10.11.2017 15:12

Von: Steffen Ludwig

Bezirksliga: VfB Bottrop und Sterkrade 06/07 fordern das Spitzenduo heraus

In der Bezirksliga gastiert der VfB Bottrop beim Tabellenzweiten TuB Bocholt. Sterkrade 06/07, zuletzt vier Siege in Serie, empfängt Spitzenreiter BW Dingden. Außerdem spielt Fortuna Bottrop beim SC 20 Oberhausen und der SC Buschhausen zuhause gegen die SF Königshardt.


Sterkrade 06/07 (weiße Trikots) spielt gegen den Tabellenführer, der VfB Bottrop (schwarze Trikots) gegen den Zweiten. (Archivbild)

Vorschau - Bezirksliga

15. Spieltag - 12. November

SC 20 Oberhausen (7.) - SV Fortuna Bottrop (13.)
Am Sonntag gibt es das nächste Derby am Knappenmarkt. Der SC 20 Oberhausen empfängt nach der knappen Derbyniederlage gegen Sterkrade 06/07 (2:3) jetzt den SV Fortuna Bottrop. Während die Gastgeber zuletzt zweimal in Serie verloren haben, konnten die Bottroper den Negativtrend stoppen und das Kellerduell gegen den RSV Praest mit 3:2 gewinnen. „Wir sind ein Stück weit erleichtert“, sagt Fortunas Trainer Marco Hoffmann. „Wir konnten einen Rückstand aufholen und das wichtige Spiel gegen Praest gewinnen.“ Mit dem Heimerfolg hat sich der SV Fortuna ein wenig Luft verschafft im Abstiegskampf und vorerst den Relegationsplatz wieder abgegeben. Es bleibt aber weiter eng, denn die Fortuna hat nur einen Punkt Vorsprung. Der erste Abstiegsplatz ist dagegen schon fünf Punkte weg.

Am Sonntag spielt der SVF beim SC 20 Oberhausen am Knappenmarkt. „Das ist kein normaler Aufsteiger“, stellt Hoffmann klar. „Der Spielclub spielt eine ordentliche Saison mit einigen Aufs und Abs. Mit der passenden Tagesform kann die Mannschaft aber jeden schlagen.“ Das hat das Hoffmann-Team in der vergangenen Saison am eigenen Leib erfahren. Im Kreispokal schlug der damalige A-Ligist SC 20 die Bottroper mit 7:1 – das ist fast auf den Tag genau ein Jahr her. Für das Spiel am Sonntag hat sich der SV Fortuna andere Ziele gesteckt. „Wir wollen uns auswärts besser präsentieren und am Sonntag etwas mitnehmen“, erklärt Hoffmann, der lange die Null halten will und unter anderem wieder auf Dominik Wenderdel (Foto) vertrauen kann. „Zuletzt haben wir immer frühe Gegentore kassiert. Wenn wir das verhindern, ist am Sonntag etwas drin. Wir brauchen aber eine gute Leistung.“ Eine gute Leistung möchte auch der SC 20 Oberhausen abliefern. Nach zuletzt zwei Niederlagen, einer 1:6-Klatsche gegen den RSV Praest und einer 2:3-Derbypleite nach 2:0-Führung, ist die Stimmung gedrückt. „Natürlich ist das bemerkbar“, bestätigt Spielclub-Trainer Ümit Ertural. „Wir haben im Training versucht, den Spaß nicht zu verlieren. Wir haben als Aufsteiger keinen Druck, auch wenn wir es uns etwas anders vorgestellt haben.“ Vor allem überraschende Niederlagen gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller warfen den Spielclub immer wieder in der Tabelle zurück. Ertural hatte durchaus Motivationsschwierigkeiten ausgemacht. Mit dem SV Fortuna kommt am Sonntag genau solch eine Mannschaft. „Es geht nicht nur um den Tabellenplatz, sondern um den Namen – und Fortuna Bottrop ist ein Derby“, glaubt Ertural nicht an erneute Motivationsmängel. „Fortuna ist eine spielstarke Mannschaft, die sich die Saison sicher auch anders vorgestellt hat. Sie werden sicher alles reinwerfen. Im Pokal letzte Saison haben wir hochmotiviert gespielt und deutlich gewonnen. Das wollen wir wiederholen.“ Eindeutige Absagen für Sonntag hat Ertural nicht. Dennoch mussten einige angeschlagene Spieler beim Training pausieren und könnten ausfallen.
Anstoß: 14.30 Uhr

