Einen wie Chadi gibt es kaum noch

Einen Typen wie Chadi Hairiri müsste man wohl erfinden, wenn es ich nicht bereits geben würde. Denn es sind Leute wie er, die eh schon rar gesät sind, und die es so im Grunde kaum noch gibt.

Fußballverrückt sei er, so sagt der Inhaber des Ristorante Amanda auf der Horster Straße. Und einer, der sich gerne einsetzt für den lokalen Fußballsport, gibt gerne was dazu, wenn der Schuh finanziell drückt - und auch mehr. Hairiri gibt von Herzen - und zwar dort, wo andere keinen Euro mehr rausrücken oder können.

Doch auch ein Gönner ist nicht vor Tiefschlägen gefeit  -oder gar vor menschlichen Enttäuschungen. „Der Verein, den ich bislang unterstützt habe, bei dem die Spieler bei mir ein und ausgingen und dem ich wirklich viel Gutes getan habe, hat mich dermaßen enttäuscht, dass ich mich erstmal zurückziehen und erholen musste“, denkt Hairiri daran zurück, wie er durch das Betreiben einiger Spieler des Vereins sprichwörtlich - allerdings auch buchstäblich vom Hof gejagt wurde.

„Aber Gott sei Dank gibt es noch ehrliche Menschen, die noch zu schätzen wissen was einer wie ich tut“, sagt Chadi Hairiri, der nach einem kurzen Gespräch mit seinen Freunden Marco Hoffmann und Sascha Wisniowski dem Ruf des Trainer-Duos in Richtung Blankenfeld folgte, und nun hier gemeinsam und Hand in Hand mit den Verantwortlichen des SV Rhenania eine Vision verfolgt: Landesliga. „Ich denke, dass dieses Ziel in drei bis vier Jahren in diesem gesunden Umfeld zu erreichen ist. Die Spieler sind charakterlich einwandfrei, ebenso die Mitglieder des Vorstandes. Von den Trainern Marco und Sascha mal ganz zu schweigen. Hier, beim SV Rhenania, da weiß man noch zu schätzen, wenn es jemanden wie mich gibt. Hier fühl ich mich wohl. Und hier werden wir gemeinsam noch einiges erreichen“, sagt Chadi Hairiri.