Marco Hoffmann wird neuer Trainer des SV Rhenania Bottrop

Erstellt von David Wirsch

Der SV Rhenania Bottrop kann einen Nachfolger für den am Saisonende scheidenden Dirk Rovers präsentieren. Marco Hoffmann wird der neue Trainer im Blankenfeld und Sascha Wisniowski wird wie schon beim SV Fortuna Hoffmanns Co-Trainer.

Der aktuelle Trainer des SV Rhenania Bottrop ließ den Verein wissen, dass er zum Saisonende die „Reißleine“ ziehen und als Trainer aufhören werde. "Es sind in den letzten Wochen und Monaten gravierende Dinge passiert“, begründete Nochtrainer Dirk Rovers seine Entscheidung. Und eben diese veranlasste den Vorstand des SVR dazu „schnell reagieren zu müssen“. Denn zum einen sei es schwer „im März oder April noch einen guten Trainer zu bekommen“, wie Sascha Carl erklärte, zum anderen wurde der „Wunschtrainer“ auch mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht. Umso erfreulicher war es für Sascha Carl und seine Mitstreiter, dass sich der Verein und „Wunschtrainer“ Marco Hoffmann „nach guten Gesprächen schnell einigen konnten“, wie beide Seiten unisono sagten. Offiziell wird Hoffmann erst zum 1. Juli 2019 neuer Trainer beim SV Rhenania, denn Dirk Rovers wird die Mannschaft bis zum Saisonende führen.

Hoffmann: "Zwischen Fortuna und Rhenania ist es fast wie zwischen dem BVB und Schalke"

Hoffmann zum SV Rhenania? Richtig gelesen. Der langjährige Fortune entschied sich dazu, beim Rivalen SV Rhenania eine neue Aufgabe anzunehmen. „Zwischen Fortuna und Rhenania ist es fast wie zwischen dem BVB und Schalke – deshalb wird es schon eine Schlagzeile sein, dass ich nach Rhenania gehe“, weiß auch Marco Hoffmann. Doch er wollte sich die Chance bei den Rhenanen nicht entgehen lassen. „Ich habe mit dem Vorstand sehr gute Gespräche gehabt. Der Verein ist sehr interessant und hat mich und Sascha mit seinen Möglichkeiten und seiner Platzanlage überzeugt. Auch der Kader ist total interessant“, sagt Hoffmann, der ergänzt: „Ich habe auch mit einigen Leuten von Fortuna gesprochen und da kam dann auch Verständnis für meine Entscheidung auf.“ Die Vorfreude ist beim neuen Trainerduo des SV Rhenania groß: „Wir haben total Bock auf die neue Aufgabe.“ Mit "wir" meint Hoffmann sich und Sascha Wisniowski. Denn wie schon beim SV Fortuna wird Wisniowski Hoffmann unterstützen: "Sascha und ich verstehen uns blind", freut sich Rhenanias neuer Trainer, dass er wieder mit Sascha Wisniowski zusammenarbeiten kann.

Die Rückkehr in die Bezirksliga ist das mittelfristige Ziel

Auch wenn Hoffmann und Wisniowski offiziell erst zum 1. Juli das Traineramt übernehmen werden, so laufen die Planungen für die neue Saison bereits auf Hochtouren. „Wir sind mit Sascha Carl und Dominik Wrobel im ständigen Austausch.“ Da sieht es Hoffmann auch schon zu seinen Aufgaben sich die restlichen Spiele seiner künftigen Mannschaft anzuschauen.  Die Zielsetzung der Zusammenarbeit ist dabei für beide Seiten klar: der Vorstand und das neue Trainerduo wollen mittelfristig „überkreislich“ spielen, wie es Hoffmann sagte. Das bedeutet, der Verein strebt den Aufstieg in die Bezirksliga an.

Ein Punkt war für Marco Hoffmann noch wichtig: „Rhenania hat mich erst kontaktiert, nachdem Dirk Rovers seine Entscheidung bekannt gegeben hat. Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass ich mich die ganze Zeit auf der Anlage herumgetrieben und nur darauf gehofft habe, dass der Platz des Trainers für mich frei wird.“ Dabei hätte Hoffmann auch bei einem anderen Verein aktiv werden können, denn einige Bottroper Vereine und auch Teams über Bottrop hinaus hätten sich um die Dienste Hoffmanns bemüht. Die Entscheidung fiel aber am Ende auf den SV Rhenania: „Diese Möglichkeit wollten Sascha und ich nutzen.“