Mi
07
Sep
2011
Durchwachsene Pokalrunde
Vier Pokalspiele mit Gladbecker Beteiligung standen heute auf dem Programm. Die Bilanz: ausgeglichen. Mit Adler Ellinghorst und SG Preußen mussten zwei A-Ligisten die Segel im Pokalwettbewerb streichen und das sogar sehr deutlich. Dem gegenüber stehen zwei Siege der DJK Alemannia und des FC Gladbeck, die beide nach drei sieglosen Spielen in der Liga wieder einen Sieg bejubeln konnten. Hinzu kommt der Sieg des SV Zweckel und die Niederlage von Wacker vom gestrigen Dienstag. Die Gesamtbilanz: drei Gladbecker Teams sind in der nächsten Runde, die anderen drei sind bereits ausgeschieden.
*Mit Bildergalerie vom Spiel SG Preußen vs. SSV Buer*
Von David Wirsch, Raphael Wiesweg & Daniel Thiele
Kreispokal 2.Runde - 07.09.2011
SG Preußen - SSV Buer 0:7 (0:2)
Am Ende wurde es doch noch deutlich. Der Landesligist aus Buer schoss die Preußen regelgerecht ab. Dabei sah es in den ersten 45 Minuten nicht nach einem souveränen Sieg des Landesligisten aus. „Die zwei Gegentoren haben wir uns selber eingeschenkt, aber sonst war ich mit dem Auftritt in der ersten Halbzeit zufrieden“, so Preußen-Coach Thomas Bogdahn. In der Tat versteckte sich der krasse Außenseiter vom Jahnplatz keineswegs und hatte durch Jan Kaiser die erste Torchance der Partie. Im weiteren Verlauf war es wiederum der A-Ligist der Druck auf den Gegner ausübte und durch André Becker in der elften Minute frei auf das Bueraner Tor zulief. Der Gelsenkirchener Abwehrspieler konnte sich nur noch durch ein Foulspiel helfen und vereitelte eine glasklare Torchance. Die ansonsten souveräne Schiedsrichterin Katrin Heimann war in diesem Falle etwas zu gnädig und zückte nur die Gelbe Karte. Es blieb in der ersten Halbzeit ein Spiel auf Augenhöhe, dennoch zeigte sich der Klassenunterschied im Verwerten der Torchancen. Zwei Abwehrfehler der Preußen nutzte der Gast aus Buer eiskalt und ging dadurch auch verdient mit einer 2:0 Führung in die Pause. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wollte es die Bogdahn-Elf noch mal wissen und erspielte sich durch den eingewechselten Jan-Paul Kzonsek eine gute Torchance. Der Preußenstürmer wurde jedoch von der Schiedsrichterassistentin aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen. Als dann aber in der 55 Minute das 3:0 fiel, ließen die Preußen die Köpfe hängen und fingen sich bis zur 67. zwei weitere Gegentreffer. „Das Spiel war nach dem 3:0 verloren, das konnte man der Mannschaft anmerken. Schade aber, dass wir den Ehrentreffer nicht erzielen konnten. Die Chancen dazu hatten wir“, so Bogdahn über die Auflösungserscheinungen in der zweiten Halbzeit. Für die Preußen schien das Tor am heutigen Abend vernagelt , denn auch die verdiente Ergebniskosmetik blieb ihnen vergönnt. Eine Handvoll bester Möglichkeiten, darunter teilweise Hundertprozentige, wurden vergeben, wohingegen dem Landesligisten fast aus jedem Schuss ein Treffer gelang. Wäre das Spiel am Ende 5:10 ausgegangen, dann wären zumindest auch die Preußenfans kurzfristig auf ihre Kosten gekommen. Thomas Bogdahn resümierte, dass das Ergebnis ein wenig zu hoch ausgefallen sei, aber die Preußen es, nachdem sie die Köpfe hängen ließen, auch nicht anders verdient hatten.
Tore: 0:1 (18.), 0:2 (35.), 0:3 (55.), 0:4 (65.), 0:5 (67.), 0:6 (70.), 0:7 (80.)
