So

08

Apr

2012

Spielabbruch und Polizei im Lokalduell

Bereits am Ostersamstag waren insgesamt drei Teams aus Bottrop und Gladbeck im Einsatz. Dabei trafen zwei davon im direkten Duell auch gegeneinander an. Für SG Preußen III ein kurioses und überhartes Spiel, in dem man nicht nur zwei Punkte, sondern dadurch auch den Platz an der Sonne verlor. Im Gladbecker Lokalduell musste der Unparteiische das Spiel kurz vor dem Ende wegen eines tätlichen Angriffs eines Spielers abbrechen. Für das Anfertigen des Spielberichtbogens musste zum Schutz des Schiedsrichters sogar die Polizei anrücken.

24. Spieltag - Kreisliga C1, Westfalen

SG Preußen III - TSV Feldhausen II 2:2 (1:1)

Jetzt ist es offiziell. SG Preußen III verlor am Ostersamstag nicht nur zwei Punkte gegen die vermeintlich schwächeren Gäste aus Bottrop. Sondern auch noch gleich die Tabellenführung an den Meister Adler Ellinghorst. Mit nun mehr 52 Punkten liegt man einen Punkt hinter dem neuen Spitzenreiter. Die Zweitvertretung Feldhausens bleibt auf dem 13. Tabellenplatz.

   Feldhausens Trainer Ralf Granzow freute sich über den Punktgewinn. "Natürlich bin ich überglücklich. Wir sind in dieser Saison nicht in der Verfassung, die Teams von oben zu ärgern. Jetzt hat es aber einmal geklappt und ich bin einfach nur froh über den einen Punkt." Sein Gegenüber, "Heiner" Wroblewski, haderte mit der Spielweise des Gegners. "Sie haben insofern sehr clever gespielt, weil sie mit sehr vielen Foulspielen die Partie immer wieder unterbrochen haben." Wroblewskis Aussage, dass die Gäste am Ende auch symptomatisch bestimmt acht oder neun Gelbe Karte kassierte, wollte Granzow so aber nicht stehen lassen. "Es gab viele Foulspiele und es wurde auch hart gespielt, das stimmt. Aber wir haben nur fünf Gelbe Karten kassiert." Dabei machte der Gäste-Coach keinen Hehl daraus, dass man nur so zum Erfolg kommen konnte. "Preußen hat technisch sehr viele starke Spieler, da kommt der ein oder andere von meinen Jungs nicht hinterher und wir konnten sie somit oft nur durch Fouls stoppen."

   Nichtsdestotrotz waren sich beide einig, dass es auch ein rassiges Spiel mit vielen Torchancen waren. "Wir haben so viele dicke Chancen gehabt und hätten das Spiel selbst einfach entscheiden müssen. Wir haben ja sogar einen Elfmeter verschossen. Ich weiß auch, was da mit Daniel los war. Denn sein Schuss war schon sehr schwach", sprach Wroblewski den Foulelfmeter an, der bereits in der 4. Spielminute folgte. "Wir hatten auch unsere Chancen, es hätten beide Teams gewinnen können", so auch die ehrliche Meinung von Gäste-Coach Granzow. Der wusste, bei wem er sich nach Spielende zu bedanken hatte. "Jonas Steinmann hat beide Tore selbst toll herausgespielt und beide Treffer dann auch erzielt, das war klasse."

   Wroblewski war nicht all zu sauer und wusste, dass die Meisterschaft kein Spaziergang wird. "Ich habe von Anfang an gesagt, dass es auf einen Zweikampf hinaus laufen wird. Zwischen Ellinghorst und uns." Dabei blickte der Gastgeber schon direkt eine Woche voraus. "Wir haben schon nächste Woche wieder ein schweres Auswärtsspiel bei Anadolusport Gelsenkirchen, da müssen wir auch erst einmal punkten", so Wroblewski. Recht hat er, denn wenn die Gastgeber dort gewinnen, wird aus dem Zweikampf noch schnell ein Drei- oder sogar Vier- oder Fünfkampf, so eng geht es oben zu. "Es ist noch lange nichts entschieden, von daher heißt es abwarten. Außerdem reicht der zweite Platz ja auch noch zur Relegation."

