SuS 21 geht mit 27-Mann-Kader in die Saison - Neun neue Spieler

Im Sommer 2015 musste SuS 21 Oberhausen den bitteren Gang in die Kreisliga B antreten. In den beiden Spielzeiten danach landeten die Oberhausener immer auf den oberen Rängen. Nach dem vierten Platz 2015/2016 erreichte SuS 21 in der vergangenen Saison den dritten Platz. Dieser reichte aber nicht für den Aufstieg in die Kreisliga A. Nur die ersten beiden stiegen auf. Lange Zeit hatte SuS 21 um den zweiten Platz mitgespielt. Spätestens aber nach den beiden Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten SG Osterfeld und SV 1911 Bottrop war das Rennen für die Oberhausener vorbei. Mit über 100 Toren stellten Truppe von der Schleuse die drittbeste Offensive und mit 37 Gegentoren sogar die zweitbeste Defensive. Jetzt hat SuS 21 Oberhausen erneut aufgerüstet, in der Qualität und Breite.

"Teamspirit" soll ein großer Erfolgsfaktor sein

Dennis Buil kam von Post Oberhausen.

Machten in der Schlussphase der vergangenen Saison noch viele Ausfälle den Oberhausenern das Leben schwer, so hat man in diesem Sommer vorgesorgt. Trainer Hartwig Jondral meint: „Unser Problem war, dass wir bei Ausfällen nur schlecht reagieren konnten. Das hat man besonders in den letzten Spielen gesehen. Daran haben wir aber in der Sommerpause gearbeitet und einige neue und gute Spieler geholt.“27 Spieler zählt der aktuelle Kader in der Kreisliga B. Zwar beendeten Patrick Gordon, Manuel Groh und Dennis Discher ihre Karriere und Markus Seiffert sucht in Borbeck eine neue Herausforderung. Dafür kamen aber gleich neun neue Spieler an die Schleuse. Kevin Skoda und Kevin Dziuron spielten im vergangenen Jahr mit ihren Mannschaften schon um den Aufstieg mit, Dennis Buil holte mit Post sogar die Meisterschaft in der Kreisliga B. Außerdem brachte der neue Teamchef Erol Kücüksarslan drei Spieler von seinem ehemaligen Verein Club emek mit. Mit den Langzeitverletzten Brandon Stahl und Danny Fees haben die Oberhausener auch schon zwei Neue für den Winter in der Hinterhand.

„Wir sind sehr froh, dass wir uns so verstärken konnten“, sagt Jondral und macht dabei auf die Umstände aufmerksam: „Wir haben ja keinen Kunstrasen, sondern nur unseren ‚roten Rasen‘ zu bieten. Das zeigt aber auch, dass die neuen Spieler nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich top sind.“ Die Kameradschaft, dieser „Teamspirit“, soll neben der Qualität der zweite Schlüssel zum Erfolg sein. „Die Jungs sitzen nach dem Training noch bis 12 Uhr am Vereinsheim, auch in der Woche. Die Kameradschaft ist zu 100 Prozent da“, freut sich Jondral.

SuS hat sechs von sieben Testspielen gewonnen

 

Nicht nur neben dem Platz stimmt es aktuell beim B-Ligisten. Auch auf dem Feld fuhren die Oberhausener in der Vorbereitung einen Sieg nach dem anderen ein. „Wir haben gegen viele höherklassige Mannschaften gespielt“, erzählt Teamchef Erol Kücüksarslan. „Und die Ergebnisse sprechen für sich. Außerdem konnten wir viele Erkenntnisse sammeln.“ Auch Trainer Jondral ist mit den bisherigen Auftritten zufrieden: „Wir haben gesehen, dass auch unsere zweite Reihe sehr gut ist. Wir haben einen gesunden Konkurrenzkampf.“ Allerdings warnt Jondral auch: „Wir können jeden höherklassigen Gegner schlagen, aber wir können auch gegen jeden verlieren, wenn wir eine gewisse Lethargie an den Tag legen.“ Kücüksarslan meint: „Alle müssen ihre Hausaufgaben machen, die Spieler und die Trainer.“ Wie weit die Mannschaft wirklich ist, wird sich am kommenden Sonntag zeigen. Dann spielt SuS 21 im Kreispokal gegen die Batenbrocker RK. Eine Woche später startet dann die Liga.


