RW Welheimer Löwen: Netzer redet Klartext

Neuer Kunstrasenplatz wurde erstellt. Realisiert wurde der neue Kunstrasenplatz in Kooperation mit Barisspor Bottrop, mit denen man sich die Sport-Anlage seit einigen Jahren teilt.

An diesen einen Tag vor fünf Jahren erinnert sich Thomas Ochojski, den in Bottrop alle nur Netzer nennen, noch sehr gut. „Wir waren hier in Welheim in einer seltsamen und sehr bedrohlichen Situation“, erinnert sich der sportliche Leiter der Rot Weiß Welheimer Löwen. Immer mehr Kinder und Jugendliche verließen den Verein mit dem prägnanten Asche-Geläuf im Schatten der Kokerei, um bei Vereinen mit Rasen- und vor allem Kunstrasenplätzen anzuheuern. „Es hatte bedrohliche Ausmaße angenommen, der Verein drohte zu fallen und am Boden liegen zu bleiben. Und da musste etwas gegen getan werden, denn die Löwen sind ein Ankerpunkt, ein Treffpunkt in unserem Stadtteil, der für soziale Kontakte Sorge trägt“, so Netzer, der mit Burak Akpinar, Petra Hillenbrand, Dirk Hillenbrand sowie Kevin Wachter ein Team motivierter Leute um sich scharte, um dem Niedergang den Kampf anzusagen. Ein Förderverein wurde gegründet, „Gemeinsam für Welheim“ - der Name ist bis heute Programm. „Auf der einen Seite wollten wir damit genug Geld zusammenbekommen, um einen Kunstrasenplatz zu realisieren, zum anderen wollten wir den Bürgerinnen und Bürgern Welheims mit besonderen Aktivitäten und Events etwas Gutes tun und die Gemeinschaft im Stadtteil stärken“, unterstreicht Ochojski. Heute, fünf Jahre nach besagtem Tag, ist die Depression rund um das Tennengelände längt verflogen.

Der neue Kunstrasen liegt wie ein Teppich in der Welheimer Erde, der Verein steht auf einem gesunden Fundament. Und auch dem Zusammenschluss mit den Batenbrocker Ruhrpottkickern hat alle Beteiligten nach vorne gebracht. „Hier wollen wir vor allem stellvertretend für alle Ruhrpottkicker Peter Piotrowski, Sebastian Fries und Dennis Münster hervorheben, es macht Spaß mit den Jungs gemeinsam etwas aufzubauen“, so Netzer. Und auch auf den Gesamtverein RW Welheimer Löwen ist der Sportliche Leiter stolz. „Denn nach dem Weggang von Sascha Bialas und sieben Spielern den Verein in der Spur zu halten, das war nicht selbstverständlich, aber wir haben es gemeinsam geschafft“, so Ochojski. „Allerdings gibt es ein paar unschöne Gerüchte, die im Umlauf sind, und mit denen wir schlussendlich aufräumen wollen“, sagt Netzer.

Realisiert wurde der neue Kunstrasenplatz in Kooperation mit Barisspor Bottrop, mit denen man sich die Sport-Anlage seit einigen Jahren teilt. Insgesamt 150.000 Euro mussten beiden Clubs berappen, damit das neue Grün Einzug hält, macht also 75.000 Euro pro Verein. „Wir sind Barisspor sehr dankbar, dass sie damals in die Bresche mit dem Geld gesprungen sind. Allerdings gibt es Gerüchte, dass wir unseren Anteil nicht begleichen würden. Wir wissen nicht, wer diese Lügen verbreitet, Fakt ist aber, dass wir im stetigen Austausch mit den Barisspor-Verantwortlichen stehen und zwischen uns alles in Ordnung ist“, unterstreicht Netzer. Und der hat noch mehr in petto: „Wir haben einen Sponsor aufgetan, der nicht genannt werden möchte. Somit freuen wir uns sagen zu können, dass wir in wenigen Wochen unseren kompletten Betrag, also die 75.000 Euro, begleichen können und werden. Dann sollten die Gerüchte um uns endlich ein Ende haben“, so Ochojski. Doch auch dann, so verspricht er, werden er und seine Mistreiter der RW Welheimer Löwen sowie des Fördervereins weiterarbeiten, um auch künftig dem Stadtteil Welheim tolle Events bieten wie die Reihe Ramba Zamba bieten zu können.