03.12.2017 19:40

Von: David Wirsch

Spielabbruch beim Duell SG Osterfeld gegen FC Sterkrade - VfR 08 mit Last-Minute-Punkt

Das Spitzenspiel zwischen dem Zweiten SG Osterfeld und dem Tabellenführer FC Sterkrade wurde abgebrochen! Schuld war eine Rudelbildung. Derweil schoss SW Alstaden die Reserve des VfB Bottrop ab und der SV Concordia Oberhausen verspielte gegen den VfR 08 Oberhausen eine 2:0- und 3:2-Führung.


Nachschau

Kreisliga A, 15. Spieltag

SF Königshardt II - Post Oberhausen 1:1 (1:1)
Es sind die Wochen der direkten Duelle in der Abstiegszone, das erste an diesem Sonntag endete remis. Königshardt II trennte sich von Post Oberhausen unentschieden 1:1. Bei nasskalten Temperaturen um den Gefrierpunkt und schneebedecktem Kunstrasen am Pfälzer Graben waren die Bedingungen für die Begegnung zwar nicht optimal, die Mannschaften jedoch lieferten sich ein sehr kurzweiliges und interessantes Fussballspiel. Torerfolge blieben Mangelware, hochkarärtige Chancen wurden hingegen wie am Fließband produziert.

Königshardt kam etwas besser ins Spiel und ging mit der dritten guten Chance in Führung. Nach 18 Minuten kombinierten sich die Gastgeber über den Flügel, der Abschluss landete zunächst am Pfosten, prallte jedoch zurück ins Feld, wo Brian Samuel Klauenberg abstaubte und aus wenigen Metern zum 1:0 einschob. Die Gäste benötigten nur drei Minuten zur direkten Antwort, ein Eckball von rechts segelte vor das SF-Tor und Dennis Gornik köpfte zum Ausgleich unhaltbar ins Eck (21.). Danach blieb es bis zum Schluss spannend, sowohl Post als auch Königshardt erspielten und kreierten einige Top-Gelegenheiten, fehlende Genauigkeit und das nicht vorhandene nötige Spielglück sorgten aber letztlich dafür, dass es beim Unentschieden blieb. "Das Spiel hätten beide Mannschaften gewinnen können, beide hatten ihre Chancen aufs 2:1", sagte Post-Trainer Willi Poulkos hinterher. "Auf diesem schwer bespielbaren und rutschigen Platz muss ich meiner Mannschaft ein dickes Lob aussprechen, wir sind in Rückstand geraten, aber haben uns nicht aufgegeben und gefightet bis zum Schluss. Es war ein absolut offener Schlagabtausch, sodass ich mit dem Punkt im Großen und Ganzen zufrieden bin." Der zweite Punktgewinn in Folge lässt die Gäste wieder aufleben, auch Poulkos weiß seine Mannschaft auf dem Weg der Besserung, "der Trend zeigt endlich wieder nach oben". Nun müsse man "bis zur Winterpause weiter hart arbeiten und in den zwei Spielen versuchen, Punkte mitzunehmen". Sein Gegenüber, Königshardts Coach Pierre Szterlicht, wusste den Punkt nicht so ganz einzuschätzen. "Wir haben die Chance verpasst, uns ganz unten raus zu schießen, aber ich denke, am Ende kann man zufrieden sein, wir haben erst einmal Post hinter uns gelassen, das Spiel war trotz der äußeren Bedingungen sehr gut, insbesondere gegen Ende hatten auch wir mehrfach die Möglichkeit, das ganze für uns zu entscheiden, aber unterm Strich ist es ein gerechtes Ergebnis." Bis zur Winterpause setzt er sich mit seinen Sportfreunden noch ambitionierte Ziele. "Ich habe auch, als es noch nicht so gut lief, gesagt, dass wir mit 20 Punkten in die Winterpause gehen wollen, wir haben jetzt 15 und noch zwei Heimspiele, die wollen wir natürlich gewinnen."
Tore: 1:0 Brian Samuel Klauenberg (18.) 1:1 Dennis Gornik (21.)
[von Tristan Berghoff]


SW Alstaden - VfB Bottrop II 6:0 (2:0)
Schwarz-Weiß Alstaden hat einen wichtigen Befreiungsschlag gelandet und sich durch das deutliche 6:0 (2:0) gegen die zweite Mannschaft des VfB Bottrop aus der unmittelbaren Abstiegszone geschossen. Der Abstand zwischen den beiden Teams beträgt nun fünf Punkte, auf dem Platz waren es sechs Tore, die beim Alstadener Einbahnstraßenfestival den Unterschied markierten. "Ich bin natürlich sehr zufrieden, dieses Spiel heute und der Trend der letzten Wochen ist einfach das Ergebnis der letzten Wochen, wo wir einen Kader haben, der regelmäßig zum Training kommt und den nötigen Willen und die Einsatzbereitschaft an den Tag legt, um daraus nun Kapital zu schlagen. Wir sind ein echtes Team geworden", freute sich Trainer Christoph Marissen.

