Heinz Wechtenbruch (Schiedsrichter)

Im Juni des Jahres 2011 traf die Auf'm Platz-Redaktion einen ganz besonderen "Typen". Sein Name ist Heinz Wechtenbruch und gehört seit 48 Jahren zur Schiedsrichterzunft. Das Jubiläum ist in Sichweite und noch immer verschwendet der Unparteiische keinen Gedanken ans Aufhören. 

Von David Wirsch

48 Jahre Spielleiter

Der 80-jährige Schiedsrichter, der am 20.04.1931 geboren wurde, legt im Gespräch mit der Auf'm Platz Redaktion seinen Werdegang als Spieler und Schiedsrichter dar. Ab 1946 war Heinz Wechtenbruch Spieler in der B- und A-Jugend von SV Vorwärts 08 Bottrop, ehe er ab 1949 in den Seniorenbereich wechselte. Von 1951 bis 1955 streifte er sich das Trikot des VfR Bottrop Ebel über, ehe es ihn ab 1955 wieder zum Verein an der Passstraße zog.

1963 schloss er sich der Schiedsrichterzunft an und ist dieser bis heute angehörig. Zehn Jahre war er Spielleiter in der Landesliga inklusive vier Jahren, in denen er als Linienrichter in der damaligen Regionalliga agierte. Aber auch außerhalb des Schiedsrichterwesens engagierte sich der 80-Jährige: Nach dem Tod von Theo Niewech war er von 1982 bis 1989 Geschäftsführer beim SV Vorwärts 08, seinem Verein eben.

Auf'm Platz Redakteur David Wirsch (l.), Heinz Wechtenbruch und Bernhard Althoff

Auf die Frage, warum er in so einem hohen Alter noch so fit wirkt, antwortet er schlicht: "Ich habe nie geraucht." Trotz der 80 Jahre "fahren wir (Wechtenbruch und seine Frau, die Red.) immer noch Ski in Österreich" und er verweist darauf, dass im kommendem Januar die nächste Ski-Tour bereits ansteht.

 

Bezüglich eines möglichen Karriereendes als Schiedsrichter hielt sich Wechtenbruch zurück und wich der Frage geschickt aus: "Da muss man den Bernhard fragen." Gemeint ist Bernhard Althoff vom Schiedsrichterverband des Kreises 10 Bottrop/Oberhausen. "Wenn er von sich aus sagt, dass er kein Spiel mehr pfeifen will, dann ist dem so. Wir werden ihm sicherlich nicht das Ende der Karriere vorschreiben", so Althoff bezüglich eines möglichen Ende des Schiedsrichter-Daseins. "Er pfeift schon gerne. Aber er weiß auch, dass er nicht mehr so viele Spiele pfeifen kann", stellt Althoff fest, dass Wechtenbruch derzeit meist mit einem Spiel pro Monat in der Frauen-Kreisliga beauftragt wird.

 

"Ich habe auch einige Jahre in der Hobbyliga ausgeholfen, aber die Art und Weise, wie es dort zugeht, hat mir nicht gefallen", verbindet Wechtenbruch mit Spielen in den Kreisligen unter seiner Leitung bessere Erinnerungen. "Er schafft es einem Spiel hinterherzukommen, aber die Auffassungsaufgabe lässt im Alter nach, das weiß jeder", so Althoff und fügt an: "Dennoch werden wir immer wieder auf ihn zurückgreifen, bis er von sich aus sagt, dass er nicht mehr will."

 

Rückblickend betrachtet gab es "immer Höhen und Tiefen" in der Karriere von Wechtenbruch und er fügt an: "Trotz 40 Jahre unter Tage, pfeife ich gerne und das soll noch so bleiben."  

 

Auf'm Platz bedankt sich bei Heinz Wechtenbruch für das Gespräch und wünscht ihm und seiner Frau weiterhin alles Gute und vor allem Gesundheit.