01.12.2017 16:50

Von: Steffen Ludwig

Bezirksliga: Bruns und Daus/Thönissen stehen vor dem Debüt beim neuen Verein

In der Bezirkliga gehen BW Oberhausen (mit Hans-Günter Bruns) und der SC Buschhausen (mit dem Trainerduo Daus/Thönissen) mit neuen Trainern in den Spieltag. Außerdem empfängt der SC 20 Oberhausen den VfB Bottrop. Adler Osterfeld und TuB Bocholt treffen im Topspiel, Fortuna Bottrop und der SV Krechting im Abstiegsduell aufeinander. Die SF Königshardt müssen beim SC Bocholt ran, Sterkrade 06/07 bei Emmerich-Vrasselt.


Adler Osterfeld (weiße Trikots) spielt gegen TuB Bocholt. Die SF Königshardt (schwarze Trikots) reisen zum SC Bocholt.

Vorschau - Bezirksliga

17. Spieltag - 03. Dezember

TuB Bocholt (2.) - Adler Osterfeld (3.)
Topspiel in der Bezirksliga! Adler Osterfeld reist als aktueller Tabellendritter zum Tabellenzweiten TuB Bocholt. Nachdem Spitzenreiter BW Dingden am Mittwoch sein Nachholspiel gegen den SV Friedrichsfeld (3:0) gewinnen konnte, stehen beide Mannschaften unter Zugzwang. TuB Bocholt hat einen Rückstand von vier Punkten. Adler Osterfeld liegt sogar sieben Punkte hinter Dingden, hat allerdings auch noch ein Nachholspiel gegen den SC Bocholt in der Hinterhand. Am Sonntag können die Oberhausener jedenfalls mit dem Gegner TuB Bocholt gleichziehen.

„Es ist ein Topspiel der Liga“, sagt Adlers Trainer Udo Hauner (Foto). „Mit einer Überraschung können wir am Sonntag mit Bocholt gleichziehen.“ Eine Überraschung? Das wollte Hauner dann doch nicht so stehen lassen. „Wir sind sicherlich nicht der Außenseiter“, korrigierte er sich. „Wir haben aber Respekt vor der bisherigen Saisonleistung von Bocholt. Sie spielen als Aufsteiger eine richtig starke Runde.“ Von mehreren Trainerkollegen habe er außerdem gehört, was die Stärken der Gastgeber sind. TuB Bocholt sei fußballerisch stark und habe eine extrem gute Offensive. „Wir gucken nicht auf TuB“, stellt Hauner aber klar. „Wir wollen unseren aktuell überragenden Lauf fortsetzen.“ In den vergangenen acht Ligaspielen gewannen die Oberhausener sieben Mal. Nur einmal teilten sie sich die Punkte, beim 2:2 gegen Emmerich-Vrasselt. Einen Sieg gegen die zuletzt eher schwächelnden Bocholter macht Hauner allerdings nicht zur Pflicht. „Wir wären mit einem Punkt zufrieden“, erklärt der Adler-Coach. „Wir haben ein Spiel weniger und deshalb wäre ein Unentschieden ein gutes Ergebnis.“
Anstoß: 14.15 Uhr
[von Steffen Ludwig]


SC 20 Oberhausen (6.) - VfB Bottrop (4.)
Normalerweise ist die Favoritenrolle klar verteilt, wenn ein Aufsteiger nach drei Jahren Bezirksligaabstinenz auf einen gestandenen und etablierten Bezirksligisten trifft. Wenn dieser Aufsteiger aber eine furiose Hinrunde spielte und SC 20 Oberhausen heißt, dann trifft man bei der Partie gegen den Tabellenvierten aus Bottrop sicherlich keine voreiligen Schlüsse. Lediglich ein Zähler trennt die beiden Teams voneinander, es ist also ein Spiel, bei dem der Sportclub seinen Gegner überholen kann. Die mit 44 Treffern zweitgefährlichste Offensive der Liga stellen die Oberhausener und konnten drei der jüngsten fünf Partien für sich entscheiden. Zuletzt schlug man Fortuna Bottrop souverän mit 3:0, den SV Krechting gar 5:1 – übrigens die beiden Mannschaften, auf die der VfB Bottrop nach diesem Sonntag noch vor Weihnachten trifft. Die andere Seite der Medaille sind die 37 Gegentore der 1920er, welche in den Top 10 der Tabelle den deutlich schwächsten Wert darstellen. Spektakel bekommen die Zuschauer bei insgesamt 81 Treffern in 16 Spielen also genug zu sehen, 5,1 Tore fallen im Schnitt pro SC-Spiel, das ist Ligahöchstwert. Der VfB Bottrop erlebte in den letzten Wochen eine Achterbahnfahrt, bei vielen personellen Problemen gelang zwar das Erreichen des Pokalviertelfinales sowie ein überzeugender 2:0-Sieg beim Zweiten TuB Bocholt, aber immer wieder setzte es auch Ernüchterungen wie am letzten Spieltag beim 1:4 gegen Praest. Auffällig dabei ist, dass die Defensivleistungen zu sehr schwanken. Acht mal kassierte man gar keins oder nur ein Gegentor, wobei man jedes dieser acht Spiele gewann, fünf Mal jedoch klingelte es dreimal oder noch mehr im eigenen Gehäuse, aus diesen fünf Spielen konnte man lediglich einen Punkt ergattern (beim 3:3 gegen Bocholt II).