Und dieses Team agierte nach eher mäßigen und abtastenden Anfangsminuten, wo auch der VfB offensive Ansätze zustande brachte, zielstrebig und effektiv. 25 Minuten Anlauf benötigten sie, um auf 1:0 zu stellen, Julian Birkholz ließ Christopher Hübers im VfB-Tor keine Abwehrmöglichkeit. Mirac Yalcin (Foto) stellte noch vor der Pause alle Weichen auf Heimsieg, als sein Schuss zum 2:0 die schwach aufgelegten Gäste vor größere Probleme stellte. Die Bottroper waren im ersten Durchgang kaum wiederzuerkennen, zu Beginn der zweiten Halbzeit war hingegen der Wille deutlich erkennbar, das Blatt zu wenden und das Ergebnis in positiver konnotierte Gefilde zu bewegen. Die offensivere Ausrichtung und Spielweise wurde von den gnadenlosen Alstadenern prompt bestraft, ein Konter über die linke Seite setzte Mirac Yalcin in Szene, der das Spiel mit dem 3:0 nach 49 Minuten zumachte. Die Gastgeber spielten ihren Stiefel munter und abgeklärt herunter, die teils desillusionierten Bottroper konnten nicht einmal Schadensbegrenzung betreiben und überließen sich gänzlich ihrem Schicksal, Julian Birkholz schraubte das Ergebnis nach einer Stunde weiter in die Höhe (62.). Der dritte Doppelpacker des Tages war Dennis Schroer, seine Treffer zum 5 respektive 6:0 machten den Torreigen perfekt und das halbe Dutzend voll. Die höchste Niederlage für den VfB und der höchste Saisonsieg für Alstaden – ein Tag voller Extreme, für VfB-Trainer Sascha Bartsch extrem bescheiden. "Eine absolut verdiente Niederlage", gab er ehrlich zu, "wir waren bemüht, das kann man schon sagen, aber ob defensiv oder offensiv, es hat nichts so wirklich klappen wollen. Es war einfach der Wurm drin. Die Anfangsviertelstunde war noch ganz okay, aber dann fangen wir uns Gegentore, die man niemals so kassieren darf. Da haben wir schlichtweg zu naiv verteidigt. Daraus müssen wir lernen und es nächste Woche besser versuchen." Christoph Marissen freute sich über den Sieg, wünscht sich aber für Weihnachten noch zwei Siege unter den Tannenbaum. "Das ist eine klare Kampfansage, wir wollen noch sechs Punkte holen bis zur Winterpause!"
Tore: 1:0/4:0 Julian Birkholz (25./62.) 2:0/3:0 Mirac Yalcin (38./48.) 5:0/6:0 Dennis Schroer (65./86.)
[von Tristan Berghoff]


SV Concordia OB - VfR 08 Oberhausen 3:3 (2:0)
"Das war ein glücklicher Punktgewinn", gab VfR 08-Trainer Thorsten Hamm nach dem 3:3 beim SV Concordia Oberhausen zu. Dabei lag seine Mannschaft zwischenzeitlich sogar mit 0:2 und mit 2:3 zurück. "Wenn man den Spielverlauf sieht, müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein und das sind wir auch", ergänzte Hamm. Der Treffer zum 3:3 fiel dabei erst in der Nachspielzeit, als Tim Blanke einen Handelfmeter verwerten konnte.