Auf'm Platz sprach mit Trainer Hartwig Jondral, Teamchef Erol Kücüksarslan und dem sportlichen Leiter Marco Potarzycki

Trainer Hartwig Jondral

Auf’m Platz: „Hallo Hartwig, wie blickst du auf die vergangene Spielzeit zurück?“
Hartwig Jondral: „Insgesamt sehe ich die Saison schon positiv. Gut, wenn zwei aufsteigen und du wirst Dritter, dann hast du dein Ziel knapp verfehlt. Uns hat in der vergangenen Saison ein wenig die Qualität in der Breite gefehlt. Unser Problem war, dass wir bei Ausfällen nur schlecht reagieren konnten. Das hat man besonders in den letzten Spielen gesehen. Daran haben wir aber in der Sommerpause gearbeitet und einige neue und gute Spieler geholt.“

Auf’m Platz: „Hartwig, Erol, mit welchen Zielen geht ihr in die Saison?“
Erol Kücüksarslan: „Wir brauchen uns auf jeden Fall nicht verstecken. Wir haben uns in der Breite und auch qualitativ verstärkt. Wir werden definitiv nicht gegen den Abstieg spielen. Mal ehrlich, wir sind eine Riesentruppe. Wenn wir uns nicht selbst schwächen, dann können wir ganz oben angreifen.“
Jondral: „Ganz so angriffslustig wie Erol bin ich nicht. Wir gehen entspannt in die Saison, bekommen auch keinen großen Druck vom Vorstand. Alle Spielerwünsche sind bisher erfüllt. Es läuft. Sicherlich sind wir eine richtig gute Mannschaft und wir werden uns nach keinem Gegner richten. Damit würden wir uns eher schwächen. Aber für einen Aufstieg reicht das alleine nicht. Man kann das auch nicht erzwingen. Ich sage immer, man braucht für einen Aufstieg drei Dinge: Können, Glück und am Ende auch Schicksal.“

Hartwig Jondral: "Für einen Aufstieg braucht man drei Dinge: Können, Glück und Schicksal"

Auf’m Platz: „Ihr seid jetzt ein sportliches Dreiergespann. Wie läuft da eure Zusammenarbeit?“
Jondral: „Erst einmal sind wir kein Dreiergespann, sondern zu fünft. Manfred Kurka ist mein Co-Trainer und Lutz Bellenbaum kümmert sich um die Torhüter. Es läuft aber richtig gut. Wir haben für jede Aufgabe den richtigen Mann und wir verstehen uns prächtig. Für die Mannschaft sind wir mit Manni, Erol und mir zu dritt. Wir erarbeiten alle Trainingspläne und so etwas zusammen. Und dann ist auch immer mindestens einer von uns dabei.“
Kücüksarslan: „Bisher ist es eine super Zusammenarbeit. Ich bin ja so eine Art Verbindungsstück zwischen der ersten und zweiten Mannschaft, der A-Jugend und dem Vorstand. Das klappt bisher richtig gut.“
Marco Potarzycki: „Ich kümmere mich sehr um die Außendarstellung. Das läuft bisher gut. Wir versuchen auch so ein bisschen mit der Marke ‚Schleuse‘ zu spielen. So kennt man uns in Oberhausen und so verstehen wir uns auch. Wir sehen uns gerne als das kleine gallische Dorf. Das zeigt Geschlossenheit, in der Mannschaft, zwischen uns und dem Vorstand. Das ist eine wirkliche Gemeinschaft.“

Die drei sportlichen Chefs bei SuS 21 Oberhausen (v.l.): Marco Potarzycki, Erol Kücüksarslan und Hartwig Jondral.

