient mit 3:0 (3:0). Bereits nach 23 Minuten war die gut besuchte Partie entschieden. Die Gäste aus Bottrop sorgten zum Spielende am und auf dem Spielfeld für ein unrühmliches Ende und gaben insgesamt ein eher negatives Bild ab. Rentfort bestätigt dagegen souverän und mittlerweile auch saisonübergreifend seine Heimstärke.

Präsentiert von:

Von Dennis Bröhl & Raphael Wiesweg

3. Spieltag in Bottrop & Gladbeck

Bezirksliga

BV Rentfort - VfB Kirchhellen 3:0 (3:0)

Durch den zweiten Saisonsieg kletterten die Gladbecker vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz, punktgleich mit dem Spitzenreiter TuS 05 Sinsen, der allerdings auch noch ein Spiel weniger absolviert hat. Die Kirchhellener hingegen bleiben im Tabellenkeller. Nach drei Spieltagen steht nach wie vor noch kein Saisonsieg auf der Habenseite, das 3:0 heute war bereits die zweite Niederlage. Gerade die Offensive (erst ein Tor) lässt zu Wünschen übrig, was auch heute wieder gut zu beobachten war.

 

Bei wolkenfreiem Himmel, Sonnenschein und 16 Grad sahen die Auf'm Platz-Redakteure aus Bottrop und Gladbeck eine bereits gut gefüllte Platzanlage. Handgezählte 200 Zuschauer fanden sich an der Hegestraße wieder, um sich das Spektakel anzuschauen. Die Gastgeber fingen auch gleich an wie die Feuerwehr. Überfallartig wurden vor allem die Konter ausgetragen. Vorausgegangen war zu 99% immer ein unnötiger Ballverlust der Bottroper in der Vorwärtsbewegung. Dass es nach 23 Minuten nur 3:0 für die Gastgeber stand, war überraschend. Alleine Phillip Potratz hätte das heutige Abendspiel alleine entscheiden können. Doch der quirlige Stürmer versiebte gleich mehrere sogenannte 100%-ige Torchancen. Spielertrainer Marc Schäfer war dennoch mit seinem Mittelstürmer zufrieden. "Podi hat momentan nicht so viel Glück vor dem Tor, darüber haben wir auch vorher gesprochen. Ich habe ihm aber gesagt, dass er dafür viel laufen muss und Räume schaffen kann und das hat er heute hervoragend umgesetzt", war Schäfer alles andere als unzufrieden mit seinem eigentlichen Knippser. Die Gäste bekamen gerade Potratz, Menze und Pietrzak in den ersten 45 Minuten überhaupt nicht in den Griff und spielten wiederholt erfolglos auf Abseits gegen die drei Offensiven, denen nach vorne hin heute vieles gelang. Die Kirchhellener Anhänger und auch die Ersatzbank war mehr und mehr unzufrieden und brachte das verbal auch zum Ausdruck. Negativer Höhepunkt der ersten Halbzeit war die schwere Verletzung bereits in der 13. Minute von Dennis Rarek, der sich bei einem von ihm selbst begangenen Foulspiel das Schienbein brach und unter Blaulicht in das nächste Krankenhaus gebracht werden musste. Von hier aus wünscht auch Auf'm Platz gute Besserung.

"Gott sei Dank ist es vorbei" (Kirchhellener Zuschauer nach Spielende)

Im zweiten Spielabschnitt erwartete man eigentlich einen offensiv spielenden Gast, der noch einmal alles daran setzen würde, noch wenigstens den Ausgleich zu erzielen. Doch einzig Stephan Urbainski sorgte für Raunen bei den Zuschauern, als er mit einem 20 Meter-Freistoß aus halblinker Position Keeper Martin Kyas zu einer Glanzparade zwang. Sonst blieben die Bottroper gegen defensiv gut stehende Gladbecker völlig harmlos und verzeichneten sonst keine einzige (!) Torchance.  Rentfort dagegen lauerte nur noch auf Konter und hätte gleich nach Wiederbeginn abermals durch Potratz eigentlich auf bis zu 5:0 erhöhen können, wenn nicht sogar müssen. So blieb dem VfB am Ende nur die optische Überlegenheit und gefühlte 70% Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte. Für das unrühmliche Ende sorgten dann die Kirchhellener auch noch. Co-Trainer und Kapitän Stephan Urbainski flog kurz vor Schluss nach einer leichten Tätlichkeit noch mit der roten Karte vom Platz. Nicht nur, dass er seinem Team damit für die nächsten Wochen einen Bärendienst erwies, war der eine oder andere Kirchhellener Bankdrücker am Abend mehr als nur unzufrieden und so beschwerte sich bspw. Marc Tancyus lauthals über seine Nicht-Einwechslung. Somit wurde auch dem letzten Fußballzuschauer deutlich vor Augen geführt, dass bei den Kirchhellenern momentan einiges im Argen liegt.

