Mi
02
Nov
2011
"Es reicht jetzt!"
Beim Bezirksligisten FC Gladbeck läuft es seit dem Aufstieg im Sommer sportlich überhaupt nicht. Wie sich nun herausstellte, sind die sportlichen Probleme das wohl kleinste Übel an der Roßheidestraße. Auf'm Platz traf sich auf Bitten von drei FC-Spielern in Gelsenkirchen mit den betroffenen Akteuren, die sich zur Wehr setzen wollen. Zur Wehr gegen die schlechte Behandlung des Trainers Dirk Knappmann und den eigenen Rauswurf vor zwei Wochen! Aufgrund des teilweise "unmenschlichen Verhaltens seitens des Trainers" gab es sogar bereits im Vorstand deswegen auch erste Konsequenzen. Eine Gegendarstellung für Spieler auf Geheiß von Spielern, inklusive aller internen Probleme. Nur hier und exklusiv.
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Mobbing und Beleidigungen
Dirk Knappmann ist momentan in seinem dritten Jahr als Trainer vom FC Gladbeck angestellt. Es gibt nicht wenige, die sagen, dass er als Trainer sicherlich fachlich nicht der Schlechteste ist. Doch es gibt eben noch die Kehrseite der Medaille. Und die sieht sehr viel düster aus, als das vielleicht viele glauben. Der traurige Höhepunkt dann vor zwei Wochen: Auf'm Platz berichtet nach der Niederlage des FC Gladbecks beim VfB Kirchhellen davon, dass Marc Butowski und Florian Böttger mit sofortiger Wirkung aus dem Verein geworfen werden. Sogar im Splitter von Auf'm Platz werden die beiden noch als die Verlierer des 10. Spieltages von uns betitelt. Nur wenige Stunden nach unseren Berichten platzt dann die Bombe in der Redaktion: Beide Spieler wussten nichts von ihrem Rauswurf und erfuhren es auf dieser Homepage!
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<< Ich habe zig Anrufe bekommen, was ich denn angestellt hätte >>
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Die Spieler sind fassungslos, vor allem wegen der vielen Anrufe von Freunden und Bekannten und alten Trainern, die von unserer Berichterstattung lesen. "Mein Handy stand nicht mehr still, dabei wusste ich ja noch gar nicht, worum es geht. Ich wurde andauernd gefragt, was ich angestellt hätte. Ich wusste überhaupt nicht, wie mit mir geschieht", berichtet Butowski.
Böttger, Butowski und auch der junge Torwart Leon Surmann fassen einen Entschluss und wollen die Dinge gerade rücken.
Surmann reichte seine mündliche Kündigung bereits vor drei Wochen ein. Der erst 19 Jahre alte Schlussmann fasste sogar so viel Mut, dass er vor versammelter Mannschaft und dem Trainer es
mitgeteilt hat, aufrichtig und ehrlich. Die Reaktion von Knappmann ließ nicht lange auf sich warten, doch die Reaktion gleich vor der gesamten Mannschaft ist nicht jugendfrei, so dass wir sie an
dieser Stelle nicht erwähnen können. Auch Butowski und Böttger sind gerade erst einmal 24 Jahre alt und werden vom Trainer teilweise einfach ignoriert. "Ich habe zwei Monate lang nicht einmal mit
ihm gesprochen, ich habe keinen Handschlag und null Aufmerksamkeit geschenkt bekommen", erzählt Butowski. Weswegen? Weiß Butowski selber nicht. "Ich war während der Vorbereitung einmal im Urlaub,
was mir dann vom Trainer vorgeworfen wurde. Und was ist? Er fährt selber mitten in der Vorbereitung in den Urlaub."
Knappmann drohte bereits mehrmals mit der Presse
Dabei fällt es gerade Butowski nicht leicht, über die jetzige Situatiion zu reden. "Der FC ist eine Herzensangelegenheit. Ich war hier schon mit fünf Jahren, meine Mutter ist im Vorstand und engagiert sich sehr in der Jugend und ich hatte noch nie ein Problem mit irgendeinem Trainer." Marcs Mutter war im Vorstand, wie sich auf Nachfrage von Auf'm Platz bestätigte. "Ich habe nach der letzten Sitzung am Donnerstag meinen Rücktritt bekannt gegeben. Ich möchte niemandem vom Vorstand auf die Füße treten und habe absolut nichts gegen den Verein, aber gegen die Art und Weise von Dirk Knappmann. Da fehlt jegliches menschliches Verhalten und als Mutter kann ich das auch nicht mehr mittragen", berichtet Birgit Butowski.
