Sa

24

Nov

2012

Der "Alte" muss et mit'm Kopp machen

Das nennt man wohl Arbeitssieg. Und wer könnte da besser voran gehen als der Malocher Nummer eins, Mike Terranova. Und dieser erlöste die Kunkel-Elf auch mit einem lehrbuchreifen Kopfball in der 75. Minute. Nach Flanke von Sebastian Mützel, der auch per Freistoß die 1:0-Führung erzielt hatte, stieg Terra hoch und nickte in die lange Ecke ein.

Von Michael Ketzer

Sebastian Mützel (l.) im Zweikampf mit Daniel Jamman (r.)

Im Vergleich zum schwachen Auftritt bei den Sportfreunden Lotte hatte Peter Kunkel gleich auf sechs Positionen umgestellt. Benjamin Sturm rückte für Dominik Borutzki in die Elf, zudem begannen Tyler, Caspari, Terranova, Loheider und Watahiki. Dafür mussten Grumann, Schneider, Sindi, Lekesiz und Asaeda weichen.
Die erste nennenswerte Aktion im Spiel gehörte Torjäger „Mütze“ Mützel, dessen Abschluss nach Flanke von Hötte jedoch zu harmlos für Gästekeeper Lomb war (3.). Nach zehn Minuten kamen auch die Leverkusener das erste Mal gefährlich vor das Tor von Thorben Krol, doch der aufmerksame Tobias Hötte konnte den Ball aus der Gefahrenzone köpfen. Auch der erste Bayer-Freistoß (12.) aus fast vierzig Metern konnte von der RWO-Abwehr in Person von Jörn Nowak geklärt werden. Danach passierte eine Weile nichts Nennenswertes, bis sich Loheider bei einem Konter ein Herz nahm, sein Versuch aber zur Ecke geblockt wurde. Der Nachschuss von Tyler nach der Ecke landete in den Armen von Keeper Lomb.

Rannte und rannte und rannte: Mike Terranova (l.) Rechts: Erik Zenga.

In der Folge erhöhten die Kleeblätter etwas die Schlagzahl, blieben aber zu ungefährlich im Abschluss. Erst als der Dienstälteste und „Fußballgott“ Terranova Rechtsverteidiger Caspari wunderbar frei spielte und dieser im Strafraum fiel, hatten die Rot-Weißen ein wenig Pech, dass der Schiedsrichter nicht auf Strafstoß entschied. Nach einer guten halben Stunde mussten dann alle Heimfans kurze Zeit die Luft anhalten, als Tobias Steffen, Bayers Bester bis dahin, aus 25 Metern einen Freistoß üb er die Mauer zirkelte und Thorben Krol zu einer Glanztat zwang. Danach ging es hin und her, doch der Kopfballablage von Caspari auf Terra, nach Seitenwechsel von Loheider, geriet etwas zu kurz, so dass die aufmerksame Abwehr der Werkself klären konnte.  In der 38. Minute war es dann eine Standardsituation, die den Führungstreffer für RWO brachte. Sebastian Mützel legte sich den Ball kurz vor der Außenlinie hin und zog ihn direkt auf die lange Ecke, wo er hinter dem Gästetorwart einschlug. Leider war die Freude nur von kurzer Dauer, denn noch vor der Pause konnte Bayer nach einer Ecke den Ausgleich erzielen (43.), als Christoph Siefkes frei zum 1:1 einnetzte. Fast wär es danach noch dicker für die Kleeblätter gekommen, doch Youngster Krol im Tor konnte den ansatzlosen Schuss von Steffen aus gut 20 Metern aus dem Giebel kratzen. Mit dem Unentschieden ging es also in die Halbzeitpause.

Niklas Lomb kann dem Ball nur hinterhersehen, er geht rein.