Spektakel gegen defensive Wundertüte – wie schätzen die Trainer dieses Spiel ein? Bottrops Übungsleiter Mevlüt Ata erwartet ein ausgeglichenes Spiel und möchte versuchen, ohne Spektakel zu punkten. "Es wird ein sehr interessantes Spiel, weil wir beide auf Augenhöhe sind. Der SC ist sehr spielstark, nicht nur spielerisch, sondern vor allem auch nach Standards. Wir müssen sie von unserem Tor weitestgehend fernhalten." In seinen Matchplan möchte er sich natürlich nicht blicken lassen, aber die Vorgabe ist klar. "Wir müssen defensiv kompakt stehen und unnötige Ballverluste vermeiden. Nur wenn wir ein gutes Spiel zeigen, können wir etwas mitnehmen." Besonders am Sonntag wird für den VfB das Spiel auf ungewohntem Geläuf sein, "meine Mannschaft hat zuletzt vor einem Jahr auf Asche gespielt, das kommt uns natürlich nicht zugute", so Ata. SC-Trainer Ümit Ertural erwartet ähnliches. "Die Asche ist für uns vielleicht ein kleiner Vorteil, aber ich erwarte ein absolutes Spiel auf Augenhöhe. Der VfB ist einer der Gegner in der Saison, auf die man sich wirklich freut, da gibt es keinen Favoriten. Wir wollen einfach versuchen, unsere momentan gute Form beizubehalten und ein gutes Spiel machen." Ganz interessant ist, dass sowohl der VfB als auch der Sportclub bislang in der Fremde mehr Punkte als zuhause geholt haben – ein Faktum mit Seltenheitswert, am Sonntag wird sich zeigen, ob der Trend derselbe bleibt.
Anstoß: 14.15 Uhr
[von Tristan Berghoff]


SC Bocholt (5.) - SF Königshardt (8.)
„Wir hoffen in erster Linie erst einmal, dass das Spiel stattfindet“, merkt Königshardts Trainer Rene Landers (Foto) im Vorfeld der geplanten Auswärtspartie mit einem Schmunzeln an. Denn zuletzt war seine Mannschaft erneut von einem Spielausfallbetroffen: Am vergangenen Samstag sollte die Nachholpartie beim SV Haldern stattfinden, doch das Wetter spielte nicht mit – das Spiel fand nicht statt. Und auch die Partie beim SC Bocholt könnte möglicherweise den Witterungsbedingungen zum Opfer fallen, denn es soll auf Rasen stattfinden.

Sofern das Spiel wird stattfinden können, werden sich zwei formstarke Mannschaften gegenüberstehen. Die Sportfreunde haben die vergangenen drei Spiele allesamt gewonnen und das bei einem Torverhältnis von 15:0. Die Bilanz des SC Bocholt ist aber noch besser: Der Tabellenfünfte holte aus den vergangenen sechs Spielen die Maximalausbeute von 18 Zählern – darunter waren Siege gegen die ambitionierten Teams des VfB Bottrop (4:1) und des SC 20 Oberhausen (3:2). Die letzte Niederlage der Bocholter gab es am 1. Oktober, als man gegen den RSV Praest mit 2:3 unterlag. „Bocholt hat eine spielerisch starke Mannschaft und einen guten Lauf“, weiß SFK-Trainer Rene Landers um die aktuelle Form des SC. Doch Landers verweist auch auf die eigene Bilanz: „Wir haben zuletzt auch gute Spiele gemacht und Selbstvertrauen getankt.“ In der Tabelle liegt nur ein Punkt zwischen beiden Teams – und Tabellenplatz ist nur sechs bzw. sieben Zähler entfernt. „Wir wollen unseren Gegner am Sonntag mit einem Sieg überholen“, gibt Königshardts die Marschroute vor. Denn aktuell liegen die Sportfreunde eben noch einen Punkt hinter den Bocholtern. Dass seine Mannschaft jedoch vor einer schweren Aufgabe steht, das weiß auch Landers. Er sagt aber auch: „Es geht Sonntag nicht um einen Schönheitspreis, sondern darum den Rasen noch mehr umzugraben, um am Ende dann hoffentlich drei Punkte mitzunehmen können.“ Rene Landers muss in Bocholt und auch in den nächsten Spielen aber auf die verletzten Daniele Kowalski und Julian Rosenau verzichten: „Beide werden dieses Jahr kein Spiel mehr machen“, so Landers.
Anstoß: 14.15 Uhr
[von David Wirsch]


