Patrick Wojwod übernimmt das Kommando beim VfB Bottrop

Die Rückrunde hat noch nicht begonnen, da dreht sich das Trainer-Karussel für die neue Saison bereits: Patrick Wojwod übernimmt beim VfB Bottrop den Posten von Mevlüt Ata. Im Gespräch mit Auf’m Platz erklärt Wojwod seine Beweggründe.

Patrick Wojwod trainert derzeit die A-Junioren von Adler Osterfeld. Diese Mannschaft begleitet er schon seit der C-Jugend. Nun, so sagt Wojwod, „wird es wieder mal Zeit für einen Tapetenwechsel.“ Es seien gute Gespräche beim VfB Bottrop mit dem neuen Vorsitzenden Gündüz „Jupp“ Tubay gewesen. In seiner aktiven Zeit stand Wojwod für Vereinstreue: Der Inhaber der B-Lizenz bestritt für den SV Vonderort über 500 Spiele. „Ich hatte nie einen Grund, den Verein zu wechseln. Es haben sich alle mit dem Verein identifiziert und die Stimmung im Verein war gut“, sagt Wojwod.

Identifikation. Das hat sich Wojwod für die neue Saison auf die Fahne geschrieben. „Ich brauche Spieler, die gerne für den VfB Bottrop spielen und keine Spieler, die beim nächstbesseren Angebot den Verein wechseln“, erklärt er wohlwissend, dass bis zum Sommer viel Arbeit auf ihn wartet: „Ich werde meine Jugend definitiv nicht vernachlässigen, aber ich möchte bis zur neuen Sommer einen Kader haben, der mir gefällt.“ Wojwod habe sich in den letzten Wochen vor der Winterpause einige Spiele des VfB angeschaut und er berichtet: „Es sind kaum Zuschauer da, die Spieler der anderen Teams im Verein schauen sich nicht gegenseitig die Spiele an. Da fragt man sich, woran das liegt und daran möchte ich ansetzen, dass wir den VfB wieder zu einem Verein machen, an dem alle zusammenhalten.“ Er erklärt: „Der VfB hat mit dem Stadion und dem Kunstrasenplatz das Beste, was es in Bottrop gibt. Wenn wir es jetzt noch hinbekommen, den Schalter umzulegen, können wir einiges erreichen.“

Vor Mevlüt Ata, dem jetzigen Trainer hat der neue Coach riesen Respekt. Ata habe seine Arbeit in den letzten Jahren gut gemacht und Ata sagte bereits früh in der Saison, dass er aufhören würde. „In Gesprächen habe ich dann gezeigt, wie ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen könnte und nun passt es“, so der Noch-Osterfelder. Doch: Was für Ziele hat sich der Neu-VfB’ler für die neue Saison gesteckt. Wojwod dazu: „Wir müssen uns erst einmal finden, eine Mannschaft werden. Bei mir ist es nicht gesagt, dass wir stumpf dreimal pro Woche trainieren. Ich möchte auch, dass das Team außerhalb des Platzes stimmt und da werden wir auch mal andere Unternehmungen machen.“ Er möchte verstärkt auf die Jugend setzen: „Wenn wir es hinbekommen in den nächsten zwei, drei Jahren pro Saison drei, vier Jugendspieler in unserem Team zu etablieren, haben wir nicht nur eine Verjüngung des Kaders gehabt, sondern haben dann auch die Chance, in der Bezirksliga mit einem jungen Team, welches sich dann immer weiter einspielen kann, wieder weiter oben anzugreifen.“