[von Steffen Ludwig]


TuB Bocholt (2.) - VfB Bottrop (4.)
Für den VfB Bottrop steht eine immens wichtige Partie auf dem Plan, der furios aufspielende Aufsteiger aus Bocholt erwartet das Team von Mevlüt Ata am Sonntag zum Topspiel. Dabei spielt der VfB nicht nur um drei Punkte, sondern vielmehr um den Verbleib im Aufstiegsrennen. Im Falle einer Niederlage würde der Rückstand auf den so wichtigen zweiten Platz auf acht Punkte anwachsen. Den belegt der Gastgeber TuB Bocholt, für den einiges vor dem Spiel spricht. Mit 2,3 Punkten pro Partie und vier Siegen aus den letzten fünf Partien befindet sich das Team mehr als im Soll, Tabellenplatz zwei und die Tatsache, dass man bis auf das Spiel gegen Ligaprimus Dingden alle Heimpartien für sich entscheiden konnte, sprechen eine klare Sprache.

Dem entgegen stellt sich der VfB Bottrop, der in vielen Vergleichspunkten den Kürzeren zieht. Drei der letzten vier Auswärtsspiele verloren die Bottroper und holten generell zuletzt drei Spiele keinen Dreier mehr ins Jahnstadion. Gegen BW Oberhausen gab auch eine frühe Führung nicht die nötige Sicherheit, um das Spiel durchgängig zu kontrollieren. Die fehlende Dominanz und Kontrolle ist schon seit Wochen ein Manko. Zwar konnte man den 1:2-Rückstand noch egalisieren, doch ein Unentschieden war zuhause einfach zu wenig. Damit einher ging am jüngsten Spieltag der Verlust des Tabellenplatzes drei an Osterfeld, es wird Zeit für einen Konter. Das weiß auch VfB-Trainer Mevlüt Ata, den jedoch erhebliche personelle Probleme plagen. Aufgrund der intensiven Gangart gegen BWO entstammen dieser Begegnung gleich vier Verletzte, am schmerzlichsten trifft die Schwarz-Weißen der Ausfall von Kreativingenieur Emrullah Bayhoca (Foto). "Durch die vielen Verletzten stellt sich die Mannschaft quasi von selbst auf", scherzt Ata. "Es wird ein sehr schweres Spiel, wir werden uns etwas einfallen lassen, dass wir in Bocholt etwas mitnehmen." Bislang war Bocholt eher kein gutes Pflaster für die Gäste. Gegen die Oberliga-Reserve des 1.FC kassierte man spät das 3:3, beim SC 26 unterlag man deutlich mit 1:4. Spielt das im Kopf eine Rolle? "Zweifeln tun wir nicht, sondern wir müssen arbeiten daran, dass es Sonntag endlich klappt." Für den VfB Bottrop wird es eine heikle Gratwanderung, die jedoch bei erfolgreichem Ausgang für enormen Auftrieb sorgen kann.
Anstoß: 14.30 Uhr
[von Tristan Berghoff]


SC Bocholt (6.) - Adler Osterfeld (3.)
Spitzenspiel am Kaisergarten in Bocholt. Die Mannschaft der Stunde Adler Osterfeld gastiert beim Tabellensechsten SC 26 Bocholt. Eine hochinteressante Partie am 15. Spieltag der Bezirksliga. Es wird eine schwere Aufgabe für die Adler in Bocholt zu bestehen. Der Gastgeber legt seit fünf Spieltagen eine grandiose Serie hin und konnte alle fünf Spiele gewinnen. Fünf Siege aus fünf Spielen bedeuten 15 Punkte. Zuletzt konnte der SC 26 Bocholt sowohl zu Hause gegen den VfB Bottrop und auswärts beim Hamminkelner SV jeweils mit 4:1 gewinnen.