Tore: 0:1 Jonas Steinmann (20.), 1:1 Jan Schnarr (32.), 1:2 Jonas Steinmann (80.), 2:2 Burak Akgün (86.)

Bes. Vorkommnis: Hendrick Wilke (Feldhausen) hält Foulelfmeter von Daniel Olczyk (4.)

GSK Gladbeck - Wacker Gladbeck III Spielabbruch

Am Samstagnachmittag kam ein trauriges Kapitel im Gladbecker Fußball dazu. Das Spiel der beiden C-Ligisten GSK und Wacker Gladbeck III musste vom Unparteiischen Yalcin Öztas kurz vor Ende der Partie abgebrochen werden. Öztas fühlte sich von den Gastgebern bedroht, zudem musste er für das Ausfüllen des Spielberichtbogens die Polizei anrücken lassen, da er sonst nicht dazu gekommen wäre.

   Doch von Anfang an: Wackers Spielführer Patrick Hartleib hatte bereits in den ersten 45 Minuten mitgezählt. "Sieben (!) GSK-Spieler hatten dann schon eine gelbe Karte vom Schiesdsrichter gesehen. Es war also schon da nur eine Frage der Zeit, bis der erste Akteur vom Platz fliegt. Dabei war zwar viel Pfeffer im Spiel, aber die GSK-Spieler waren mehr dem Schiedsrichter gegenüber aggressiv, als uns gegenüber", beschrieb Hartleib die erste Hälfte. Völlig abgesehen davon hatte Wacker Gladbeck III ein tolles Spiel abgeliefert. Schließlich spielen die Gastgeber mit um den Aufstieg, während die Gäste um Trainer Peter Hartleib im Mittelfeld sich wiederfinden. "Da es für uns in dieser Saison um nichts mehr geht, haben wir uns vorgenommen, so viele Teams wie möglich von oben zu ärgern. Und das ist uns heute super gelungen. Wir haben mit Herz und Leidenschaft gespielt und bis zum Abbruch sogar verdient geführt", so Hartleib Junior. 

   Thorsten "Toni" Jandt war so etwas wie der heimliche Matchwinner auf Seiten der Gäste. Denn Toni hatte am Samstagnachmittag beide Tore vorbereitet. Erst vollstreckte Timon Marten in der 35. Minute und just nach dem GSK-Ausgleich im direkten Gegenzug, brachte Alexander Piotrowski seine Farben erneut in Führung (56.). 

   Doch dann nahm das Unheil ab der 75. Spielminute seinen Lauf. Der Schiedsrichter zeigte einem GSK-Spieler wegen Meckerns die Gelbe Karte. Daraufhin kam es zu einer Rudelbildung, in der unter anderem auch Patrick Hartleib selbst nach eigener Aussage am Hals von seinem Gegenspieler gepackt wurde. "Für die Rudelbildung habe ich wahrscheinlich Gelb gesehen, wobei ich das immer noch nicht nachvollziehen kann", so Hartleib. Der GSK-Spieler bekam für diese Tätlichkeit überraschenderweise auch "nur" die gelbe Karte, war aber wegen des kurz zuvor wegen Meckerns erhalten Gelben Kartons schon verwarnt und musste somit vorzeitig unter die Dusche. Als der Unparteiische in der 89. Minute dann einen weiteren GSK-Spieler des Feldes verwies und sich gerade umgedreht hatte, um den Platzverweis in seiner Karte einzutragen, bekam er plötzlich von hinten einen Tritt in seinen Allerwertesten. Das brachte das Fass zum Überlaufen und Schiedsrichter Öztas brach die Partie daraufhin ab. Weil er sich beim Ausfüllen des Spielberichtbogens nach Spielende auch bedroht fühlte, rief er die Polizei an, die dann auch noch anrückte.

   Patrick Hartleib, der der Gladbecker Tippspielexperte für diesen Spieltag war, ärgerte sich im Nachhinein am meisten über den Abbruch, weil es somit seinen Tipp kaputt machen wird. Während nämlich keiner aus der Gladbecker Redaktion auf einen Auswärtssieg von Wacker getippt hatte, hatte Hartleib exakt 1:2 getippt. "Wir bekommen zwar bestimmt die drei Punkte am grünen Tisch. Allerdings wird das Ergebnis dann nicht mehr 1:2 heißen", konnte sich Hartleib ein Schmunzeln nicht verkneifen.