Auf’m Platz: „Ihr stellt noch eine zweite Mannschaft in der Kreisliga C. Seit einigen Jahren gibt es auch zum ersten Mal wieder eine A-Jugend. Wie soll die Zusammenarbeit laufen?“
Kücüksarslan: „Das ist ja auch ein Teil meiner Aufgabe. Wir wollen mit allen drei Mannschaften eng zusammenarbeiten. Und da ist klar, dass kein Weg versperrt ist. Spieler aus der ersten Mannschaft, die etwas zurückhängen oder gerade aus einer Verletzung kommen, werden bestimmt die zweite Mannschaft unterstützen. Aber auch Spieler aus der zweiten, die sich das verdient haben, dürfen mal hochkommen. Die ganze Zusammenarbeit soll enger und intensiver werden. Das bindet auch die A-Jugend mit ein. Wir haben da einen Kader von 22 Jungs, die zum großen Teil sogar junger Jahrgang sind. Die wollen wir trotzdem Stück für Stück integrieren.“
Jondral: „Ich bin froh, dass wir auch eine A-Jugend stellen können. Es werden immer wieder einige der Jungs bei uns mittrainieren. Wir befinden uns da mit allen Verantwortlichen in einem regen Austausch. Wir wollen die Mannschaft auch in den nächsten Jahren weiter verjüngen. Wir sind aktuell mit 26 Jahren im Durchschnitt schon jung. Das wollen wir aber weiter vorantreiben und da wären wir ja bekloppt, wenn wir die Jungs aus dem eigenen Stall vergessen würden.“

Marco Potarzycki: "In Oberhausen kennt man uns als 'Schleuse' und so verstehen wir uns auch - als kleines gallisches Dorf."

Auf’m Platz: „SuS 21 hat als einer der letzten Oberhausener Vereine noch einen Ascheplatz. Für 2018 steht ihr auf der Liste für einen neuen Kunstrasen. Wie ist da der aktuelle Stand?“
Potarzycki: „Wir stehen auf der Liste. Laut unserem ersten Vorsitzenden, der auch in dem zuständigen Ausschuss der Stadt sitzt, soll in einem Jahr bei uns ein Kunstrasenplatz gebaut werden. Das steht soweit fest.“
Jondral: „Die meisten Oberhausener Vereine haben ja mittlerweile einen Kunstrasen. Da können wir nicht viel weiter zurückfallen. Der Platz wird uns sicherlich weiterhelfen. Wir konnten jetzt für unseren ‚roten Rasen‘ schon Spieler gewinnen. Da wird uns der Kunstrasen der neuesten Generation nur noch weiterbringen. Wenn wir dann einen Kunstrasenplatz bekommen, dann haben wir mit der Umgebung an der Schleuse eine der schönsten Anlagen im Kreis.“


Saison 2017/2018

SuS 21 Oberhausen


Transfers

Zugänge
Tayfun Bayram, Baris Copur, Selcuk Uygur (alle Club emek), Kevin Skoda (BW Fuhlenbrock), Kevin Dziuron (SV 1911 Bottrop), Dennis Buil (Post Oberhausen), Marcel Krause (FC Sterkrade 72), Emre Bayrak (BW Oberhausen III), Patrick Reuter (SG Osterfeld II)

Abgänge
Markus Seiffert (Borbeck), Patrick Gordon, Manuel Groh, Dennis Discher (alle Karriereende)


Kader

Tor
Norman Kluwig, Hendrik Holthausen, Sascha Demarino

Abwehr
Dennis Buil, Ümit Yalcin, Tayfun Bayram, Selami Yalcin, Marvin Ornot, Björn Bäumer, Chris Kluwig, Sahan Acar

Mittelfeld
Patrick Reuter, Marcel Krause, Baris Copur, Selcuk Uygur, Timm Arendt, Michel Froese, Christopher Speck, Florian Kurka

Angriff
Kevin Jakof, Patrick Jakof, Kevin Dziuron, Alexander Kotz, Kevin Skoda, Emre Bayrak, Domenik Voß, Alexander Teichert

Trainer
Hartwig Jondral


Testspiele

09.07. RuWa Dellwig 1:0
13.07. SF Altenessen 4:2
16.07. Ballfreunde Bergeborbeck 7:0
23.07. DJK Dellwig 3:2
26.07. SuS Viktoria Wehofen 1:0
30.07. SG Osterfeld 3:3
06.08. Post Oberhausen 2:1