21.04.2017 10:55

Von: David Wirsch

Setzt BW Oberhausen II die Erfolgsserie gegen Dostlukspor Bottrop fort?

Der SC BW Oberhausen II gibt sich im Kampf um den Klassenerhalt in der Kreisliga A noch nicht geschlagen und will auch im Heimspiel gegen das im Jahr 2017 starke Team von Dostlukspor Bottrop die, wenn auch kleine, Hoffnung auf den Ligaverbleib nähren. Derweil greift auch der TSV Safakspor Oberhausen im Auswärtsspiel bei GA Sterkrade nach dem letzten Strohhalm.


Kommt die Aufholjagd von BW Oberhausen II (blaue Trikots) zu spät?

Vorschau

Kreisliga A

BW Oberhausen II (15.) - Dostlukspor Bottrop (9.)
Die Reserve des SC BW Oberhausen lebt! Die Blau-Weißen konnten sich nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen wieder etwas an die Nichtabstiegsplätze heranpirschen, dennoch beträgt der Rückstand noch satte zehn Punkte. Die Ausgangslage ist damit klar: Jede weitere Niederlage könnte bereits den Abstieg bedeuten. Mit diesem hat der kommende Gegner der BWO-Reserve, das Team von Dostlukspor, wohl nichts mehr zu tun.

Dank einer bis dato starken Rückrunde konnte sich Dostlukspor Bottrop von den unteren Tabellenplätzen verabschieden und bis auf Rang Neun klettern. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz wuchs derweil auf komfortable zehn Punkte an. Doch Dostlukspors Trainer Can Ucar, der in der Winterpause das Ruder übernahm, sieht den Klassenerhalt noch nicht unter Dach und Fach: "Rein mathematisch sind wir noch bedroht, deshalb werden wir weiter Gas geben." Denn noch sind 18 Punkte zu vergeben. Doch kaum einer dürfte noch glauben, dass das Dostlukspor aus dem Jahr 2017 ganz tief in den Abstiegssumpf abrutschen sollte - dafür waren die Leistungen bis dato zu konstant und auch zu punktereich. Denn in den sieben Spielen unter der Regie von Can Ucar sammlte das DSB-Team 16 von möglichen 21 Punkten. "Dostlukspor ist ein guter Gegner, der gute Ergebnisse erzielt hat", weiß auch BWO-Trainer Michele Lepore, der deshalb ein "schweres Spiel" erwartet. Doch in der Lage der Blau-Weißen sei jedes Spiel schwer merkt Lepore weiter an. Seine Mannschaft hat trotz der erfolgreichen Spiele zuletzt immer noch einen satten Zehn-Punkte-Rückstand auf das rettende Ufer. Kommt die Aufholjagd also zu spät? Michele Lepore jedenfalls will weiter Punkt für Punkt sammeln und die jüngsten Ergebnisse (3:3 gegen GA Sterkrade, 9:0 über Adler Oberhausen und 5:2 über Arminia Lirich) lassen die Reserve sicherlich optimistisch in das nächste Spiel gehen. Und für dieses erwartet Dostlukspors Trainer Can Ucar eine verstärkte Reserve der Blau-Weißen: "Ich gehe davon aus, dass zahlreiche Verstärkung aus der ersten Mannschaft runterkommen wird." Doch Angst und Bange werde ihm dabei nicht: "Das schreckt uns nicht ab. Im Gegenteil: Das motiviert uns noch mehr." BWO-Trainer Michele Lepore bestätigt Ucars Vermutung: "Es wird sicherlich der ein oder andere runtergehen. Doch wer das sein wird und wie viele, werde ich mir noch überlegen."Ungeachtet der etwaigen Verstärkung aus der Bezirksliga-Mannschaft betont Lepore, worauf es am Sonntag ankommt: "Es bedarf einer guten Einstellung und einer konzentrierten Leistung." Gleiches wird wohl auch Ucar von seiner Mannschaft fordern, denn Dostlukspors Trainer hat die nächsten drei Punkte im Blick, nachdem man am Ostermontag den Tabellenzweiten SC Buschhausen besiegen konnte: "Wir gehen immer auf drei Punkte; egal on gegen den Zweiten oder den Letzten." Für dieses Ziel muss Ucar allerdings weiterhin auf den Rot-gesperrten Emrah Semiz verzichten und auch Ucar selbst wird nach seiner Operation in dieser Saison nicht mehr gegen das runde Leder treten.
Anstoß: 13 Uhr
[von David Wirsch]


