10.11.2017 14:00

Von: David Wirsch

Premiere für Christian Kinowski als Trainer beim FC Sterkrade steht an - der VfR 08 Oberhausen gastiert

Nach dem für Außenstehende überraschenden Trainerwechsel beim FC Sterkrade wird das neue Trainerduo Christian Kinowski und Carlos Garcia Melian am Sonntag im Heimspiel gegen den VfR 08 Oberhauen ihr Debüt feiern. Außerdem empfängt die SG Osterfeld Kinowskis Ex-Club, die DJK Arminia Lirich.


Unter neuer Leitung geht der FC Sterkrade (blaues Trikot) in den nächsten Spieltag.

Vorschau 

Kreisliga A, 13. Spieltag

SF Königshardt II (14.) - VfB Bottrop II (11.)
Kellerduell am Pfälzer Graben, zwei Mannschaften, die den Klassenerhalt anstreben, treffen im direkten Duell aufeinander. Im sogenannten Sechs-Punkte-Spiel empfängt Königshardt II den VfB Bottrop II. Die Gäste aus Bottrop hatten bislang mit dem Abstiegskampf recht wenig zu schaffen, waren gut in die Saison gestartet und hatten Gegnern aus hohen Tabellenregionen zugesetzt, Arminia Lirich und Concordia Oberhausen verloren ihr Partien gegen den VfB. Doch zuletzt trieb sich der Schlendrian in der Defensive herum. Eine starke Hintermannschaft war zu Saisonbeginn noch der Erfolgsgarant, doch vier der letzten fünf Spiele gingen verloren, drei davon mit satten vier Gegentoren.

Der neue Trainer Efkan Basar prangerte beim 3:4 gegen Klosterhardt letzte Woche vor allem die Einstellung und das Zweikampfverhalten an, welches zu völlig vermeidbaren und einfachen Gegentoren führe. "Mit drei Metern Sicherheitsabstand zum Gegenspieler kannst du kein Spiel gewinnen." So kommt es nun, dass der VfB dringend einen Sieg benötigt, um aus der Abwärtsspirale herauszukommen. "Gegen Königshardt müssen wir jetzt den Mund abputzen und wieder anfangen, zu punkten." Die Sportfreunde haben nach ihrem Sieglos-Saisonstart die Kurve bekommen und zuletzt zwei der letzten vier Spiele gewinnen können. Mit acht Zählern belegt man zwar weiterhin einen Abstiegsrang, doch das kann sich schon an diesem Wochenende ändern. Voraussetzung dafür ist ein Sieg über den VfB, durch den man nach Punkten gleichziehen (11) und eventuell auch vorbeiziehen könnte. Trainer Pierre Szterlicht weiß um die Bedeutung dieses Spiels. "Der Druck ist natürlich da, wir stehen immer noch unten drin und unser Ziel muss und wird sein, Punkte zu holen am Sonntag, am liebsten drei." Doch als Nachteil empfindet er diesen Druck nicht. "Zum einen denke ich hat der VfB diesen Druck auch, wir können sie am Sonntag mit unten reinziehen. Aber vor allem haben unsere Jungs jetzt hoffentlich verstanden, dass wir unten drin stehen und punkten müssen. Wir müssen Punkt für Punkt sammeln, damit es am Ende reicht. Und Sonntag beim Heimspiel natürlich unsere gute Verfassung weiter ausbauen." Florian Rüttgers, Christopher Ohm und Kevin Fricke werden bei dem Unternehmen Heimsieg nicht zugegen sein können, dennoch freut sich der Coach über einen "vollen Kader mit bis zu 18 Mann", aus dem er schöpfen kann.
Anstoß: 12.30 Uhr

[von Tristan Berghoff]


Sterkrade-Nord II (13.) - SW Alstaden (9.)
Vor drei Wochen lag die Spvgg. Sterkrade-Nord II noch zwölf Punkte hinter SW Alstaden zurück. Mittlerweile sind es nur noch drei Zähler, die zwischen den beiden Teams liegen. Denn während die Nord-Reserve zuletzt drei Siege in Serie einfahren konnte, blickt Alstaden nun schon auf vier Niederlagen in Folge zurück. Dennoch ist für Nords Trainer Uwe Brodowski der kommende Gast aus der Kuhle der Favorit.