SC Buschhausen (17.) - BW Dingden (1.)
Mit Interesse blickt man auf Seiten des SC 1912 Buschhausen auf die kommende Partie in der Bezirksliga gegen den Tabellenführer BW Dingden. Es ist die erste Partie nach der Ära Werner Wildhagen, der nach dem letzten Spieltag sein Amt bereits vorzeitig zur Verfügung gestellt hat. Bislang ist man auf der Suche nach einem neuen Trainer in Buschhausen nicht fündig geworden, daher wird interimsmäßig am Sonntag das Duo Pascal Daus und Christian Thönissen an der Linie stehen und die Buschhausener betreuen.

Natürlich hätte man sich nach dem Abgang von Werner Wildhagen einen leichteren Gegner gewünscht, aber wenn du die Klasse halten willst, dann musst du auch mit BW Dingden klarkommen, so dürfte man in Buschhausen derzeit denken. Mit BW Dingden gastiert der aktuelle alleinige Tabellenführer in Buschhausen. Nach zwei Niederlagen Anfang Oktober haben sich die Hamminkelner wieder gefangen und konnten zuletzt gegen Haldern, SF Königshardt und den SV Emmerich-Vrasselt jeweils drei Siege einfahren. Dazwischen holte man in Sterkrade 06/07 ein Remis. Die Formkurve der Gäste zeigt also wieder deutlich nach oben. Ganz anders die Ausgangslage bei den Buschhausener. Man steht bereits nach 16 Spieltagen mit dem Rücken zur Wand. Magere elf Zähler aus 16 Partien konnten der Bezirksligaaufsteiger bisher nur einfahren und mit 49 Gegentoren stellt man die schlechteste Defensive der Liga, welche am Sonntag auf die beste Offensivabteilung der Liga trifft. Keine guten Vorzeichen für die Gastgeber. Seit sieben Spieltagen warten die Oberhausener auf den nächsten Dreier. Am letzten Spieltag konnte man beim 1:1 gegen 08/29 Friedrichsfeld zumindest einen Zähler verbuchen. Für die Gastgeber ist es fünf vor zwölf und daher kann auch gegen den Favoriten aus Hamminkeln nur ein Sieg ein Schritt in die richtige Richtung sein. „Für uns ist es das leichteste Spiel der Hinrunde. Wir haben gegen den Tabellenführer nichts zu verlieren. Jeder erwartet, dass uns Dingden abschießen wird, daher liegt der Druck nicht bei uns. Wir haben in der Woche einiges im defensiven Bereich probiert, um endlich in der Abwehr stabiler zu werden. Vier Gegentore im Schnitt sind einfach zu viel. Personell wird es keine großartigen Veränderungen geben“, erklärt Pascal Daus (Foto).
Anstoß: 15 Uhr

[von Andreas Temming]


SV Emmerich-Vrasselt (14.) - Sterkrade 06/07 (7.)
Die Spvgg. Sterkrade 06/07 empfängt am Sonntag den SV Emmerich-Vrasselt, der zuletzt stark in der Tabelle abgerutscht ist. Die erschreckende Bilanz von Vrasselt: in den letzten sieben Spielen setzte es gleich sechs Niederlagen – gegen Adler Osterfeld erkämpfte man sich beim 2:2 einen Zähler.

Dem gegenüber steht die Ausbeute der Sterkrader, die aus den letzten sechs Ligaspielen 14 von möglichen 18 Punkten einsammelten. Darunter war auch ein 2:2 gegen Tabellenführer BW Dingden. Einzig die 1:2-Niederlage beim VfB Bottrop im Pokal-Wettbewerb schwärzt diese Bilanz ein wenig. Doch in der Liga ist die Mannschaft von Trainer Christian Dahlbeck, der für die Auf’m Platz Redaktion nicht zu erreichen war, mittlerweile seit sechs Spielen ungeschlagen. Das bedeutet bislang Rang sieben in der Tabelle. Da es jedoch sehr eng in der Tabelle zugeht, liegt der Tabellenvierte (VfB Bottrop) beispielsweise nur einen Punkt vor dem 06/07-Team. Mit 28 Punkten auf der Habenseite haben die Sterkrader bisweilen doppelt so viele Punkte holen können, wie der SV Emmerich-Vrasselt, der trotz der Negativserie noch auf einem Nicht-Abstiegspatz liegt. Bei einer neuerlichen Niederlage würde aber das Abrutschen auf den Relegationsplatz oder auf einen der Abstiegsränge drohen. Hoffnung auf eine Wende kann Vrasselt dadurch schöpfen, dass man zehn der insgesamt 14 Saisonpunkte auf der heimischen Anlage sammeln konnte. Allerdings waren die Sterkrader mit bis dato 13 Auswärtspunkten auch in der Fremde des Öfteren erfolgreich. Mit einem Sieg würde sich die Dahlbeck-Elf weiter im oberen Tabellendrittel festbeißen können.
Anstoß: 14.15 Uhr
[von David Wirsch]