Da beide Mannschaften vorne treffsicher sind, könnte es für die Zuschauer eine torreiche Partie werden. Die Serie der Hauner Schützlinge ist dann noch etwas beeindruckender, als die Serie der Gastgeber. Seit zehn Pflichtspielen haben die Adler keine Niederlage mehr kassiert. Sechs Siege und der Rest vier Remis lautet die mehr als beeindruckende Statistik aus den letzten Wochen, wobei die letzten Siege gegen SC 1912 Buschhausen (6:2) und gegen die Reserve des 1. FC Bocholt (3:1) sehr überzeugend waren. Adlers Trainer Udo Hauner würde diese Serie Sonntag natürlich gerne weiter ausbauen, ist sich aber über die schwere der Aufgabe bewusst. „Auf Grund unserer Serie können und werden wir mit viel Selbstvertrauen nach Bocholt fahren. Wir wollen nicht reagieren, sondern agieren. Verstecken brauchen wir uns nicht und wenn wir am Ende einen Zähler mitnehmen können wäre es ein toller Erfolg“, gibt sich Udo Hauner (Foto) zuversichtlich, zumal auch die Bilanz gegen den SC 26 Bocholt positiv ist. Die letzten vier direkten Duelle sprechen mit zwei Siegen, einem Remis und einer Niederlage für Adler Osterfeld. Personell gibt es keine neuen Ausfälle.
Anstoß: 14.30 Uhr
[von Andreas Temming]


SC Buschhausen (16.) - SF Königshardt (8.)
Der SC Buschhausen empfängt die SF Königshardt am Sonntag zum Oberhausener Derby. Während der Aufsteiger aus Buschhausen mitten im Abstiegskampf steckt, tummelt sich der Absteiger aus Königshardt im Tabellenmittelfeld. „Ich weiß, ob man die Tabelle so deuten kann“, meint Königshardts Trainer Rene Landers. „Ich erwarte kein einfaches Spiel. Buschhausen wird auf dem kleinen Platz sicherlich kompakt stehen und über die schnellen Stürmer kontern wollen. Wir wollen auch am Sonntag unser Spiel machen.“ Der einzige feststehende Ausfall ist bisher Jannik Hoppe. „Wir wollen unsere Derby- und unsere Auswärtsbilanz verbessern – das ist eine echte Katastrophe.“

Darüber macht sich der SC Buschhausen keine Gedanken. Die Oberhausener stecken nämlich mitten im Abstiegskampf, das sichere Ufer ist schon jetzt fünf Punkte weg. „Die aktuelle Situation ist nicht schön und am Sonntag gegen Haldern war es der negative Höhepunkt“, sagt Buschhausens Trainer Werner Wildhagen (Foto). Seit fünf Spielen hat seine Mannschaft nicht mehr gewonnen. Nebst vier Niederlagen gab es nur ein Unentschieden. Am vergangenen Wochenende ging der SC Buschhausen gegen das damalige Tabellenschlusslicht SV Haldern mit 0:4 unter. „Die Art und Weise, wie wir das Spiel abgeschenkt haben, hat schon einiges angekratzt.“ Am Montag setzte sich Wildhagen mit der sportlichen Leitung zusammen. „Wir haben Klartext gesprochen“, erzählt der Trainer. „Mit dem aktuellen Ist-Zustand können wir die Bezirksliga nicht stemmen. Jetzt können wir wenig machen, aber in der Winterpause müssen wir richtungsweisend denken. Ich werde den Weg, so wie er aktuell ist, nicht weitergehen. Da muss sich etwas ändern.“ Am Sonntag steht zunächst aber das Derby gegen die SF Königshardt an. „Wir sind der klare Außenseiter. Königshardt hat Spieler mit Landesliga-Potential“, sagt Wildhagen über die Gäste. „Sie hinken den Erwartungen hinterher. Wenn sie nochmal oben angreifen wollen, müssen sie am Sonntag gegen uns gewinnen. Uns würde ein Erfolgserlebnis auch gut tun.“ Die einzigen beiden Siege der Saison feierte Buschhausen in Derbys – am zweiten Spieltag gegen Sterkrade 06/07 (4:0) und gegen den SV Fortuna (4:2). Von einer Derby-Mannschaft möchte Wildhagen allerdings nicht sprechen: „Wir haben Derbys auch schon deutlich verloren.“ Gegen die SF Königshardt fehlen Pascal Daus, Kevin Blanke und Sascha Hufmann. Ein Sieg könnte die Stimmung beim SC Buschhausen sicherlich aufhellen.
Anstoß: 15 Uhr

[von Steffen Ludwig]


Sterkrade 06/07 (5.) - BW Dingden (1.)
Für Sterkrade 06/07 steht am Sonntag ein Saisonhighlight an. Der Tabellenführer BW Dingden kommt zum Dicken Stein. Die bessere Bilanz in den vergangenen Spielen haben aber die Oberhausener. Sterkrade 06/07 hat in sieben Spielen sechs Mal gewonnen, zuletzt sogar vier Mal in Folge. Die einzige Niederlage gab es gegen den Tabellenzweiten TuB Bocholt (1:3). Dingden musste sich in der gleichen Zeit zweimal geschlagen geben, verlor gegen den Hamminkelner SV (0:1) und Adler Osterfeld (1:2).

