VfB Bottrop II fügt Sterkrade 06/07 II erste Niederlage zu

Die zweite Mannschaft des VfB Bottrop meldete sich am Sonntagmittag zurück und fügte dem bis dato verlustpunktfreien Tabellenzweiten Sterkrade 06/07 II die erste Saisonniederlage zu. In einem engen Match auf Augenhöhe war der Sieg des VfB am Ende nicht ganz unverdient. Das 2:1 bedeutete den dritten Sieg in Serie.

Sterkrade 06/07 II - VfB Bottrop II 1:2 (0:2)
"Zu aller erst sind wir heilfroh, dieses Spiel gewonnen zu haben. Es war am Ende knapper als es sein musste. Wenn wir das dritte Tor machen, brennt hier gar nichts an. So mussten wir nach der Ampelkarte noch richtig zittern", resümierte Trainer Daniele Lepori, der genau wie Trainerkollege Alex Teichert den Schiedsrichter nicht auf Bottroper Seite sah. "Das war schon extrem heftig, gefühlt war jede knappe Entscheidúng gegen uns. Dabei Dinge wie ein nicht gegebenes Tor, ein fragwürdiger Platzverweis, ein nicht gegebener Elfmeter", haderte auch Teichert. Aber nun von Beginn an. Lepori/Teichert mussten einige namhafte Ausfälle kompensieren. Renneberg, Bakalorz, van Bruck, Hiddemann und Laufhütte standen nicht zur Verfügung. Dafür rückten mit Schürmann, Kiefer, Mali und Cin vier Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft ins Team. "Alles kein Problem, denn alle Jungs haben schon bei uns ausgeholfen", so Lepori. Und der VfB war auch direkt im Spiel und hatte die ersten Abschlüsse der Partie. Kostantinos Lagogiannis setzte sich dabei über die linke Seite durch und traf nur den rechten Pfosten. Ein Weckruf für die Gastgeber, die von nun an besser ins Spiel kamen und ebenfalls am Pfosten scheiterten. Der VfB hatte mehr Abschlüsse, aber es wurde nicht zwingend. Glück hatte man zudem, als Schürmann gegen einen freistehenden Sterkrader rettete. Da musste das Trainerduo schon mehrmals überlegen was mit Oktay Cin passieren sollte, der bereits in der siebten Minute die gelbe Karte bekam und von da an in der Missgunst des Schiedsrichter stand. Cin beruhigte aber sich und das Spiel und war es dann auch, der seine Farben in Führung brachte. Nach Zuspiel von Riesner schlenzte er das Leder über den Keeper zur Führung ins Tor. Kurz zuvor bekam Riesner nach Foulspiel nicht den fälligen Elfmeter zugesprochen. Dies sollte sich aber nach der Führung ändern, denn nach Foulspiel an Michael Kiefer entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Riesner ließ es sich nicht nehmen und erzielte die 2:0-Halbzeitführung, die bestand haben sollte, obwohl der Gastgeber nach vorne hin immer wieder gefährlich war und selbst auch zu Chancen kam.

In der zweiten Halbzeit hatte der VfB dann von Beginn an das Spiel im Griff und ließ in der ersten halben Stunde des zweiten Durchgangs nichts zu. Doch vorne vergaß man schlichtweg den Deckel drauf zu machen. Erst wurde Oktay Cin ein klares Tor wegen vermeintlichen Abseits nicht gegeben, dann vergab Cin freistehend. Die nächste dicke Chance vergab der eingewechselte Michael Kutz, dessen Lupfer auf die Latte ging. Spannend machte es dann wieder der Schiedsrichter der den bereits verwarnten Sahan Acar aus unerklärlichen Gründen vom Platz stellte. Da witterten die Gastgeber noch einmal Morgenluft. Der VfB kämpfte auch in Unterzahl aufopferungsvoll, doch der Druck der Sterkrader nahm immer mehr zu. Der Anschluss fiel nach einem berechtigten Elfmeter, den Dominik Teschke verursachte. In der Folge konnte man sich bei Felix Schürmann bedanken, der den Ausgleich mit tollen Paraden vereitelte. So überstand man auch die Nachspielzeit von acht Minuten schadlos und konnte sich über einen ganz wichtigen Sieg freuen. "Die Einstellung war heute von allen tadellos. Ein Extralob hat heute Kevin Jäschke verdient, der seine Aufgabe mehr als erfüllte und den stärksten Sterkrader komplett aus dem Spiel genommen hat", freute sich Lepori. Bei einem Spiel weniger hat man nun noch sechs Punkte Rückstand auf Sterkrade. In der kommenden Woche geht es zu Hause gegen Holten.
Tore: 0:1 Cin (Riesner/38.), 0:2 Riesner (FE/41./Kiefer), 1:2 (FE/83.)
Besondere Vorkommnisse: Gelbrote Karte Sahan Acar (VfB/73.)

VfB Bottrop II: Schürmann (G), Acar (GR), Teschke (G), Wilbahn, Jäschke, Riesner, Kiefer (58. Gajda), Lagogiannis (61. Kutz), Mali (G), Cin (G) (77. Ermek), Röhring (G) (89. Laaks).

Maurice Riesner verwandelte den Elfmeter zum 2:0.