Nach dem Pausentee starteten die Kleeblätter nach zwei Minuten den nächsten Versuch Richtung Leverkusener Strafraum. Die Flanke von Caspari wurde von Lomb zum heranstürmenden Tyler abgewehrt, der den Ball aber nicht richtig traf. Sebastian Mützel reagierte trotzdem am schnellsten und prüfte den Keeper mit einem satten Linksschuss, den der Schlussmann jedoch glänzend parieren konnte. Das hätte das 2:1 für RWO sein können. Als die Leverkusener auch wieder versuchten, sich mehr an dem Spiel zu beteiligen, ergaben sich ab der 50. Minute Konterchancen für RWO, die aber entweder nicht konsequent zu Ende gespielt wurden (52.) oder von Lomb entschärft werden konnten (55.), wie beim Schuss von Mützel mit dem schwachen Rechten aus der Drehung. Nach knapp einer Stunde tauchte plötzlich Bayer-Stürmer Al Ghaddioui alleine vor dem Oberhausener Sechszehner auf, zielte aber zum Glück etwas zu ungenau am Tor vorbei. In der 64. Minute versuchte es Pascale Talarski aus der Distanz, sein Schuss streifte jedoch über die Latte. Nur drei Minuten später war es dann wieder Talarski, der wunderbar auf Mützel durchsteckte, dieser wurde jedoch wegen einer vermeidlichen Abseitsposition vom Unparteiischen-Gespann zurück gepfiffen. Eine Viertelstunde vor Ende kam dann der Auftritt von Terra, der einen gelungenen Spielzug mit dem Kopfball ins lange Eck abschloss. Danach wurde es im Strafraum der Kunkel-Elf nur noch einmal gefährlich, als nach einer Ecke der Ball im Tor zappelte, der Linienrichter aber zuvor mehrere Spieler im Abseits gesehen hatte. Somit war der wichtige Heimdreier unter Dach und Fach und die RWO-Fans konnten sich schon einmal für die nächste Heimpartie am kommenden Dienstag gegen Siegen einsingen.

Fabrice Vollborn (l.) teilte dem Schiedsrichtergespann seine Meinung über die Leistung derer deutlich mit.

Stimmen
Peter Kunkel (Trainer RWO):
„Wir sind schwer ins Spiel gekommen und haben auch etwas zu tief gestanden. Auch das Tor hat uns keine richtige Sicherheit gegeben. Nach dem unnötigen Gegentor war die Unsicherheit noch größer und wir konnten sie erst Mitte der zweiten Hälfte langsam ablegen. Die Führung hat uns dann natürlich sehr in die Karten gespielt. Heute zählt nur der Sieg und mit der Einstellung war ich auch absolut zufrieden.“

Ralf Minge (Trainer Bayer Leverkusen II):
„Ich kann mit der Leistung meiner Truppe durchaus zufrieden sein, mit dem Ergebnis natürlich nicht. Im Angriff fehlte unseren jungen Spielern heute einfach die Erfahrung und die Effektivität.“

Christoph Caspari (Spieler RWO):
„Es war natürlich kein leichtes Spiel, wir sind auch nicht richtig gut rein gekommen. Wir mussten uns zur Recht in der Woche auch einiges anhören und mussten eine Reaktion zeigen. Spielerisch ist mit Sicherheit noch Luft nach oben, aber wir haben uns den Sieg erarbeitet. Das waren ganz wichtige Punkte.“

Mike  Terranova (Spieler RWO):
„Wir mussten über den Kampf in das Spiel kommen. Dann erzwingt man auch das Glück. Nach so einer Superflanke von Mütze kann sogar ich Kopfballtore erzielen.“

Aufstellungen:
RWO: Krol, Hötte, Sturm (78. Borutzki), Nowak, Caspari, Tyler, Watahiki, Mützel, Terranova, Talarski (74. Grumann), Loheider (71. Sindi)

Bayer: Lomb, Riedel, Perrey, Zenga (21. Marzullo), Steffen (57. Paqarada), Dürholtz, Hombach, Mentizis, Jamann, Al Ghaddioui, Siefkes

Schiedsrichter/Assistenten: Benjamin Bläser – Michael Bernhardt, Sascha Weirich
Tore: 1:0 Mützel (38.), 1:1 Siefkes (43.), 2:1 Terranova (75.)
Karten: Borutzki (Gelb, 78.), Paqarada (Gelb, 83.)
Zuschauer: 1652

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Kommentare: 1

  • #1

    Paule (Samstag, 24 November 2012 11:50)

    Das war ein heftiger Krampf. Aber am Ende zehlen die 3 punkte

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