Jürgen Döblitz (SSV Bottrop 1951)
Ohne den heutigen Jugendleiter Jürgen Döblitz kann sich den SSV 51 wohl keiner mehr vorstellen. Döblitz feiert im kommenden April seinen 50. Geburtstag und zugleich ist er in diesem Jahr bereits 35 Jahre für den SSV Bottrop tätig. Der Welheimer ist seinem Verein immer treugeblieben und seit mehr als 30 Jahren in der Vorstandsarbeit des Vereins sehr engagiert. Besonders in der Jugendabteilung der Welheimer kann man sich ihn heute nicht mehr wegdenken. Grund genug für Auf'm Platz sich Döblitz an den Schreibblock zu holen.
Von Peter Piotrowski
Fußballverrückt, Fußballfanatisch, Jürgen Döblitz – die gute Seele der 51-er. Bereits mit 15 Jahren begann Döblitz mit der Jugendarbeit beim SSV Bottrop, damals hat er als Jugendtrainer der damaligen E-Jugend angefangen. Zudem schnürte er selbst die Schuhe beim SSV und ist heut noch bei Spielen der Alt-Herrenabteilung dabei. An zahlreichen Turnieren hat er als aktiver Spieler und Trainer teilgenommen und auch vor dem Ausland machte er nicht Halt. „Wir hatten viele Turniere, ich kann mich noch genau an die alten Zeiten erinnern, auch Holland und andere Länder haben wir unsicher gemacht“, so der heutige Jugendleiter des SSV. Von Bambini bis A-Jugend stand Döblitz bei allen Altersklassen schon als Chef an der Seitenlinie - und auch Erfahrungen im Seniorenbereich sammelte er. Natürlich hat der Jugendleiter sämtliche Lehrgänge hinter sich gelassen und ist stolzer Besitzer einer C-Lizenz. Wenn beim SSV Not am Mann ist, ist Döblitz immer zur Stelle. Egal, ob als Obmann oder Interimstrainer: Jürgen Döblitz hat schon alles erlebt. Doch komplett in den Seniorenbereich möchte Döblitz nicht. „Vielleicht mal eine Seniorenmannschaft trainieren, aber in den Hauptvorstand möchte ich nicht, mit den Kindern und Jugendlichen macht die Arbeit viel mehr Spaß.“
Das bemerkenswerte ist die jahrelange Treue, denn viele suchen nach neuen Herausforderungen und anderen Vereinen, nicht jedoch Jürgen Döblitz; „Für mich ist der Verein eine reine Herzensangelegenheit, ich hatte nie einen Grund den Verein zu verlassen, ich habe mich hier immer wohlgefühlt und fühle mich auch jetzt wohl!“ Und das ist auch nicht zu übersehen, in der Welheimer Mark gibt es keinen der den hauptberuflichen Postbeamten nicht kennt, sein Auto ist wohl das beliebteste in dem Stadtteil und egal an welchem Wochentag, man trifft den emsigen Jugendleiter immer am Sportplatz an.
In den letzten 35 Jahren hat er Höhen und Tiefen mit dem SSV erlebt und das hat ihn noch mehr an den Verein geschweißt. Er hat immer und tut heute noch alles, um den Spielbetrieb und die Jugendabteilung bei seinem Verein aufrecht zu erhalten. Und auch jetzt in Zeiten, wo es schwierig ist für kleine Vereine, wie den SSV, neuen Jugendliche an den Verein zu binden, leistet der Jugendleiter und C-Jugendtrainer stets Überzeugungsarbeit: „Ich bin immer auf Sponsorensuche, durch Sponsoren möchte ich den Jugendlichen soviel bieten, wie es nur möglich ist!“
Neben dem Sportplatz ist Döblitz Postbeamter und stolzes Familienoberhaupt. Er ist Vater von drei Kindern und lebt mit seiner Ehefrau Bettina zusammen. Wenn er nicht gerade am Sportplatz ist, kümmert er sich um seine Familie und den Familienhund. Doch Verein und Familie unter einen Hut zu bekommen, war nicht immer ganz leicht für den engagierten Jugendleiter, der zum jetzigen Zeitpunkt auch C-Jugendtrainer ist. „Es war nicht immer einfach alles unter einen Hut zu bekommen, ich habe viel Zeit zu Hause verpasst, doch dadurch, dass meine Kinder jetzt schon Groß sind und meine Frau ebenfalls mithilft im Verein, ist es leichter alles zu bewältigen.“ Ans Aufhören denkt Döblitz noch nicht: „Solange es geht, werde ich für den SSV tätig sein, die Arbeit mit den Jugendlichen und Kinder bindet mich an den Verein und macht mir sehr viel Spaß.“ Und auch die Jugendlichen arbeiten gerne mit Döblitz zusammen und hoffen, dass er dem Verein noch lange erhalten bleibt.
Auf'm Platz bedankt sich bei Jürgen Döblitz für das Gespräch und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft!