Dass so lange geschwiegen wurde, auch von Seiten der Spieler, lag anscheinend oder vor allem auch am Trainer. "Er drohte
uns immer wieder auch mit der Presse und dass er uns auch fertig machen würde, dass wir nirgendwo anders mehr spielen könnten", lautet der gemeinsame Tenor aller Spieler. Auch Frau Butowski ist
gewarnt: "Ich werde mich zur Wehr setzen, wenn er auch nur versucht, schlecht in der Presse über mich zu reden." Dabei ist sie sich auch im klaren, dass Dirk Knappmann kein schlechter Trainer
ist. "Er hat schon einen Namen in Gladbeck und trainiert gut, keine Frage. Aber er kann nicht die Spieler erpressen und nur denen die Schuld geben und von sich wiederum alles abweisen, da fehlt
die Menschlichkeit", ist das ehemalige Vorstandsmitglied enttäuscht von der Entwicklung. Die größte Frechheit: Die Spieler Butowski und Böttger warten immer noch auf ein klärendes Gespräch mit
dem Vorstand bzw. die Begründungen vom Trainer, warum sie rausgeworfen wurden. Und das nun schon seit zwei Wochen! "Wenn Marc mit dem Vorstand darüber reden will, kann er das machen. Wenn er
allerdings den Raum betritt und ich bin auch da, dann steh ich auf und verlassen das Zimmer", so Knappmann zum Vorstand und auch zur Mannschaft.
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<< Wir wurden trotz Verletzungen und Antibiotika zum Spielen gezwungen >> ------------------------------------------------------------------------------------
Begriffe wie schwul, Eierkopf und Arschloch fielen bereits in der Kabine vom Trainer gegen Leon Surmann, während alle mitgehört haben. Auch Florian Böttger kann nur den Kopf über das Verhalten des Trainers schütteln. "Ich habe trotz Nasenbeinbruch gespielt und auch wenn andere Spieler verletzt oder krank waren und sie deswegen Antibiotika nehmen musste, wollte Dirk Knappmann, dass wir unbedingt spielen, sonst hätten wir uns gleich vielleicht eine Suspendierung für die nächsten Wochen abholen können. Dabei weiß jeder, wie gefährlich es ist, wenn man das Medikament nimmt und Sport treibt", erzählt Böttger, der dann weiter fortführt. "Angeblich habe ich intern schlecht über den Trainer gesprochen. Es stimmt aber nicht. Und sogar wenn es doch so wäre, so geht man nicht mit Spielern um."
Allen Dreien ist es wichtig, dass sie nicht schlecht in der Außendarstellung stehen, denn der Ruf steht auf dem Spiel und die Jungs wollen eigentlich nur eines: Fußball spielen und vor allem Spaß haben. Es stellt sich die Frage, ob man den bei der aktuellen Lage noch haben kann. Die Spieler werden unter Knappmann nicht mehr spielen. "Geht er, bleiben wir. Bleibt er, gehen wir", so die drei Spieler. Auf'm Platz weiß sogar von noch mehr Spielern, die aufhören und nicht mehr unter Knappmann spielen wollen. Doch bisher sind es nur Butowski, Böttger und Surmann, die verbal auch gegen den eigenen Trainer zur Wehr setzen. Es verdient allerhöchste Anerkennung, dass sie es tun. Doch gleichzeitig auch größtes Verständnis, denn wer will schon abends zig Anrufe auf seinem Handy haben und immer wieder dieselbe Frage gestellt bekommen: Was hast du angestellt?
