Der erste Dreier in der Niederrheinliga ist erreicht für die RSV-Frauen - und das nicht unverdient. "Es war heute in der Kabine eine aufgelockerte Stimmung, die in den vergangenen Wochen
etwas fehlte", meinte Nadine Johanning, "aber etwas zu locker, was sich im Nachhinein herausstellen sollten, denn wir waren im ersten Durchgang doch etwas sehr weit weg von unseren Gegenspielern,
so war es ein abwechslungsreiches Spiel." In der 9. Minute eroberte Jessi Dworczak sich dann auf der linken Seite den Ball und sah die pfeilschnelle Lollo Caltagirone und schlug den Ball
nach vorne.
Lollo kam der herauseilenden Torhüterin zuvor und lupfte den Ball über sie hinweg und es stand 1:0 Die Führung gab etwas mehr Sicherheit, aber die entscheidende Situation ereignete sich nach
einer Ecke von links, denn da war nach einem tollen Kopfball Kathrin Schröer zu stellen und hielt "ihren" 100 Prozenter - da merkte man es allen an, der sichere Rückhalt ist wieder da. Das 2:0
war dann mehr als schmeichelhaft, da der Schiedsrichter in der 20. Minute einen durch Lollo herausgeholten Elfmeter gab. Das 2:0 vom Punkt erzielte Nathalie Dyrschka dann wieder ganz
lässig. Zur Spielerin des Spiels avancierte dann in der 33. Minute mit ihrem zweiten Tor Lollo Caltagirone, die den Ball im Tempo an der Torhüterin vorbei spielte und dann den Ball mit
etwas Glück zwischen Pfosten und Gegenspielerin im Tor unterbrachte, den Pass spielte die wiedergenesene Jule Buhren.
Zufrieden: Paddy Salamon.
"Wir konnten nicht ganz zu frieden sein, da wir in Halbzeit eins immer zu weit weg waren, aber die Umsetzung nach vorne war dagegen bemerkenswert. Insbesondere die gute Torausbeute", so Coach
Paddy Salamon.
In Halbzeit zwei waren die RSV-Damen etwas enger an den Gegnerinnen. Die Klosterhardterinnen verwalteten so über 45 Minuten die 3:0 Führung und hatten entweder mit Kathrin eine bärenstarke
Torhüterin oder die Mannschaft aus Düsseldorf scheiterte an ihrer Abschluss-Schwäche selber. Einige Konter konnten noch gesetzt werden, die aber auch nicht mehr ihr Ziel im Gästetor fanden. "So
kann man ruhig sagen, das der Sieg in Ordnung geht, aber vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen ist. So stand am Ende die Null und man durfte ein erfolgreiches Wochenende an der Harkortstrasse
erleben", so Salamon. Aber man merkte den RSV-Kickerinnen an, wenn man als Team alles gibt, dann fährt man auch in der Niederrheinliga seine Siege ein. So konnte das erste Saisonziel, einen Sieg
in dieser Liga bei dem leckeren Siegeressen im Vereinsheim weiter bejubeln. Neben Kathrin und Lollo war es Jessi, die eine riesen Partie im linken Mittelfeld ablieferte, "ich hatte das Gefühl,
dass sie und ihre Gegenspielerin gut und gerne je 10 Kilometer auf´m Platz ablieferten und sich nicht viel dabei schenkten", so ein zufriedener Coach. Der aber, so wie sein Trainerteam, mit der
gesamten Mannschaftsleistung mehr als zufrieden sein konnte.
Am Samstagabend begann schon die Vorbereitung auf das Derby, da Steffi kurzfristig beruflich absagen musste, so wurde Melle Kuffert aktiviert um Sonntag den Kasten für die Reserve zu hüten. So
konnten die RSVer das maximale Kontingent von 14 Spielerinnen stellen. Das Derby sollte halten, was es im Vorhinein auch versprochen hat, Leidenschaft, Emotionen, Zweikämpfe und nicht zu
vergessen ein ansehnliches Fußballspiel. Die ersten Minuten gehörten dem RSV, man schnürte die Arminia in die eigene Hälfte, nur das 1:0 wollte und sollte nicht für die Heimmannschaft fallen. In
der 13. Minute verloren die Klosterhardter die Kugel in der Vorwärtsbewegung und ließen dabei die Stürmerin von Arminia alleine stehen, ein langer Ball und die Nr. 7 lief alleine auf Melle zu und
schob den Ball ins Tor. Dieses Tor machte aber die Mannschaft von Jörg Onischke nicht nervös, sondern spornte die "Mädels" richtig an. Steffi Bretschneider war es dann nach einem tollen Solo und
dem plazierten Schuss vorbehalten das 1:1 zu erzielen. Danach hatte man einige gute Möglichkeiten, die aber nicht genutzt worden. Melle hatte in Halbzeit eins nicht mehr viel zu halten. Die
Abwehr um Anne Brede stand sicherer. In Halbzeit zwei waren es zunächst wieder die Gastgeber, die mehr vom Spiel hatten, konnten es aber leider nicht in Tore ummünzen. So wurde Arminia in den
letzten 25 Minuten immer besser und setzte die Abwehr immer mehr unter Druck. Aber die Schüsse auf Seiten der Arminen fand nicht den Weg ins Tor. So blieb es bei einer gerechten Pukteteillung und
die Kreisligasaison bleibt weiterhin spannend. "Wir haben heute auf jeden Fall einen Punkt gewonnen", gab Jörg Onischke nach dem Spiel zu Protokoll. Wenn man in diesem Derby nicht vergessen darf
ist Andrea Harder, die mit 46 Jahren eine Zweikampfbilanz von gut 80 Prozent hat und immer wieder das Spiel nach vorne angekurbelt hat. Da kann man nur sagen: Hut ab! Mit Steffi Bretschneider
stand die Spielerin des Tages auf Seiten des RSV, die aus einer sehr guten Mannschaftsleistung noch ein wenig heraus gestochen ist. Trotz einer etwas härteren Gangart von beiden Mannschaften war
es immer ein faires Spiel. So muss ein Derby aussehen. Nach dem Spiel konnte man sich in die Augen schauen und sich die Hände reichen. Da die "Zwote" nun drei spielfreie Wochen hat, können einige
verletzte Spielerinnen langsam wieder ans Team heran geführt werden um so im November wieder auf´m Platz zu stehen. Wenn es mit einem Testspiel im Oktober noch klappt, hat die Truppe um Maren
Pörschke da auch nichts dagegen.
Texte: Paddy Salamon / RSV-Frauen
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