Punkt gegen Dingden: Adler Osterfeld leistet Oberhausener Bezirksligisten Schützenhilfe

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Adler Osterfeld holte gegen den Tabellenvierten BW Dingden einen Punkt und half damit den Aufstiegsaspiranten SC 20 Oberhausen und SF Königshardt, die am Sonntag spielen. Der VfB Bottrop schoss am Freitagabend das abgeschlagene Tabellenschlusslicht SC Buschhausen ab.

Bezirksliga

Adler Osterfeld - BW Dingden 3:3 (1:3)
Erst stand es 0:1, dann sogar 1:3 - zweimal musste Adler Osterfeld am Freitagabend einem Rückstand hinterher laufen. Die Osterfelder, die sechs Stammspieler ersetzen mussten und für die die Saison gelaufen ist, gaben nicht auf und kamen zweimal wieder zurück. So erkämpften sie sich ein 3:3-Unentschieden gegen die ambitionierten Gäste von BW Dingden. Zeitgleich leistetet Adler damit zwei Oberhausener Bezirksligisten Schützenhilfe. Der SC 20 Oberhausen und die SF Königshardt kämpfen mit Dingden um den zweiten Platz und können am Sonntag vom Punktverlust profitieren. Adler Osterfeld selbst bleibt Tabellensechster.

"Es war ein hochverdienter Punkt", resümierte Adlers Trainer Udo Hauner. "Es gab Phasen, wo wir in Führung gehen müssen. Dann war Dingden etwas besser. Das Unentschieden geht voll in Ordnung." Die Gäste machten schon in der sechsten Minute das 0:1. Adler Osterfeld antwortete rund 20 Minuten später: Tobias Hauner steckte auf Enes Türk durch und der Youngster schob eiskalt zum 1:1 ein. Dann waren die Gastgeber die bessere Mannschaft, hatten mehr Spielanteile und die zwingenderen Torchancen. Doch stattdessen schlug Dingden zu: Die Gäste trafen in der 34. und 43. Minute und es ging mit einem 1:3-Rückstand für die Osterfelder in die Pause. "Wir hatten in der Phase genug Chancen, um selbst in Führung zu gehen und dann macht Dingden zwei Dinger", ärgerte sich Hauner. "Die Reaktion in der zweiten Halbzeit war dann aber stark." Der Anschlusstreffer fiel nach einer Stunde. Manuel Werner schickte Tobias Hauner und der Angreifer machte das 2:3. Acht Minuten später gelang den Osterfeldern dann auch das 3:3, als Abdel Boukdir einen Nachschuss verwandelte. Beide Mannschaften hatten im Anschluss noch einige Torchancen, es blieb aber beim leistungsgerechten Unentschieden. "Es war ein richtig starkes Bezirksligaspiel, weil beide Mannschaften mit offenem Visier gespielt haben und wir einen tollen Charakter gezeigt haben", sagte Osterfelds Trainer Hauner. "Es war eine starke Teamleistung und gerade die jungen Leute waren gut drauf. Man merkt Enes Türk, Chris Pieritz und Leo Ewemen an, dass sie Spielpraxis bekommen. Das sah richtig gut aus."
Tore: 0:1 (6.), 1:1 Enes Türk (25.), 1:2/1:3 (34./43.), 2:3 Tobias Hauner (60.), 3:3 Abdel Boukdir (68.)
[von Steffen Ludwig]


VfB Bottrop - SC Buschhausen 7:1 (2:1)
Der VfB Bottrop konnte am Abend ein Schützenfest feiern. Gegen den akut abstiegsgefährdeten SC Buschhausen avancierte die zweite Halbzeit zur Kür, am Ende hieß es 7:1. Bereits in Minute fünf gelang den Gastgebern die frühe Führung, Marcel Dibowski zirkelte einen exzellenten Flugball in den Lauf von Emrullah Bayhoca, der ihn mit der Brust an-, mit links mitnahm und per Rechtsschusshammer aus 15 Metern in den Winkel zimmerte. Insgesamt bauten die Bottroper einen enormen Druck auf, kurze Zeit später ereignete sich eine Dreifachchance, als Wagener gleich zweifach scheiterte und in letzter Instanz Dibowskis Nachschuss zu zentral auf das Gehäuse flog, als dass er für Justin Neumann ein ernstzunehmendes Problem darstellen würde (11.). Nach einer Viertelstunde glichen die Gäste mit der ersten Chance aus, nach einem Ballverlust des VfB brauchte es drei schnelle Pässe, ehe Timo Hendel aus vier Metern einschob. Die Schwarz-Weißen jedoch behielten das Heft in der Hand, kontrollierten das Geschehen und kamen über Müller und Bayhoca zu Distanzmöglichkeiten. Der Ball lief gut durch Bottrops Reihen, wirklich zwingend wurde es dann noch vor der Pause. Nico Andreadakis setzte eine Wagener-Flanke an den Pfosten, bevor in der Nachspielzeit die gleiche Spielerkombination zum Erfolg führte. Wagener tankte sich nach Doppelpass mit Andreadakis durch und spitzelte mit der Picke ins lange Eck – 2:1.

