VfB Bottrop II gewinnt gegen den SV 1911 Bottrop

Da fielen beim VfB Bottrop II einige Steine vom Herzen am Sonntagmittag nach dem Derby gegen den SV 1911. Denn trotz Personalsorgen zeigte die VfB-Reserve eine eindrucksvolle Reaktion und siegte auch am Ende in der Höhe verdient mit 3:0 (1:0). Da störte es auch keinen mehr, dass mit Dominik Teschke ein Feldspieler ins Tor musste.

Kreisliga B, 8. September 2019

VfB Bottrop II - SV 1911 3:0 (1:0)
Schon mal vorweg, Dominik Teschke machte seine Sache im Tor fabelhaft und war immer zur Stelle. Aber an diesem Sonntag hat es ihm die Mannschaft auch einfach gemacht. Denn die Abwehr um Martin Renneberg ließ kaum was anbrennen und hielt die Elfer überwiegend vom VfB-Tor weg. Die ganze VfB-Elf war im Vergleich zur Vorwoche gar nicht wiederzuerkennen. Einsatz, Zweikampfverhalten, Laufbereitschaft und Wille waren bei Jedem zu sehen. "Eine starke Reaktion auf die Antileistung in der Vorwoche, von eins bis vierzehn war das heute richtig stark, da wäre es nicht fair jemanden herauszuheben", freute sich Trainer Daniele Lepori nach dem Schlusspfiff. Von Beginn an merkte man dem VfB an, dass die Jungs auf Wiedergutmachung aus waren. Zwar hatte 1911 ein wenig mehr Spielanteile, doch konstruktiv nach vorne spielte erst einmal nur der VfB. Nach wenigen Minuten hatte Wesley Bakalorz schon das 1:0 auf dem Kopf, doch er setzte das Leder neben das Tor. Wenig später war wieder Bakalorz beteiligt, als er sich über die rechte Seite wunderbar durchsetzte und mustergültig auf Dennis Hiddemann passte. Dieser ließ sich nicht zwei Mal bitten und markierte das 1:0. Und der VfB blieb dran. Sven Laufhütte, gegen seinen Ex-Verein besonders motiviert, setzte einen Freistoß ans Lattenkreuz, wenig später scheiterte der heute ebenfalls bärenstarke Kostantinos Lagogiannis am Torwart der Elfer. Nach rund einer halben Stunde hatte der VfB dann Glück. Die Elfer kamen zu einer Doppelchance und hätten in dieser Situation ausgleichen müssen. "Da haben wir wirklich Glück gehabt, ohne Frage, aber unterm Strich waren das die einzigen beiden Hochkaräter die wir zugelassen haben. Und das ist gegen eine solche Mannschaft eine fantastische Leistung", ergänzt Lepori.

So ging es dann mit einer knappen Führung in die Pause. Ohne Wechel ging es weiter, die Partie drohte ein wenig fahrig zu werden, ehe der VfB wieder zuschlug. Wesely Bakalorz drehte schön auf und bediente Laufhütte durch die Schnittstelle. Dieser sah in der Mitte wieder Hiddemann, der erneut eiskalt blieb. Mit dem 2:0 kam noch mehr Sicherheit ins VfB-Spiel. Kiefer und Riesner standen zentral gut, Podschadel und Bulka stabilisierten die defensiven Außenbahnen. 1911 hatte zwar immer mehr Ballbesitz ohne dabei aber zwingend zu sein. Die Konterchancen waren nun auf Seiten des VfB. Lagogiannis scheiterte allein vorm Tor und auch der eingewechselte Julian Mali hatte eine gute Schusschance, die er aber übers Tor vergab. So blieb es an diesem Tag Sven Laufhütte vorbehalten, den Deckel gegen seine Ex-Kameraden draufzusetzen. Ein starker Konter über Julian Mali vollendete er trocken zum 3:0 und konnte sich danach bei seiner Auswechslung feiern lassen. Danach passierte nicht mehr viel, einzig ein Elfer hatte Glück nach einer Tätlichkeit nicht den roten Karton gesehen zu haben. "Wir sind natürlich richtig zufrieden und glücklich, die drei Punkte geholt zu haben. Endlich haben wir gegen einen starken Gegner dagegen gehalten und selbst Akzente gesetzt, jetzt müssen wir dran bleiben", fordert Coach Alex Teichert.
Tore: 1:0 Hiddemann (Bakalorz/7.), 2:0 Hiddemann (Laufhütte/50.), 3:0 Laufhütte (Mali/76.)

VfB Bottrop II: Teschke, Podschadel, Renneberg, Wilbahn, Bulka, Kiefer, Riesner, Lagogiannis, Bakalorz (67. Laaks), Laufhütte (80. Heinz), Hiddemann (55. Mali).

Sven Laufhütte glänzte gegen seinen Ex-Club mit einem Tor und einer Vorlage. Foto: VfB