Neuer Trainer steht schon bereit
Dirk Knappmann ist momentan in seinem dritten Jahr als Trainer vom FC Gladbeck angestellt. Es gibt nicht wenige, die sagen, dass er als Trainer sicherlich fachlich nicht der Schlechteste ist. Doch diese Vorkommnisse können und dürfen nicht übersehen werden. Egal ob jung oder alt, aber gerade auch bei jungen Spielern, ist Menschenwürdigung, Fairness, Respekt und Sensibilität gefragt. Schließlich ist es immer noch "nur" ein Hobby, das auch nicht über der Gesundheit oder dem Job stehen darf. Es ist nur Fußball und man fragt sich deswegen, wie lange der Vorstand vor diesen Vorfällen noch die Augen verschließen will und was nicht noch alles passieren muss. Dirk Knappmann ist momentan in seinem dritten Jahr als Trainer vom FC Gladbeck angestellt. Es gibt nicht wenige, die sagen, dass er als Trainer sicherlich fachlich nicht der Schlechteste ist. Doch man bekommt langsam das Gefühl, dass seine Zeit in Gladbeck abläuft. Auf'm Platz weiß auch schon, dass ein neuer Trainer theoretisch in den Startlöchern steht.
Kommentare: 11
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#1
Bleibt so oder so dem Verein fern. Wenn die Mannschaft seit Wochen weiterspielt und an den Anschuldigen etwas ist , ist es keine Mannschaft, denn eine Mannschaft hält geschlossen zusammen und äußert sich gegen Vorwürfe durch ihren Kapitän und Manschaftsrat.Auch der Vorstand ist dann gefragt, verschließt aber die Augen. Auf diesen Vorstan kann man also ebenfalls verzichten.
Übrigens wenn der Trainer Spieler unter Druck setzt verletzt zu spielen und ihnen droht, könnte durchaus der Strafatbestand einer Nötigung vorliegen, dann sollte man ihn anzeigen. -
#2
Die Frage ist was erschreckender ist? Der Umgang des Trainers mit den Spielern!? Das Öffentlich machen von Internas der 3 Spieler oder das Schreiben eines solchen Artikels!?
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#3
Das ist doch nun wirklich nichts neues, dass sich der Herr Knappmann menschlich eher auf unterem Niveau bewegt. Sportlich mag er ja über gewisse Qualitäten verfügen, aber das ist halt leider zu wenig.
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#4
So is er halt, der Dirk!
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#5
Kommt mir sehr bekannt vor. Wenn Dirk Knappmann aufsteigt, liegt es am besten Trainer der Welt. Steht er unten, haben Spieler und Vorstand nur C-Liga Niveau.
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#6
wird aufm platz jetzt zur boulevard zeitschrift?
die bild lässt grüßen!! -
#7
Ich kenne natürlich keine Hintergründe und kann daher zu den Vorwürfen nichts sagen.
Mich wundert allerdings, dass hier nur eine Seite zu Worte kommt. Mich als sporadischer Leser würde schon interessieren, was Herr Knappmann und der Vorstand des FC zu diesen Vorwürfen sagen! -
#8
Erst einmal eines vorweg: Wir müssen uns sicherlich nicht für einen Artikel rechtfertigen und hier ist auch erst einmal nichts boulevardeskes vorzufinden, da wir hier die Meinung von Spielern veröffentlicht haben uns die Sache an sich nicht von uns aus in Bewegung gesetzt wurde. WIR wurden angesprochen und gefragt!
1. Dirk Knappmann sagte nach dem Kirchhellen-Spiel unserer Redaktion, dass gewisse Spieler sofort suspendiert sind. Daraufhin schrieben wir auch die Spieler selbst als Verlierer ab.
2. Das wollten die Spieler wiederum nicht auf sich sitzen lassen und forderten eine Gegendarstellung. Das ist einerseits ihr gutes Recht und andererseits herrscht auch auf unserer Homepage die Meinungsfreiheit.
3. Auf'm Platz hat Dirk Knappmann schon des Öfteren versucht (auch Sonntags immer wieder nach Spielen, aber das ist noch einmal ein anderes Paar Schuhe) zu erreichen. Er reagiert nicht und somit hat er auch die Chance vertan sich zu der Sache zu äußern. Er selbst will es ja auch anscheinend gar nicht, dass sollten die Leser nicht vergessen. Zitat Knappmann: "Wenn Marc Butowski mit uns über die Suspendierung reden will, kann er das tun. Aber nur mit dem Vorstand. Betritt er einen Raum, wo ich drin sitze, stehe ich auf und gehe." Die Spieler warten seit über ZWEI WOCHEN auf ein klärender Gespräch, sie wissen also noch immer nicht, warum konkret sie rausgeworfen wurden.
