Mo
17
Okt
2011
Bouklata bleibt Wacker-Trainer
Nordin Bouklata bleibt auch weiterhin Trainer des A-Ligisten Wacker Gladbeck. Der Trainer hatte kurz vor dem Wochenende für Aufregung an der Burgstraße gesorgt, als er der Mannschaft mit seinem Rücktritt drohte. Sowohl er als auch Alexander Jagielski, der 1. Vorsitzende von Wacker, bestätigten zuerst zum Wochenende hin Auf'm Platz die Trennung, bis eine Aussprache zwischen Mannschaft, Trainer und Vorstand die Wogen glättete. Bouklata knüpfte allerdings strenge Bedingungen an seine Weiterbeschäftigung.
A-Ligist stockt Kader auf
"Ja, es stimmt. Für mich ist die Entscheidung auch endgültig, ich höre mit sofortiger Wirkung als Trainer von Wacker Gladbeck auf." So äußerte sich Nordin Bouklata noch am späten Donnerstagabend gegenüber Auf'm Platz. Auch Alexander Jagielski, 1. Vorsitzender von Wacker Gladbeck, bestätigte am Freitagmorgen die Trennung, bevor sich ab Freitagmittag dann die Dinge überschlugen. "Beide Seiten hätten überreagiert", so der Originalton von Jagielski. "Nordin wird Sonntag beim Auswärtsspiel in Erle mit dabei sein. Zwar nur als Zuschauer und nicht als Trainer, aber es besteht weiterhin Hoffnung auf eine weitere Zusammenarbeit. Wir werden uns zum gegebenen Zeitpunkt zusammensetzen und alle Differenzen ausräumen."
Gesagt, getan. Denn schon am gestrigen Sonntagabend konnten sowohl Jagielski als auch Bouklata bestätigen, dass der (Ex)Trainer, der nie ein Ex-Trainer war, auch weiterhin Trainer bleibt. "Ich muss ehrlich zugeben, dass ich seit Donnerstag kaum ein Auge zugedrückt und sehr schlecht geschlafen habe. Das liegt auch an der Berichterstattung, die seit Donnerstagabend lief", sagte Bouklata gestern. Er verstehe nicht, was sich einer der Akteure dabei gedacht hat, nach der Sondersitzung am Donnerstagabend sich direkt an andere zu wenden, um Interna rauszuplaudern. "Das hat die Mannschaft auch falsch verstanden, ich habe ihr mit dem Rücktritt gedroht, es aber nicht so gesagt", erzählte Bouklata. Mittlerweile haben sich alle zusammengesetzt und es geht mit dem selben Personal weiter, wie noch vor einer Woche. Zumindest auf dem Platz wird sich aber einiges ändern.
"Schon beim gestrigen Spiel hat man wieder gesehen, woran es liegt, dass wir verlieren. 75 Minuten können wir gegen jedes Team mithalten und dann brechen wir kräftemäßig und konditionell ein. Kein Wunder, wir trainieren ja auch seit Wochen nicht mehr vernünftig und mit fünf oder sechs kann man auch nicht vernünftig trainieren." Grund sind dafür unter anderem auch Verletzungen oder berufliche Verpflichtungen. Bei einem kleinen Kader von nur 18 Leuten wird es dann unter der Woche und Sonntags einfach oftmals zu knapp. Doch damit soll jetzt Schluss sein: "Ab sofort wird die erste Mannschaft verstärkt, so wie es sich für eine erste Seniorenmannschaft gehört. Spieler aus der zweiten und auch aus der dritten Mannschaft stoßen zum Training und wir wollen unter der Woche auch mit A-Jugendspielern sprechen." Bouklata erhofft sich dadurch vor allem einen gesunden Konkurrenzkampf um die ersten elf Plätze.
Bleibt zu hoffen, dass sich bei Wacker Gladbeck die Ruhe und der sportliche Erfolg wieder einstellt, der noch zu Saisonbeginn zu beobachten war. Da waren es nach den ersten vier Saisonspielen vier Siege und man grüßte vom zweiten Tabellenplatz.