   Doch bei allem Humor stand das desolate Verhalten eines potentiellen Aufstiegsfavoriten ganz klar im Vordergrund. So hat die GSK sich nicht zu verhalten und somit den Aufstieg auch alles andere als verdient. 

Tore: 0:1 Timon Marten (35.), 1:1 (55.), 1:2 Alexander Piotrowski (56.)

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte GSK (75./Tätlichkeit), Gelb-Rote Karte GSK (89./Wiederholtes Foulspiel), Rote Karte GSK (89./Tätlichkeit am Schiedsrichter) / Spielabbruch in der 89. Minute

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Kommentare: 10

  • #1

    JN (Sonntag, 08 April 2012 11:55)

    Solche Leute sollen im Jahr 2012 keinen Fussball mehr spielen!

  • #2

    Traurig, traurig (Sonntag, 08 April 2012 13:07)

    Das nennt man doch mal Integration,
    jetzt gehen die Landsleute schon untereinander auf sich los,
    weil der Schiedsrichter wohl nicht "mitgespielt hat" ;-)

    Was ich aber bei Leibe nicht verstehe ist,
    das bei solchen Spielen ein Landsmann eingesetzt wird!?!

    Ich bin mal gespannt, ob Wacker die Punkte bekommt,
    die Spruchkammer wird sich schon was einfallen lassen,
    das kann doch mal passieren, also wiederholen wir das Spiel mal ;-)

  • #3

    Günther Grass (Sonntag, 08 April 2012 13:19)

    Ein Tritt in den Hintern des Schiri soll ja das Spiel beleben.

  • #4

    C-Liga (Sonntag, 08 April 2012 14:29)

    Der Hardy ist ja die Ruhe in Person (wie eigentlich ganz wacker III), der wird nichts gemacht haben und Beleidigungen und Drohungen sind in seinem Wortschatz nicht vorhanden.

  • #5

    Leidtragender (Sonntag, 08 April 2012 18:56)

    Traurig, traurig. Diese Leute gehören nicht auf den Fußballplatz sondern zum Kampfsport. Da gibt es nur 2 Probleme zum einen treffen sie dort auf Leute denen sie nicht gewachsen sind zum anderen steht beim Kampfsport Selbstdisziplin an erster Stelle. Also wo kann ich sonst noch meine Neigungen ausleben. Na klar beim Fußball. Stellt sich nur noch die Frage welchem Verein trete ich bei, welcher Verein toleriert solche Leute. Wieder ein Volltreffer sehr schnell fällt dem Betrachter GSK Gladbeck ein, warum nur? Herzlichen Glückwunsch, ganz Gladbeck kann stolz sein auf diesen kulturellen Vorzeigeklub.

  • #6

    x (Sonntag, 08 April 2012 19:07)

    Einfach mal lebenslang sperren!!!

  • #7

    Spieler (Sonntag, 08 April 2012 22:31)

    Traurig traurig, zumal GSK diese Saison schon den 2. Abbruch verursacht hat. Hinspiel in Erle ja ebenfalls. Hoffe, dass das harte Strafen nach sich zieht, am besten den ganzen Verein aus dem Verkehr ziehen, dann kann TSB wenigstens nächstes Jahr wieder ne Truppe melden^^

  • #8

    Wöller (Montag, 09 April 2012 03:17)

    Ach das ist echt ein Witz gegen uns war es genau das gleiche !!!! Man kann einfach nur eins zu diesem Verein sagen ASOZIAL !!!!

  • #9

    Erler (Dienstag, 10 April 2012 08:48)

    Die Verhandlung vom ersten Spielabbruch steht für Ende April an, Konsequenzen vom Kreis gibt es aber trotzdem wieder nicht, dass steht doch jetzt schon leider fest...

  • #10

    Wacker Spieler (Mittwoch, 11 April 2012 09:41)

    Jeder andere Schiri hätte sich wahrscheinlich in die Hose geschissen und die ganzen Aktionen durchgehen lassen. Find ich schon in ordnung das da ein Schiri gepfiffen hat der sich durchgesetzt hat.

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