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TSV Feldhausen - DJK Alemannia 0:1 (0:0)
Eine kleine Pokalüberraschung vermeldet Alemannia Gladbeck. Im Duell der Ligakonkurrenten bezwang die Alemannia den TSV Feldhausen knapp mit 1:0. Die Alemannen, die in den letzten beiden Ligaspielen derbe Niederlagen einstecken mussten, erzielten in der 70. Minute durch Dieter Hennemann das Tor des Tages. „Unsere Taktik ist voll aufgegangen“, so Alemannia-Keeper Arkadius Piekorz. Die Gladbecker agierten aus einer stabilen Defensive und boten dem Gastgeber kaum Torchancen. „Wir standen hinten gut und kompakt und konnten vorne durch gelegentliche Konter vereinzelte Nadelstiche setzen“, beschrieb Piekorz den Spielverlauf. Der TSV kam trotz einer Mehrheit an Spielanteilen nur durch Standardsituationen gefährlich in den Strafraum der Gäste. So gefährlich, dass der geschlagene Piekorz von einem seiner Abwehrspieler auf der Linie unterstützt werden musste, indem er den Ball von der Linie kratzte. Kurz vor Schluss der Partie vergab der TSV die größte Chance zum Ausgleich, als man einen Elfmeter in den Feldhausener Himmel schoss.
Tor: 0:1 Dieter Hennemann (70.)
Bes. Vorkommnis: Verschossener Strafstoß (85./Feldhausen)
Adler Ellinghorst - SSV/FCA Rotthausen 0:5
Von wegen Überraschung möglich. Gegen den Bezirksligisten Rotthausen setzte es eine deftige 0:5-Klatsche. Zwar spielen die Gäste eine Liga höher, doch dies auch erst
seit dieser Saison. Da hatten sich die Adler-Verantwortlichen sicherlich mehr erhofft, doch an diesem Abend war für die Mannen um Trainer Miguel Pereira nichts zu machen. Chancenlos musste man
sich dem Klassenhöheren nach 90 Minuten beugen. Immerhin, so kann der Fokus jetzt auf die Meisterschaft gelegt werden. Da gilt es schließlich auch wieder in die richtige Spur zu kommen.
TUS Rotthausen - FC Gladbeck 2:3 (2:2)
Endlich gelang dem FC Gladbeck der ersehnte Befreiungsschlag. Nach zuvor drei Pleiten in der Meisterschaft konnte man im Pokalspiel beim Bezirksligisten TUS Rotthausen einen verdienten Sieg einfahren. Dabei stand die Partie unter keinem guten Stern: Das mangelnde Selbstbewusstsein aufgrund der Null-Punkte-Ausbeute in der Liga gepaart mit dem engen Personalkader am heutigen Dienstag ließen nichts Gutes erahnen. Doch allen Fakten zum Trotz lieferte der FC eine gute Partie ab und konnte sogar trotz eines 0:2-Rückstandes den Sprung in die nächste Pokalrunde meistern. Nicht mit dabei war FC-Trainer Dirk Knappmann, der bis zu später Stunde an einer Sitzung teilnehmen musste. Für ihn übernahm Spielführer Christian Goronczy das Kommando. "Christian ist ein langjähriger vertrauter Freund von mir, dem ich absolut vertraue", so Knappmann über seinen Vertreter. "Ich kann mich auf die Mannschaft verlassen, wenn ich mal nicht da bin", adelt Knappmann, der ohne Co-Trainer die Geschicke leitet, zudem die Einstellung seine Jungs. Trotz der drei erzielten Treffer gab Knappmann noch einen Hinweis in Richtung Mannschaft: "Ich habe gehört, dass wir heute wieder viele Chancen haben liegen lassen. Mittlerweile wird das ja schon dramatisch. Das ist definitiv nicht so gut für die Nerven". Aus Gladbecker Sicht bleibt zu hoffen, dass der FC den Schwung und das Selbstbewusstsein aus diesem Sieg mit in den Ligabetrieb nehmen kann.
Tore: 1:0, 2:0, 2:1/2:3 Thomas Nienzila, 2:2 Danny Göring






