Die Sparte Fußball rockte die Halle

Traditionell findet Anfang Januar in Bottrop immer die Hallenstadtmeisterschaft statt. Drei Tage lang kämpfen dann die Bottroper Fußballvereine um den Hallentitel. In diesem Jahr gab es einige Veränderungen. Angefangen bei dem Ausrichter, der Sparte Fußball, die nach der Amtszeit von Lutz Radetzki nun von Uwe Dahl geleitet wird.

Die erste Veranstaltung unter der Leitung von Dahl ist gelungen. Der Übergang von Radetzki auf Dahl verlief reibungslos, lediglich der bekannte Spruch „Hasta la vista, Bottrop Finalista“ den Radetzki traditionell vor dem Finale durch die Lautsprecher verkündete, fehlte. Und auch sonst hielt sich Dahl sehr bedeckt am Mikrofon, stellte stets sein Team in den Vordergrund und hatte damit Erfolg.

Die Sparte Fußball stellte sich nicht nur selbst neu auf, sondern auch die Hallenstadtmeisterschaft. Erstmals wurde neben dem Stadtmeister der Herren auch der Stadtmeister der Frauenmannschaften ausgespielt. „Das war eine Bereicherung für das Turnier“, zog Turnierleiter Michael Schmidt ein positives Fazit. Auch die Zuschauerzahl bestätigte den Eindruck des Turnierleiters. An allen drei Tagen platzten die Ränge der Dieter-Renz-Halle förmlich aus allen Nähten. Neben der Änderung mit den Frauenmannschaften, wurden auch die Regeln in diesem Jahr angepasst. „Damit kamen die Frauen besser klar als die Männer“, verriet Schmidt mit einem Augenzwinkern. Vielleicht war es bei den Männern die Macht der Gewohnheit, dass die Regeln das ein oder andere Mal unklar waren oder aber die Vereine machten Ihre Hausaufgaben nicht und instruierten Ihre Akteure nicht richtig. Sinnvoll waren die Regeln allemal und letztendlich kamen auch alle Beteiligten damit klar.

Fußballerisch überraschten in der Vorrunde die Welheimer Löwen, die sich am Freitagabend vor dem Bezirksligisten FC Bottrop den zweiten Gruppenplatz sicherten und in die Zwischenrunde einzogen. Der FC zitterte sich als bester Gruppendritter letztendlich auch in die Zwischenrunde und erreichte am Ende sogar das Finale. Für die Welheimer hingegen war nach der Zwischenrunde Schluss. In den anderen Vorrundengruppen blieben die Überraschungen aus, die Favoriten setzten sich durch und erreichten die Zwischenrunde, dort war überraschend für den SV Rhenania, einen vermeintlichen Titelfavoriten, Endstation. Der FC Bottrop, VfB Bottrop, VfB Kirchhellen und Dostlukspor Bottrop erreichten die Halbfinals. Am Ende standen sich der Titelverteidiger VfB Bottrop und der FC Bottrop im Finale gegenüber. Der VfB behielt die Nerven und konnte den Titel verteidigen.


Bei den Frauen war bereits in der Vorrunde am Samstag der SV Fortuna Bottrop das Maß aller Dinge. Die Favoritinnen setzen sich auch in den Finalspielen durch und gewannen am Ende verdientermaßen auch das Finale gegen den SV Rhenania Bottrop. Vor allem die Grimaldi-Zwillinge aus den Reihen der Fortunen begeisterten das Publikum mit zahlreichen Toren und gutem Kombinationsfußball.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Änderungen das Turnier neu belebten und gut ankamen. Daran wollen die Verantwortlichen der Sparte auch in den nächsten Jahren anknüpfen. Erfreulicherweise lässt sich zudem sagen, dass alle Spiele sehr fair abliefen und es keine Vorkommnisse gab, wie beispielsweise in Oberhausen. Die Stadtmeisterschaft war eine gelungene Werbung für den Bottroper Amateurfußball.

Autor: Peter Piotrowski