 

Den Spieluntergrund wollte man nicht als Ausrede gelten lassen. "Wir haben in der Vorbereitung extra mehrmals auch auf Kunstrasen trainiert, damit wir gerade das nicht nachher als Ausrede anführen können, weil wir in dieser Saison mehrmals auswärts auf diesem Belag spielen müssen", so ein sichtlich enttäuschter Siegmund Grabosch, Geschäftsführer des VfB. Marc Schäfer war hingegen nach Spielende vollauf zufrieden. "Klar, in der zweiten Halbzeit war Kirchhellen im Dauerballbesitz, aber nur bis 20, 25 Meter vor dem Tor. Mehr haben wir nicht zugelassen und das war heute wirklich gut von meinen Spielern", so der BVR-Spielertrainer, der nach seinem Urlaub heute auch wieder zum Einsatz kam und bei seiner Auswechslung kurz vor Schluss viel Anerkennung vom Rentforter Anhang für seine gute Leistung bekam. "Das Einzige, was man heute Abend kritisieren kann, ist die Chancenauswertung. Normalerweise hätten wir hier heute 6 oder 7:0 gewinnen müssen. Aber das ist auch Meckern auf hohem Niveau", gab Schäfer schmunzelnd und wohlwissend, dass sein Team bei aller Kritik ein gutes Spiel abgeliefert hatte, zu. "Wir haben uns natürlich mehr ausgerechnet, ist doch klar. In der zweiten Halbzeit sind wir besser ins Spiel gekommen, haben es aber versäumt, den Abschluss zu suchen. Und unser Keeper Boris Bogdahn hat noch einige Dinge gut entschärft. Besonders ärgerlich ist der Platzverweis für Stephan Urbainski, das darf einem erfahrenen Spieler einfach nicht passieren", äußerte sich Siggi Grabosch sichtlich verärgert und enttäuscht über den Spielausgang.

 

Tore: 1:0 Eigentor (5.), 2:0 Matthias Pietrzak (14.), 3:0 Oliver Komander (23.)

Bes. Vorkommnis: Rote Karte Stephan Urbainski (VfB/Tätlichkeit/85.)

 

So spielten sie:

 

Rentfort:

Kyas - Bartylla (69. Brom), Goppert, Heimann, Schlichting, Komander, Helten, Schäfer (88. Schwan), Pietrzak (C), Potratz, Menze (75. Krämer)

 

Kirchhellen:

Bogdahn - Larisch, Katriniok, Zeidler, Unterberg, Kahnert, Igelbüscher, Ogaza, Leidgebel, Rarek (13. Mettler), Urbainski (C)

Impressionen vom Spiel BV Rentfort vs. VfB Kirchhellen

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Kommentare: 6

  • #1

    weiter so (Freitag, 02 September 2011 08:56)

    Larisch, Katriniok, Zeidler, Urbainski und bald kommt Matthes aus dem Urlaub, dazu Verstegge, Tancyus, da hat Kirchhellen ja ne super Alt Herren Truppe!! Hut Ab Vorstand! ach ich glaube EX Adler Osterfeld spieler Reinhold Schulz ist auch noch Frei!!!!

  • #2

    der lange A (Freitag, 02 September 2011 09:27)

    "dass da wohl einiges im ARgen liegt." passt wie die Faust aufs Auge. Dass dann, wenn es nicht läuft, der jüngste SPieler bei Kirchhellen, die ganze Schelte abbekommt, setzt dem ganzen die Krone auf.

  • #3

    an weiter so (Freitag, 02 September 2011 10:24)

    Die "Alten" ,ausser Larisch und Verstegge, bringen aber wenigstens ihre Leistung und kämpfen. Bei den jungen Spielern sieht man, wenn die keinen Bock mehr haben.

  • #4

    lach mich schlapp (Freitag, 02 September 2011 12:00)

    klar und sehr erfolgreich wie man sieht. man hat es nicht nur verpasst einen klaren schnitt zu machen und das Team deutlich verjüngt, nein, man hat noch einen drauf gesetzt und weiter "alte" Spieler verpflichtet, die weit über ihren zenit sind.

  • #5

    weiter so (Freitag, 02 September 2011 13:18)

    mach doch mal die augen auf, das soll die zukunft des vfb sein??? leute zu holen die woanders keine chance mehr habe....... keine frage das man vielleicht 2 spieler mit erfahrung braucht!!! aber da macht sich der vfb lächerlich! das waren mal alles sehr sehr gute spieler und ich schätze die leistung der spieler die sie vollbracht haben!! aber man muss aufhören wenn am schönsten ist!!!!

  • #6

    thehardestworkingmanonearth (Freitag, 02 September 2011 23:04)

    alt, jung, gut, schlecht, Zenit überschritten, Zukunft? Alles Pappalapapp: Punkte zählen, sonst gar nichts! Und davon hat Kirchhellen bisher zu wenig!

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