Nach angekündigtem Abschied: FC Sterkrade entlässt Guido Contrino

Paukenschlag in Oberhausen! Am gestrigen Abend wurde bekannt, dass Guido Contrino sein Traineramt beim FC Sterkrade zum Saisonende niederlegen wollte. Doch dem kam der Verein nun zuvor: Nach dem gestrigen Training wurde Contrino entlassen.

„Der Sportvorstand kam nach dem Training zu mir und teilte mir meinen Rausschmiss mit“, sagt Guido Contrino. Dabei wurde zuvor bekannt, dass Contrino den Verein aus eigener Entscheidung zum Saisonende verlassen würde. Dem kam der Verein mit dem Rausschmiss zuvor. „Mir wurde vorgeworfen, dass es kein richtiger Zeitpunkt gewesen meine Entscheidung der Presse mitzuteilen“, führt Contrino an, der dem aber entgegnet: „Was spricht denn dagegen? Ich habe dem Verein schon am Donnerstag meine Entscheidung mitgeteilt.“

Für den Rausschmiss zeigt Contrino jedenfalls Unverständnis: „Ich habe meinen Abschied zum Sommer angekündigt ohne groß auf die genauen Gründe einzugehen. Dahingehend habe ich mich im Gespräch mit Auf’m Platz noch zurückgehalten. Und dann wird mir nach dem Training mitgeteilt, dass ich entlassen bin.“ Der ehemalige Sterkrader Trainer ging schließlich näher auf seine Beweggründe ein: „Das ist unmenschlich und respektlos, was hier in der ganzen Zeit passiert ist. Nach den Siegen zum Rückrundenauftakt erwarte ich von Seiten des Vereins einfach Wertschätzung für die Leistung. Doch stattdessen wurde mir immer wieder mein Rausschmiss angedroht. Auch für das Spiel am Sonntag gegen Königshardt wurde mir noch am Donnerstag mitgeteilt, dass ich weg vom Fenster sei, wenn wir das Spiel verlieren würden – und das angesichts der angespannten Personalsituation. Das kann ich nicht verstehen, hat meine Entscheidung im Sommer aufzuhören, aber nur noch bestärkt -  wobei der Verein meinem Abschied nun ja zuvor kam.“ Dabei sei es nicht das erste Mal gewesen, dass Contrino der Rausschmiss angedroht wurde: „Schon in der Vorbereitung auf die Rückrunde wurde mir des Öfteren mitgeteilt, dass ich bei der ersten Niederlage weg sein würde.“ Dass er damals schon nicht die Reißleine gezogen habe, macht er an der Mannschaft fest: „Wegen der Mannschaft habe ich nicht aufgehört. Ich wollte die Jungs nicht im Stich lassen.“

Eine weitere Vermutung darüber, dass der Verein sich zu dem Schritt mit der Entlassung entschied, hatte Contrino auch: „Ich weiß nicht, ob der Verein damit zurechtkommt, dass ein Trainer mal selbst für das Ende der Zusammenarbeit sorgen wollte.“ Somit wird Contrino am Sonntag nicht mehr an der Seitenlinie stehen. „Ich habe den Jungs noch am Freitagabend gesagt, dass sie für den Rest der Saison ihr Bestes geben können. Denn der Klassenerhalt ist möglich.“ Dabei mithelfen kann Guido Contrino jedoch nicht mehr.

Eine Stellungnahme des Vereins folgt noch.