Do
24
Nov
2011
Thomas Bogdahn kein Trainer mehr
Paukenschlag beim Gladbecker A-Ligisten SG Preußen Gladbeck: Trainer Thomas Bogdahn ist unter der Woche mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Gesundheitliche Gründe waren für ihn am Ende vor allem ausschlaggebend, wie Bogdahn unserer Redaktion mitteilte. Die Trainersuche beim A-Ligisten läuft bereits auf Hochtouren, wie der 1. Vorsitzende Kurt Kaiser verriet. In der heutigen Mannschaftssitzung war bereits eine Tendenz zu erkennen, so Kaiser.
Thomas Bogdahn ab sofort kein Trainer mehr
Bereits am Dienstagabend erreichte die Auf'm Platz-Redaktion die Mitteilung, dass Thomas Bogdahn sich in aller Freundschaft von der Mannschaft verabschiedet habe. Aus Rücksicht auf den Menschen Bogdahn, die Umstände und die Mannschaft inklusive der Mannschaftssitzung am heutigen Abend, wartete die Auf'm Platz-Redaktion noch ab, bevor die Verantwortlichen diesbezüglich kontaktiert wurden. "Ja, ich habe mich Dienstagabend von der Mannschaft verabschiedet. Es ging einfach nicht mehr weiter", so Bogdahn zu Auf'm Platz. Nach über zwei Jahren endet somit für Bogdahn nicht nur eine erfolgreiche SG-Zeit, sondern wohl auch seine Trainer-Karriere. "Das war definitiv meine letzte Station. Schon damals wollte ich ja eigentlich nur kurz einspringen und aushelfen. Weil in der Mannschaft aber so viel Potential steckte, wollte ich weitermachen. Aber es kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem man mehr auf seine Gesundheit achten sollte. Im Amateurbereich sind andere Dinge wichtiger als der Fußball: Meine Frau, meine Familie, meine Kinder und Enkelkinder", so Bogdahn, dem es anzumerken war, wie schwer ihm dieser Schritt fiel. "Ich war auch letzte Woche drei Tage im Krankenhaus und wurde dort auf den Kopf gestellt. Das zerrt an den Kräften." Doch die Gesundheit war am Ende nur das berühmte i-Tüpfelchen, wie der ehemalige SG-Trainer betonte. "Sicherlich kam das eine auch zum anderen. Die schlechte Trainingsbeteiligung und ständigen Disziplinlosigkeiten waren auch mit ausschlaggebend. Ich habe gebetsmühlenartig immer wieder darauf hingewiesen, dass es so nicht weitergeht", verrät Bogdahn. "Ich bin keine 38 mehr. Die Situation hat mich sehr angespannt, vor allem auch der Krankenhausaufenthalt. Es wurde Gott sei Dank nichts festgestellt, aber ich muss jetzt öfter zu regelmäßigen Untersuchungen."
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"Der Spaß war weg - und ohne den geht es im Amateurbereich nicht"
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Ursprünglich hatte Bogdahn vor, bis zur Winterpause noch weiterzumachen. "Es ist mir unheimlich, unheimlich schwer gefallen, der Mannschaft meine Entscheidung mitzuteilen. Aber jetzt muss ein kompletter Schnitt gemacht werden. Sehr schade, denn es war sportlich gesehen die beste Mannschaft, die ich jemals trainieren durfte", hatte Bogdahn natürlich auch noch lobende Worte am Ende für seinen ehemaligen Verein übrig. "Aber charakterlich war diese Mannschaft sehr schwierig. Ich habe mich auf den Kopf gestellt. Doch geholfen hat es leider nicht viel." Das Kapitel Fußball ist für Thomas Bogdahn nicht komplett geschlossen. Aber Heimspiele der SG wird es sich wohl nicht antun - vorerst. "Ich muss Abstand gewinnen. Vielleicht besuche ich mal das eine oder andere Heimspiel von meinem Sohn Boris (Boris Bogdahn, Torwart beim Bezirksligisten VfB Kirchhellen, d. Red.). Aber sonst will ich mit Fußball erst einmal nichts zu tun haben."
Auch mit Auf'm Platz verbindet der Trainer gute Erinnerungen. "Ich war immer offen und ehrlich und es hat mir immer viel Spaß gemacht mit euch. Es war sehr angenehm und ihr macht einen super Job in Gladbeck!"
Wer folgt auf Thomas Bogdahn?
Zurücklehnen kann sich Kurt Kaiser nicht. Der 1. Vorsitzender hat aktuell alle Hände voll zu tun. Denn der A-Ligist will möglichst schnell einen Nachfolger präsentieren. Für kommenden Sonntag werden der bisherige Co-Trainer Andy Jaudt und Kaiser selbst interimsweise einspringen. "Vielleicht steht Sonntag der neue Trainer bereits an der Seitenlinie und guckt zu. Allerdings nicht als Verantwortlicher, sondern nur als Zuschauer", so Kaiser. In der heutigen Mannschaftssitzung wurde dann besprochen, ob das Team eine interne oder externe Lösung bevorzugt. "Es gab nicht unbedingt eine einstimmige Lösung, aber eine Tendenz ist zu erkennen. Ich habe jetzt drei Trainer auf meiner Liste stehen. Ich werde aber erst einmal eine Nacht drüber schlafen, bevor ich mich entscheide, wen ich zuerst morgen anrufe", so Kaiser exklusiv zu Auf'm Platz direkt im Anschluss an die Mannschaftssitzung am Telefon. "Thomas hat persönliche Gründe angegeben. Wir sind in aller Freundschaft auseinander gegangen", so Kaiser.
Kommentare: 5
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#1
Alles Gute für Thomas Bogdahn, die Gesundheit steht nunmal an erster Stelle.
Trotzdem vielen Dank -
#2
burn out... schon in der kreisliga angekommen alles gute herr bogdahn
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#3
Thomas, ich wünsche Dir alles Gute und nutze Deine nun gewonnene Freizeit für Dich und Deine Familie. KP
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#4
Und schon wieder tritt ein großer seiner Zunft ab. Schade für den Gladbecker Fußball. Wünsche Dir eine gute Zeit abseits des Sportplatzes.
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#5
Bei den disziplinlosen Haufen,hätte Bogdan schon viel früher hinschmeissen müssen.Freie bahn für Süpertrainer jaudt.Vielleicht sollte der Kaiser sich nicht immer inden trainerangelegenheiten einmischen,sondern den haufen mal ausmisten