„Wir wollen gerne den fünften Sieg in Serie holen“, zeigt sich Sterkrades Trainer Christian Dahlbeck voller Selbstvertrauen. „Wir haben eine sehr breite Brust und spätestens nach dem Derbysieg ist die Stimmung riesig.“ Am vergangenen Wochenende hatte Sterkrade 06/07 nach einem 0:2-Halbzeitrückstand noch mit 3:2 gegen den SC 20 Oberhausen gewonnen. „Die Jungs sind voller Vorfreude auf das Spiel gegen den Tabellenführer.“ Der Tabellenführer ist aber nun einmal der Tabellenführer. „Sie sind wohl die fußballerisch beste Mannschaft in der Liga“, erzählt Dahlbeck von seinen Recherchen bei Trainerkollegen. Er erwarte eine lauffreudige und spielstarke Mannschaft, die die gegnerische Abwehr unter Druck setzt. „Ich hab mir auch einige Tipps abgeholt“, meint der Heimtrainer mit einem Augenzwinkern. Sicher fehlen wird nur Andre Scheffler (Foto). Der Kapitän sah im Derby die fünfte Gelbe Karte. Dafür kehrt Enver Ünal nach abgesessener Gelbsperre zurück. „Wir wissen, was auf uns zukommt – und genau das reizt uns.“
Anstoß: 14.45 Uhr
[von Steffen Ludwig]


BW Oberhausen (11.) - Hamminkelner SV (10.)
Am Sonntag treffen an der Tulpenstraße die beiden Tabellennachbarn BW Oberhausen und der Hamminkelner SV aufeinander. Die Gäste aus Hamminkeln haben noch drei Zähler Vorsprung auf die Oberhausener. Mit dem Hamminkelner SV reist eine ganz unberechenbare Mannschaft an die Tulpenstraße. Die Hamminkelner spielen mal Hui und dann mal wieder Pfui. Konnten die Hamminkelner gegen den Tabellenführer BW Dingden mit 1:0 gewinnen, so trennte man sich gegen den SC 1912 Buschhausen zu Hause nur 1:1. Aus den letzten sechs Ligaspielen holten die Gäste zehn Punkte.

Auch aus Sicht von Lirichs Trainer Michele Lepore sind die Hamminkelner ein ganz unbequemer und unberechenbarer Gegner. Die Formkurve der Gastgeber schwankt ähnlich, wie die bei den Gästen. Sieben Punkte aus den letzten sechs Partien konnten die Schützlinge von Michele Lepore holen. Die Bilanz hätte durchaus besser ausfallen können, wenn man vor dem gegnerischen Tor nicht so fahrlässig mit den Chancen umgehen würde. Und genau da will man Sonntag ansetzen und seine Chancen besser nutzen. Bereits unter der Woche haben die Liricher im Training intensive Einheiten in Sachen Torabschluss geübt. „Der Hamminkelner SV ist eine ganz unberechenbare Mannschaft. Hamminkeln hat die drittbeste Abwehr der Liga aber dafür auch den zweitschlechtesten Sturm der Liga. Wir müssen Sonntag das richtige Mittel finden, das Abwehrbollwerk zu knacken“, zeigt sich Michele Lepore optimistisch. „Wir wollen gegen Hamminkeln ein gutes Spiel, was uns letzte Woche gegen Bottrop auch schon gelungen ist, aber dann müssen wir auch mal unsere Torchancen konsequent ausnutzen“, so Michele Lepore. Ausfallen wird am Sonntag Mehmet Dag (Foto), der seine fünfte gelbe Karte absitzen muss.
Anstoß: 15.15 Uhr
[von Andreas Temming]


Die weiteren Spiele in dieser Liga:

RSV Praest - SV Krechting
1. FC Bocholt - SV Haldern
SV Emmerich-Vrasselt - SV Friedrichsfeld

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