Die Favoritenrolle will SWA-Trainer Christoph Marissen aber nicht annehmen: „Von Favorit kann man nicht spreche. Wenn man sich die Tabelle der letzten drei Spiele anschaut, ist Nord ganz oben dabei und wir sind ganz unten.“ Damit verweist auf Marissen auf die jüngste Formkurve beider Mannschaften. Und da spricht das Momentum für die Schmachtendorfer, die zuletzt sogar als bislang erste und einzige Mannschaft dem Tabellenführer FC Sterkrade eine Niederlage zufügen konnte. „Das war schon überraschend“, gibt Nords Trainer Uwe Brodowski zu, der aber zugleich lobt: „Die Jungs sind in der Liga angekommen. Sie haben es verstanden, dass man nur über Einsatz und Wille zum Erfolg kommen kann.“ Während bei den Schmachtendorfern nach drei Siegen zuletzt gute Laune herrscht, sieht es bei den Schwarz-Weißen anders aus. „Unsere Verletztenliste ist immer noch lang und wir haben wenig Leute beim Training“, hadert Christoph Marissen, dessen Team zuletzt gleich vier Mal in Serie leer ausging. So auch zuletzt beim 1:2 gegen die SF Königshardt II. „Wenn man so einen Lauf hat wie wir, dann kommt sehr oft auch Pech dazu. Denn wir hatten in der ersten Halbzeit Möglichkeiten gehabt, um in Führung zu gehen. Doch stattdessen gerieten wir in Rückstand“, blickt Alstadens Trainer zurück. Auch Nords Trainer Uwe Brodowski kann sich den Negativtrend der Alstadener nicht so recht erklären: „Vor der Saison habe ich Alstaden als Aufstiegsaspirant gesehen. Sie haben eine gute und auch erfahrene Mannschaft.“ Die Tabelle zeigt jedoch, dass die Schwarz-Weißen derzeit weit von der Tabellenspitze entfernt sind. Und sollte SWA am Sonntag erneut leer ausgehen, dann dürfte die Marissen-Elf auch im Abstiegskampf stecken. Trainer Christoph Marissen jedoch hofft auf ein Ende des Negativlaufs: „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, um wieder in die Spur zu kommen.“ Doch positive Meldungen in Hinblick auf die Verletztenliste gibt es nicht: Mirac Yalcin hat zwar wieder das Training aufgenommen, doch ob er bereits für Sonntag eine Alternative darstellt ist fraglich. Auch Nils Rademacher wird weiterhin schmerzlich vermisst, er wird in der kommenden Woche wieder in das Training einsteigen. Neben den vielen Verletzten wird auch Dustin Grasse (Foto) am Sonntag nicht zur Verfügung stehen, da er nach seiner Roten Karte im Königshardt-Spiel gesperrt zuschauen muss. Die personellen Voraussetzungen bei der Sterkrade-Reserve sind hingegen ganz andere: „Wir haben keine Verletzten. Es sind alle Mann an Bord“, verkündet Uwe Brodowski, der hofft, „an den Erfolg anknüpfen zu können“. Brodowskis Trainerkollege Klaus Nelle indes kann an dem Spiel nicht teilnehmen, da er weiterhin im Krankenhaus liegt: "Schade, dass ich wohl nicht dabei sein kann. Uwe und ich haben über Jahre mit Christoph (Marissen, Trainer SWA, Anm.d.Red.) zusammen gearbeitet. Daraus hat sich natürlich eine Freundschaft entwickelt. Und Sonntag wird es das erste Spiel gegeneinander."
Anstoß: 14.30 Uhr
[von David Wirsch]


FC Sterkrade 72 (1.) - VfR 08 Oberhausen (5.)
Mit zwei neu besetzten Trainerstühlen empfängt der FC Sterkrade am kommenden Sonntag den VfR 08 Oberhausen. Christian Kinowski und Carlos Garcia Melian bilden das neue Trainerduo bei den Sterkradern, nachdem der Verein die Zusammenarbeit mit den ehemaligen Trainern Sebastian Stempel und Oliver Straub beendet hatte. „Ich habe mich sehr über die Anfrage gefreut. Lange überlegen brauchte ich nicht“, gibt Christian Kinowski (Foto, hier noch im Dress von Arminia Lirich) offen zu. Das erste Training werden Kinowski und Garcia Melian am heutigen Freitag leiten. Und über die künftige Zusammenarbeit sagt Kinowski: „Ich kenne Carlos seit über 30 Jahren. Das passt.“