GA Sterkrade (11.) - TSV Safakspor OB (16.)
Zu einem brisanten Duell kommt es am Sonntag an der Alsfeld-Road in Sterkrade. Dort empfängt der Tabellenelfte GA Sterkrade den Tabellenletzten TSV Safakspor. Für den Gast hat jedes Spiel ab sofort Endspielcharakter, denn man darf sich keine Niederlage erlauben, da ansonsten der vorzeitige Abstieg bereits einige Spieltage vor Saisonende feststehen könnte. Vier Punkte aus den letzten drei Spielen machen den Verantwortlichen vom TSV Safakspor Mut, dass man die Klasse doch noch halten kann. „Wir fahren voll motiviert nach Sterkrade. Der Sieg letzte Woche hat uns Auftrieb gegeben und wir werden Sonntag nicht abwarten, sondern voll auf Sieg spielen. Vorne schießen wir immer unsere Tore und hinten müssen wir einfach sicher stehen. Was haben wir schon zu verlieren. Sterkrade befindet sich in der Krise und darin sehen wir unsere Chance. Auch wenn jede Negativserie mal reißt, so muss dieses nicht gegen uns sein“, blickt der Vorsitzende Erkan Saracbasi auf die Partie am Sonntag. Bis auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt der Rückstand derzeit elf Punkte. Daher könnte jeder weitere Rückschlag den sicheren Gang in die Kreisliga B bedeuten.

Für die Gastgeber, die eine tolle Hinrunde gespielt haben, wird es langsam auch ungemütlich. In der kompletten Rückrunde blieb die Mannschaft von Glück-Auf-Trainer Marco Allekotte (Foto)  bisher sieglos. Acht Spiele magere zwei Punkte lautet die Ausbeute für die Sterkrader. Diese Negativserie bedeutete gleichzeitig den Fall auf den elften Tabellenplatz. Und wenn man sich den Abstand nach unten ansieht, so schrumpft dieser von Spieltag zu Spieltag. Bei einem Sieg der Konkurrenz und einer Niederlage auf eigenem Platz würde das Polster auf einen Nichtabstiegsplatz auf nur noch drei Punkte schrumpfen. Dieses sollte für Trainer und Mannschaft Warnung genug. Man muss endlich wieder ein Erfolgserlebnis verzeichnen. „Wir sind uns der schwierigen Situation vollkommen bewusst. Sicherlich hätten wir es gerne vermieden, noch mal in den Abstiegskampf zu geraten, aber an der Situation können wir jetzt nichts mehr ändern. In den letzten Tagen haben wir uns intensiv durch gezielte Gespräche und sehr gute Trainingseinheiten auf das Spiel am Sonntag eingestellt. Ich glaube an das Team, denn ist bereit, den Kampf Sonntag aufzunehmen, um das erhoffte Erfolgserlebnis zu erzwingen. Natürlich wissen wir um die Schwere der Partie, den Safakspor reist mit einem Sieg an. Sonntag sehen wir uns aber gerüstet, einen ersten Befreiungsschlag zu landen“, so Glück-Auf-Trainer Marco Allekotte.
Anstoß: 15 Uhr
[von Andreas Temming]


FC Sterkrade (4.) - SV Rhenania Bottrop (14.)

"Es wird richtig schwer jetzt", sagte Ralf Quabeck, Trainer des SV Rhenania Bottrop, im Anschluss an das 3:3-Unentschieden bei Adler Oberhausen am Ostermontag. Denn während es für die Rhenanen nur einen Punkt gab, konnte der Großteil der Konkurrenz im Abstiegskampf dreifach punkten, so dass der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze nun bereits bei fünf Punkten liegt. Weit von der Abstiegszone entfernt ist der kommende Gegner des SVR: Der FC Sterkrade belegt Rang Vier, ist allerdings seit mittlerweile drei Spielen sieglos.