SV Fortuna Bottrop (13.) - SV Krechting (18.)
Für Fortuna Bottrop steht der nächste Abstiegskrimi an. Am Sonntag empfangen die Bottroper den Tabellenletzten SV Krechting. Aktuell hat der SV Fortuna zwar neun Punkte Vorsprung vor Krechting. Der Relegationsplatz ist dagegen aber nur zwei Punkte entfernt. Einen Ausrutscher gegen das Schlusslicht kann sich die Fortuna also nicht erlauben. „Wir steuern einen Heimsieg an“, sagt Fortunas Trainer Marco Hoffmann. „Wir spielen auf Rheinbaben und wollen auch ein Heimspiel kreieren.“ Hoffmann sprach außerdem von einer guten Trainingsbeteiligung. Die Mannschaft habe intensiv gearbeitet.

Zuletzt lief es bei beiden Mannschaften eher schlecht. Der SV Fortuna holte aus den vergangenen fünf Spielen nur vier Zähler, konnte zuletzt aber gegen Sterkrade 06/07 einen Punkt holen. Dr SV Krechting holte im selben Zeitraum nur drei Punkte, verlor die letzten drei Spiele allesamt. Hoffmann mahnt: „Wir gehen mit den nötigen Respekt vor Krechting ins Spiel. Aber: wir brauchen den Sieg unbedingt.“ In den vergangenen Jahren hatten häufig die Bottroper die Nase vorn. In sechs Spielen gewann die Fortuna alle drei spielte auswärts zwei Mal Unentschieden. Das letzte Duell allerdings gewann der SV Krechting mit 1:0. „Das war kein gutes Spiel“, erinnert sich Hoffmann zurück. „In den Heimspiele sahen wir aber immer gut aus. Daran wollen wir anknüpfen und Krechting in die Knie zwingen.“ Tim Strickerschmidt und Dominik Wenderdel fallen aus. Ob der angeschlagene Gino Pöschl (Foto) spielen kann, ist noch unklar.
Anstoß: 15.15 Uhr

[von Steffen Ludwig]


BW Oberhausen (12.) - SV Haldern (16.)
Hans-Günter Bruns (Foto) feiert am Sonntag sein Debüt als Trainer von BW Oberhausen. In der vergangenen Woche gingen Trainer Michele Lepore und BW Oberhausen überraschend getrennte Wege. Die Blau-Weißen stellten schnell den ehemaligen RWO- und Arminia-Trainer Bruns als Nachfolger vor. Gegen den SV Haldern feiert er seinen Einstand an der Tulpenstraße.

Für BW Oberhausen steht gleich ein richtungsweisendes Spiel an. Die Oberhausener empfangen mit dem SV Haldern den Tabellensechszehnten, der sich zuletzt mit starken Ergebnissen immer näher ans sichere Ufer kämpfte. Mittlerweile trennen die beiden Vereine nur noch fünf Punkte. Sollte Haldern gewinnen, schrumpft der Vorsprung der Blau-Weißen sogar auf zwei Punkte. Wenn die restliche Konkurrenz gewinnt, kann BWO sogar auf den Relegationsplatz rutschen. „Natürlich ist es richtungsweisend“, sagt Bruns. „Wir wollen dieses Spiel gewinnen.“ Allerdings noch einige Probleme. Einige Spieler fallen verletzungsbedingt oder aus anderen Gründen noch aus. Außerdem attestierte er seiner Mannschaft Defizite. „Ich war überrascht über den Zustand“, meinte er. „Das spielt aber alles keine Rolle.“ Auch, in welcher Verfassung der kommende Gegner ist, sei Bruns egal. „Wir wollen unser Spiel machen“, erklärte der neue BWO-Trainer. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Mannschaft alles geben wird, damit wir die drei Punkte zuhause behalten.“
Anstoß: 15.15 Uhr

[von Steffen Ludwig]


Die weiteren Partien in der Liga:

RSV Praest - Hamminkelner SV
1. FC Bocholt II - SV Friedrichsfeld

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