Am Sonntag kommt es zur Premiere des neuen Trainerduos, wenn der VfR 08 Oberhausen in Sterkrade gastiert. Dessen Trainer Thorsten Hamm glaubt, dass die Trainerwechsel nicht ohne Folgen bleiben: „Ich gehe davon aus, dass 72 besonders motiviert sein wird“, mutmaßt Hamm. Doch auch unabhängig der Trainerbesetzung beim Gegner sagt der VfR-Coach: „72 ist und bleibt der Topfavorit auf den Aufstieg. Die Mannschaft ist so gut bestückt, dass sie am Ende der Saison oben stehen wird.“ Die Favoritenrolle schiebt Hamm somit dem FC Sterkrade zu, allerdings will er die Qualitäten seiner eigenen Mannschaft nicht kleinreden. Im Gegenteil: Er sieht auch die Möglichkeit beim Tabellenführer zu punkten: „Wir haben auch eine sehr gute Mannschaft. Wenn wir Sonntag alles abrufen können, dann können wir auch gegen 72 bestehen und auch gewinnen.“ Wie es funktioniert hat die Spvgg. Sterkrade-Nord II am vergangenen Sonntag vorgemacht, als man dem FC Sterkrade die erste Saisonniederlage beibringen konnte. Hamm warnt aber auch: „Wenn wir nicht alles abrufen, dann kann es auch eine Klatsche geben.“ Sterkrades neuer Trainer Christian Kinowski erwartet mit dem VfR „keinen einfachen Gegner“, auch wenn die 08er seit drei Spielen ohne Sieg sind. In der Vorwoche unterlag der VfR 08 bei Kinowskis Ex-Club Arminia Lirich deutlich mit 1:6. Zuvor gab es zwei Unentschieden gegen Arminia Klosterhardt III (0:0) und GA Sterkrade (1:1). Unabhängig von seinem neuen Trainerdasein beim FC Sterkrade erwartet Kinowski einen „extra motivierten“ Gegner, schließlich wolle jede Mannschaft gegen den Tabellenführer etwas reißen, wie es neudeutsch im Fußballjargon heißt. Diese Erfahrung mussten die 72er auch gegen Nord II machen. Mit Spannung wird nunmehr die Premiere von Kinowski und Garcia Melian beim Tabellenführer erwartet. Schafft es das neue Trainerduo gleich mit einem Sieg zu starten? Bei diesem Ziel wird jedoch Mike Ratkoswksi verletzungsbedingt fehlen. Auf Seiten des VfR 08 kehren zwei Akteure wieder in den Kader: Marcel Beyer hat seine Gelbsperre abgesessen und Paul Schendzielorz ist zurück aus dem Urlaub.
Anstoß: 14.30 Uhr

[von David Wirsch]


SG Osterfeld (2.) - Arminia Lirich (6.)
Die SG Osterfeld empfängt die Mannschaft von Arminia Lirich – ein Verfolgerduell in der Kreisliga A, trifft doch der Tabellenzweite auf den Sechsten. SGO-Trainer Ercan Kaynar spricht von einem Sechs-Punkte-Spiel: „Lirich ist zwar nicht unser direkter Verfolger, aber die Tabelle ist sehr eng. Weit weg ist Lirich nicht.“ Fünf Punkte trennen die beiden Mannschaften genau. Die Osterfelder haben außerdem nur drei Punkte weniger als Tabellenführer FC Sterkrade.

Die Gäste gehen mit einem gewissen Respekt ins Spiel. „Osterfeld steht nicht ohne Grund da oben“, meint Lirichs Trainer Christoph Tapinos. „SGO hat eine eingespielte Truppe. Es war schon vor der Saison klar, dass sie der beste Aufsteiger ist, mit namhaften Spielern in den Reihen.“ Arminia Lirich hat aber ebenfalls auf sich aufmerksam gemacht. Am vergangenen Wochenende schlug den Tabellenfünften VfR 08 Oberhausen mit 6:1. „Wir sind spätestens jetzt gewarnt“, erklärt Kaynar. „Lirich hat gegen VfR deutlich gewonnen, dafür aber in anderen Spielen überraschend Punkte liegen gelassen. Sechs Tore gegen den VfR muss man aber erst einmal machen.“ Dennoch sei das Ziel ein Sieg. „Es wird kein Selbstläufer, aber wir wollen gewinnen“, sagt Kaynar, der wohl auf den einen oder anderen angeschlagenen Spieler verzichten muss. Bei Arminia Lirich steht ein Ausfall sicher fest. Torhüter Timo Jochmann hat sich beim VfR-Spiel unter anderem einen Kreuzbandriss zugezogen. Dafür kehrt Ersatzkeeper Mohamad Abdul Halim in den Kader zurück. Tapinos hofft, dass seine Mannschaft an die Leistung anknüpft. „Es wird ein schweres Spiel. Wenn wir so spielen wie gegen VfR, dann rechnen wir uns aber sicherlich etwas aus.“
Anstoß: 14.30 Uhr

[von Steffen Ludwig]


Die weiteren Partien in dieser Liga:

Arminia Klosterhardt II - Adler Oberhausen
Dostlukspor Bottrop - GA Sterkrade
SV Concordia OB - Arminia Klosterhardt III
Post Oberhausen -> Spielfrei

 


Keine Kommentare
Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
*


CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.

*

Premiumparter