Buschhausen setzte verstärkt aufs Konterspiel, häufig scheiterte es im letzten Drittel und auch die Umstellung auf 4-1-4-1 trug keine Früchte. Die Bottroper lösten nach dem Seitenwechsel endgültig die Handbremse, Müller und Wagener begannen mit Distanzschüssen (57.). Nach einer Stunde brachte Bayhoca den VfB dann auf die komfortable Siegerstraße, ein feiner Diagonalball setzte ihn in Szene und nachdem Neumann den ersten Versuch noch parierte, stocherte er im Nachsetzen ins Netz. Nun ging es Schlag auf Schlag: Wageners Versuch wehrte Neumann glänzend ab, gegen Bayhocas 4:1, dem ein Eckstoß von rechts vorausging, war er dann machtlos. Weitere Möglichkeiten durch Alhakim und Bayhoca verliefen im Sand, Julian Mali zeigte sich auf der anderen Seite für die 1912er gefährlich per Kopf, doch auch VfB-Keeper Rinski beherrscht sein Handwerk. 76.Minute, Dibowski trat an und schüttelte seinen Gegenspieler ab, legte uneigennützig quer, sodass der eingewechselte Pierre Weyerhorst leichtes Spiel hatte und auf 5:1 stellte. Ein paar Minuten mussten die Gäste noch überstehen, doch sie zerfielen in ihre Einzelteile, erneut kamen die Bottroper hinter die Abwehrkette, Weyerhorst legte dieses Mal für Bayhoca auf, der aus sechs Metern problemlos sein viertes Tor in dieser Partie erzielte (83.). Der Schlussakkord dieser qualitativ guten wenn auch am Ende einseitigen Bezirksligapartie gehörte Marcel Dibowski, der nach einem Ballgewinn am Oberhausener Strafraum trocken zum 7:1-Endstand vollendete. SC-Trainer Dennis Zimmert war nach dem Spiel enttäuscht. "Wir haben verdient heute verloren, die Anfangsphase völlig verschlafen, dann ins Spiel etwas gekommen und auch direkt die erste Chance genutzt. Leider haben wir in der Nachspielzeit das 2:1 bekommen, sodass man wieder mit Rückstand in die Kabine geht. Ich habe den Jungs gesagt, sie sollen die Köpfe nicht hängen lassen, doch nach dem Doppelschlag haben wir dann wie ein Absteiger gespielt – ohne taktische Disziplin." Bottrops Übungsleiter Mevlüt Ata hingegen war voll des Lobes: "Das war eine reife Leistung heute von uns, die Jungs haben das sehr konzentriert und geduldig gemacht, einige Chancen rausgespielt und endlich auch mal wieder mehrere genutzt. Buschhausen stand tief und hat es uns nicht immer leicht gemacht, aber ich bin froh, dass wir die richtigen Lösungen gefunden haben."
Tore: 1:0/3:1/4:1/6:1 Emrullah Bayhoca (5./59./61./83.) 1:1 Timo Hendel (15.) 2:1 Wagener (45+1.) 5:1 Pierre Weyerhorst (76.) 7:1 Marcel Dibowski (88.)
[von Tristan Berghoff]


SC 20 Oberhausen (2.) - BW Oberhausen (10.)
Vorbericht folgt!
Anstoß: 15 Uhr
[von Andreas Temming]


SF Königshardt (3.) - Sterkrade 06/07 (5.)
Derby und Spitzenspiel am Pfälzer Graben! Der Tabellendritte SF Königshardt empfängt den Fünften Sterkrade 06/07. Die Gastgeber schielen noch auf den zweiten Platz und damit auf die Aufstiegsrelegation. Der SC 20 Oberhausen ist aktuell nämlich nur einen Punkt entfernt. Dagegen stehen die Sterkrader im Niemandsland, neun Punkte hinter den Sportfreunden. Während die Gäste nach zwei überzeugenden Siegen gegen den Hamminkelner SV (3:1) und BW Oberhausen (3:0) zuletzt gegen Tabellenführer TuB Bocholt (2:3) einen Dämpfer bekamen, hat Königshardt seine letzten fünf Spiele alle gewonnen. "Natürlich ist das ein richtungsweisendes Spiel", stellt Königshardts Trainer Rene Landers klar. "Die letzten sieben Spiele sind richtungsweisend. Ein Ausrutscher und dann ist es fast schon vorbei."