Obwohl der FC Sterkrade zuletzt nur einen Punkt aus den letzten drei Spielen sammeln konnte, belegt die Mannschaft von Spielertrainer Sebastian Stempel weiterhin den vierten Tabellenplatz. Dabei sah Stempel trotz der jüngsten 1:2-Niederlage gegen die DJK Arminia Klosterhardt II eine "Leistungssteigerung" seiner Mannschaft, die allerdings einen "verdienten Punkt" verpasste. Die Arminen konnten durch den Erfolg den Rückstand auf die 72er auf vier Punkte schrumpfen lassen. Aus diesem Grund streben Stempel und seine Mannschaft am Sonntag drei Punkte an, denn "Wenn man so lange auf dem vierten Platz steht, dann möchte man diesen auch nicht mehr abgeben", sagt Stempel. Doch der größere Druck wird am Sonntag bei den Gästen liegen, denn dem SV Rhenania Bottrop droht der Abstieg in die Kreisliga B. "Wir wissen woran wir sind", erklärt Trainer Ralf Quabeck, der am Ostermontag "sehr enttäuscht" war. Denn seine Mannschaft lag bei Adler Oberhausen zwei mal in Führung, konnte den Sieg aber nicht über die Zeit bringen. "Unser großes Problem ist, dass wir zu viele Fehler im Spielaufbau machen", sagt Quabeck, der ebenfalls das Defensivverhalten moniert und zwar "nicht nur das die Abwehr, sondern das der gesamten Mannschaft". Unter der Woche führte Rhenanias Trainer einige Gespräche mit den Spielern, der nun auf einen Hallo-Wach-Effekt hofft: "Ich habe mit der Mannschaft über die Situation gesprochen." Doch hat der SV Rhenania Grund zu Optimismus, wenn es am Sonntag zum FC Sterkrade geht? Die Statistik spricht dagegen: Einerseits hat der SV Rhenania auswärts erst fünf Punkte sammeln können, womit die Rhenanen den letzten Platz in der Auswärtstabelle belegen, und andererseits gab es in der Rückserie erst sieben Zähler. Dennoch kann Hoffnung geschöpft werden, denn am Sonntag werden mehr Alternativen zur Verfügung stehen: Zwar wird Andre Rudawksi wahrscheinlich privat verhindert sein, doch dafür kehren Julian Mali, der seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen hat, Radoslaw Jankowski (Foto) und Danny Ingler wieder in den Kader zurück. Allerdings wird Quabeck auf der Torwartposition eine Änderung vornehmen müssen, da Dominik Wrobel auszufallen droht. Für ihn wird Christopher Orluk zwischen den Pfosten stehen. "Christopher hat mein vollstes Vertrauen", sagt Quabeck über seinen Torhüter. Auch der FC Sterkrade hat am Sonntag ein paar Ausfälle: So wird Kapitän Tolga Korkmaz Gelb-gesperrt ebenso zuschauen müssen wie der weiterhin verletzte Mike Nörenberg. Außerdem wird Sebastian Giesen "sehr wahrscheinlich", so Stempel ausfallen.
Anstoß: 15 Uhr
[von David Wirsch]


SC 20 Oberhausen (1.) - SW Alstaden (13.)
Meisterschaft, Pokalfinale, Einzug in den Niederrheinpokal. Besser hätte die Saison für den SC 20 Oberhausen nicht laufen können. Am Osterspieltag machte der souveräne Tabellenführer der Kreisliga A die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Bezirksliga offiziell. Am Mittwoch schlug der Spielclub den Landesligisten Arminia Klosterhardt im Pokalhalbfinale und sicherte sich neben dem Finale auch den Einzug in den Niederrheinpokal. Die Saison hat in der Liga also nichts mehr zu bieten. Nur noch das Pokalfinale steht als wichtiges Spiel an.

"Von der Einstellung her ist das aber kein Problem", ist sich SC20-Trainer Ümit Ertural (Foto) sicher. "Wir haben zuhause bisher nichts liegen gelassen und das wollen wir über die restlichen Spiele weiter durchziehen." Die Verletzungssorgen des Spielclub ziehen sich aber weiter durch. Justin Kapell verletzte sich im Pokalhalbfinale schwer und wird einige Monate ausfallen. Im Hinspiel gewann der Spielclub mit 3:0. "Wir haben uns damals lange sehr schwer getan. Alstaden hat gut mitgespielt. In der Rückrunde haben sie ein ganz anderes Gesicht gezeigt und sind bestimmt heiß." Schließlich muss Alstaden noch den Klassenerhalt schaffen. Aktuell sind sie Dreizehnter. Zuletzt siegte Alstaden aber mit 3:1 gegen GA Sterkrade. "Die Formkurve zeigt nach oben", freut sich Alstadens Trainer Christoph Marissen über den Aufwärtstrend. "Die Stimmung ist deutlich besser. Beim Training sind wir auch wieder mehr." Trotz der Tabellensituation setzen sich die Gäste nicht unter Druck. "Wir fahren ohne Druck dahin. Wir fahren aber auch nicht dahin, um die Punkte zu verschenken. Wir hoffen, dass wir einen Punkt mitnehmen können." Allerdings sieht Marissen auch ein Handicap: "Der Ascheplatz ist natürlich ungewohnt, der kleine und ungewohnte Untergrund. Der SC 20 ist da eingespielt, wir müssen erst reinkommen." Die Gäste könnten die Punkte gut gebrauchen. Auch wenn die Hausherren durch sind, möchte sich Ertural keine Wettbewerbsverzerrung vorwerfen lassen: "Wir wollen die Saison fair zu Ende bringen und geben mehr als 100 Prozent."
Anstoß: 15.15 Uhr
[von Steffen Ludwig]


Die weiteren Partien in dieser Liga:
SF Königshardt II - VfR 08 Oberhausen
Sterkrade-Nord II - Arminia Lirich
Adler Oberhausen - SC Buschhausen
SV Concordia OB - Arminia Klosterhardt II *am Montag, 24. April*


Keine Kommentare
Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
*


CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.

*

Premiumparter