4. Auf'm Platz hat ein Vorstandsmitglied angerufen und auch hier zitiert. Natürlich handelt es sich gleichzeitig auch um die Mutter eines Betroffenen, doch wenn der Vorstand sich auch gegen den Trainer stellt (Frau Butowski hat ihren Austritt aus dem Vorstand bereits verkündet), sind es auch interne FC-Probleme, die WIR NICHT heraufbeschworen haben. Es zeigt, dass also auch der Vorstand - zumindest Teile davon - nicht mehr zum Trainer und seinem Verhalten stehen. Doch somit ist auch der Vorstand definitiv zu Wort gekommen.
5. Der Kapitän des FC hat unmissverständlich heute auch am Telefon noch einmal zur Sprache gemacht, dass sie keinen Pressekrieg wollen. Sie haben natürlich auch das gute Recht, sich zu der Sache zu äußern. Allerdings blocken sie jetzt alle weiteren Anfragen ab oder ignorieren uns und werfen UNS vor, es würde sich nicht um investigativen Journalismus handeln.
6. Dieser Artikel ist von uns nur veröffentlicht worden. Es ist nicht UNSERE Meinung, sondern die von erst einmal nur den drei genannten Spielern und spiegelt dann auch noch Meinungen von vielen mehr aus der Mannschaft und auch ehemalige Weggefährten wider, die so denken. Das zeigt einerseits hier die Reaktion, die Reaktionen auf Facebook und auch die Face-to-Face-Gespräche in und um Gladbeck.
Auf'm Platz weist jegliche Vorwürfe strikt zurück. Auf'm Platz ist und bleibt Sprachrohr der Vereine, der Trainer, der Vereinsfunktionäre und auch der Spieler. Wir sind immer bereit mit allen zu sprechen und haben immer ein offenes Ohr für ALLE!
Bleibt sportlich
Auf'm Platz -
#9
1-6 Nene, so nicht. Das Argument mit dem Facebook- etc. und Reaktionen, zeigt genau wie der Wind weht.
Wenn in die unterste Schublade gegriffen wird, wieso sollten sich faire Sportsleute damit befassen?
Nein, nein. Die meisten Leute befassen sich nicht mit Schmutz, der in dieser Art und Weise angezettelt wird. Sie schweigen und ertragen solche Dinge. Mit Demut.
Wir hoffen, dass diese Sportsleute nicht den falschen Eindruck bekommen, dass unsere Gemeinschaft FALSCH ist und es wär schön wenn wir uns am Sportplatz sehen, egal von welchem Verein ihr seid. Vielleicht gehen wir ja mit neuen Sympathisanten aus dieser Sache hervor.
Ich weiß nicht ob ihr von AufmPlatz wirklich so sehr davon überzeugt seid, dass ihr so richtig gehandelt habt. Man kann eigentlich nur hoffen, dass es nicht so ist. Ihr habt mit diesem Artikel jedenfalls eine Menge Sympathien verloren. Das meine ich nicht polemisch.
Es ist schade, dass wir sich unser Verein hier doch ein wenig zu Wehr setzen muss, da es für die bestehende Mannschaft und Gemeinschaft zu grenzwertig ist. Wir hätten sicher auch gerne alles ignoriert und uns unseren Teil gedacht.
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#10
Ihr macht einen super Job dazu gehören dann auch leider solche Schlagzeilen,sie werden ja nicht von euch erfunden,immer weiter so ....mann kann es eh nicht jedem rechtmachen aber für den Gladbecker Sport seid ihr definitiv ein Glücksfall und wenn jemand nicht mit euch sprechen will dann ist das so,es gibt genügend Trainer die das wollen so wie ich auch...weiterhin immer schön am ball bleiben....bis sonntag
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#11
Wer Marc Butowski etwas vorwirft muss absolut einen an den Klotschen haben. Er ist ein tadeloser Sportsmann. Das hat er jahrelang in der Bezirksliga bei Teutonia Schalke bewiesen. Mehr muss man nicht sagen....