"Es wird ein sehr schweres Spiel", meint Sterkrades Trainer Christian Dahlbeck. "Königshardt hat eine gute Mischung aus jungen und alten Spielern. Sie haben echt schnelle Leute vorne und gehen permanent drauf. In Haldern haben sie bewiesen, dass sie über die gesamten 90 Minuten brandgefährlich sind." Gegen das Kellerkind lag der Tabellendritte nämlich lange mit 3:4 zurück. Durch zwei späte Treffer drehte und gewannen die SF Königshardt das Spiel noch. Aber auch Landers zollt dem Gegner seinen Respekt: "Sterkrade hat die Stärken vorne drin. Damian Vergara Schlootz ist schon eine Hausnummer. Und sie haben ein starkes und erfahrenes Mittelfeld." Außerdem: "Sterkrade ist die einzige Mannschaft, die in dieser Saison zweimal gegen uns gewonnen hat. Auf ein drittes Mal kann ich gerne verzichten", sagt Landers. Die beiden Oberhausener treffen in dieser Saison bereits zum dritten Mal aufeinander. Bisher setzte sich Sterkrade zweimal durch, gewann im Pokal erst im Elfmeterschießen und besiegte die Sportfreunde in der Liga mit 3:2. "Königshardt war in beiden Spielen besser, aber wir waren jeweils der glückliche Sieger", erzählt Dahlbeck. "Es wird ein harter Brocken und wir müssen sicher alles abrufen. Trotzdem wollen wir den dritten Sieg." Während die Sportfreunde alle Spieler dabei haben, gibt es bei den Gästen einen Austausch. Artur Stankewizius kommt nach abgesessener Sperre zurück, Florian Schartenberg muss nach seiner Gelb-Roten Karte pausieren. Dahlbeck: "Das ist wie auf dem Bahnhof: ein freudiges Kommen und Gehen."
Anstoß: 15.15 Uhr
[von Steffen Ludwig]


SV Fortuna Bottrop (8.) - SC Bocholt (9.)
"Wir sind durch", sagt Marco Hoffmann, Trainer des SV Fortuna Bottrop. Seine Mannschaft spielt eine erfolgreiche Rückrunde (10 Spiele, 7 Siege, 3 Unentschieden, 0 Niederlagen) und hat nach 27 Spielen schon 40 Punkte auf dem Konto, 15 Punkte mehr als der 1. FC Bocholt II auf dem Relegationsplatz. "Aufgrund unserer starken Serie haben wir uns wortwörtlich rauskatapultiert. Wenn wir in den letzten Spielen so weiter machen, können wir sogar so viele Punkte holen wie noch nie in der Bezirksliga." Der SV Fortuna empfängt am Sonntag den Tabellennachbarn SC Bocholt. Die Gäste stehen mit 37 Punkten aus 26 Spielen einen Platz hinter der Fortuna auf Rang neun.

"Jetzt müssen wir versuchen, dass wir die Stimmung und die Motivation oben halten", meint Hoffmann. Schließlich spiele seine Mannschaft jetzt nur noch um die "goldene Ananas". Hoffmann stellt aber klar: "Wir wollen die Serie nicht einfach abschenken. Es macht aktuell einfach Spaß. Außerdem: Platz sechs und sieben sind noch in Reichweite." Adler Osterfeld (6.) und der VfB Bottrop (7.) haben jeweils 45 Punkte, also fünf mehr als die Fortuna. Allerdings haben beide Mannschaften schon am Freitagabend gespielt. Wenn die Fortuna am Sonntag gewinnt, verkürzt sie den Rückstand auf zwei Zähler. Im Spiel gegen den SC Bocholt wollen die Bottroper aber nicht nur deswegen gewinnen. "Wir haben noch etwas nachzuholen", sagt der Fortuna-Trainer. Seine Mannschaft verlor das Spiel in der Hinrunde mit 3:4. "Das Spiel dauerte gefühlt 100 Minuten und Bocholt macht mit einem späten und fragwürdigen Elfer das Siegtor", erzählt Hoffmann. "Dieses Mal spielen wir zuhause und dieses Mal wollen wir die Nase vorn haben." Sicher verzichten müssen die Bottroper auf die Brüder Dominik und Kevin Wenderdel, Marcel Leidgebel und Cem Sakiz. Topstürmer Emre Kilic wird am Sonntag wohl bei der Reserve aushelfen, die im Topspiel auf Tabellenführer SuS 21 Oberhausen trifft.  
Anstoß: 15.15 Uhr
[von Steffen Ludwig]


Die weiteren Partien in dieser Liga:
SV Haldern - 08/29 Friedrichsfeld
RSV Praest - TuB Bocholt
SV Krechting - 1. FC Bocholt II
Hamminkelner SV - SV Emmerich-Vrasselt

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