"In der ersten Halbzeit war Concordia klar besser und hat auch verdient geführt", sagte Thorsten Hamm zu der ersten Halbzeit. Und dieser gelangen den Hausherren zwei Treffer, einer aber unter Mithilfe der 08er. Denn das 1:0 für Concordia erzielte kein Concorde, sondern Ugur Can Aksünger, dem ein Eigentor unterlaufen ist. Sieben Minuten vor der Pause konnte Mücahit Öztürk sogar auf 2:0 für die Hausherren erhöhen. Mit dem verdienten 0:2-Rückstand ging es für die Hamm-Elf in die Pause. "In der zweiten Halbzeit sah es aber viel besser aus", sah VfR-Trainer Hamm eine deutliche Leistungssteigerung. Und innerhalb von nur sieben Minuten stellten die 08er die Partie wieder auf Null. Mit einem Weitschuss erzielte Dennis Silberkuhl zunächst das 1:2 und anschließend war Tim Blanke (Foto) per Kopf nach einer Ecke erfolgreich - 2:2. Damit glitten dem SV Concordia die in Durchgang eins sicher geglaubten drei Punkte förmlich aus den Händen. Das Momentum schien nun auf seiten der Gäste, doch der SV Concordia Oberhausen schlug zurück und erzielte in der 81. Minute die neuerliche Führung: Torschütze war Ismael Cire Conde. Die Führung hielt bis in die Nachspielzeit. Dann schlug VfR-Schlussmann einen letzten langen Ball in den Strafraum der Gastgeber, der Ball tupfte auf und sprang an die Hand eines Concorden - Handelfmeter! Für VfR-Trainer Thorsten Hamm gab es keine Zweifel an dieser Entscheidung. Tim Blanke, der bereits das zwischenzeitliche 2:2 besorgte, trat und traf - 3:3! Das war zugleich der Schlusspunkt. "Wir hätten vor dem Handelfmeter bereits einen Strafstoß bekommen müssen, als Tim Blanke gefoult wurde", erklärte Thorsten Hamm, der sich am Ende trotz des nicht gegebenen Strafstoßes Minuten vor dem Handelfmeter über einen Punkt an der Concordiastraße freuen konnte. "Positiv ist, dass wir Moral bewiesen haben und zurückgekommen sind", freute sich Thorsten Hamm. Der VfR 08 Oberhausen machte durch den Punktgewinn sogar einen Platz gut, da die Partie des bisherigen Tabellenvierten Arminia Lirich ausgefallen ist. Der SV Concordia Oberhausen sprang derweil mit dem Punkt auf Rang zwei, da die Partie der SG Osterfeld abgebrochen worden ist.
Tore: 1:0 Ugur Can Aksünger (Eigentor, 15.), 2:0 Mücahit Öztürk (38.), 2:1 Dennis Silberkuhl (54.), 2:2 Tim Blanke (61.), 3:2 Ismael Cire Conde (81.), 3:3 Tim Blanke (90.+2, Elfmeter)
[von David Wirsch]

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SG Osterfeld - FC Sterkrade Abbruch in der 95. Minute beim Stand von 0:1
Eine Rudelbildung in der 95. Minute war der Auslöser für den Spielabbruch. Nach einem harten Zweikampf gerieten ein Osterfelder und ein Sterkrader Spieler aneinander und beleidigten sich. Zunächst kamen mehrere Spieler beider Mannschaft zum Streitort. Dann liefen auch Zuschauer dazu und es bildete sich eine große Traube. Der Schiedsrichter schaute sich die Rudelbildung erst kurz an, brach dann aber das Spiel ab. Zu dem Zeitpunkt führte der FC Sterkrade mit 1:0. „Der Schiedsrichter hatte keine andere Wahl“, sagte SGO-Trainer Ercan Kaynar. Sterkrades Trainer sah das anders und fühlte sich übergangen: „Normalerweise holt man die beiden Kapitäne zusammen und klärt das. Das war heute nicht so. Eigentlich waren es nur zwei Spieler, die ihr Hirn ausgeschaltet haben. SGO war insgesamt sehr fair.“

Die vorherigen 95 Minuten waren – anders als die Rudelbildung – eines Topspiels würdig. Beide Mannschaften spielten einen ansehnlichen Fußball und erspielten sich viele Torchancen. Hakan Girgin und Baris Cömez hatten die besten Chancen für die SG Osterfeld. Auf Seiten der Sterkrader scheiterte Christian Rondo Perez (Foto) mit einem Freistoß. Perez war es auch, der das eigentlich entscheidende Tor schoss. In der 22. Minute verwandelte er einen Elfmeter. Beide Trainer hätten eine Punkteteilung als gerechtes Ergebnis gesehen. Sterkrades Trainer Kinowski resümierte: „In der ersten Halbzeit waren wir am Drücker und hatte viele Torchancen. SGO kam dann stark aus der Kabine und hat uns Paroli geboten. Es ging dann hin und her.“ SGO-Coach Kaynar meinte: „Wir hatten den Spielfluss in der Hand. 72 hat natürlich enorme Qualität und hätte mit Kontern das Spiel entscheiden können. Allerdings waren wir heute in der Lage, mindestens einen Punkt mitzunehmen.“ Kaynar ärgerte sich über den Spielabbruch sehr: „Ich verliere viel lieber, als das sowas passiert. So ein Verhalten gehört nicht auf den Platz, ob von uns oder ob vom Gegner. Das schadet letztlich nur dem Ruf des Kreisliga-Fußballs und den Mannschaften.“
Tor: 0:1 Christian Rondo Perez (22./FE)
[von Steffen Ludwig]


Die weiteren Partien in dieser Liga:
Arminia Klosterhardt II - GA Sterkrade 5:1
Sterkrade-Nord II - Adler Oberhausen 9:0
Dostlukspor Bottrop - Arminia Lirich *Spielausfall*
Arminia Klosterhardt III -> Spielfrei


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