SV Rhenania: Souveräner Start in der Bezirksliga

Der SV Rhenania Bottrop ist nach dem souveränen Aufstieg in der Bezirksliga angekommen. Vor der erneuten Zwangspause konnte der frischgebackene Bezirksligist fünf Spiele in Folge gewinnen und sich im oberen Drittel der Liga absetzen. Die Gemeinschaft ist das vermeintliche Erfolgsrezept der Rhenanen.

Ein Blick auf die Tabelle der Bezirksliga lässt die Herzen der Bottroper Fußballfreunde höher schlagen. Die Liga wird von drei Bottropern angeführt und mit dabei der SV Rhenania Bottrop als Aufsteiger. „Erwarten kann man das als Aufsteiger sicher nicht, dass man direkt hinter den etablierten Bezirksligisten steht, aber das wir nicht gegen den Abstieg spielen war uns klar“, erklärt der sportliche Leiter Dominik Wrobel, der in der Mannschaft „enorme Qualität“ sieht. „Erhofft habe ich mir natürlich schon einen guten Start auf Grund der Qualität, die wir schon hatten und mit den Neuzugängen dazugewonnen haben. Wir arbeiten Wochen für Woche sehr akribisch.“

Wrobel schwärmt von der Gemeinschaft

Seine Hoffnungen wurden bislang erfüllt mit 15 Zählern nach sechs Spielen belegen die Rhenanen den dritten Tabellenplatz und zogen bislang nur im Derby gegen den Tabellenführer VfB Bottrop den kürzeren (3:4). „Im Derby haben wir erst Lehrgeld bezahlt und sind dann noch gut ins Spiel gekommen“, resümiert Wrobel. Die Niederlage am ersten Spieltag war jedoch schnell vergessen und die Bottroper legten mit fünf Siegen eine Serie vor der erneuten Zwangspause hin.

„Sascha und Marco haben einen großen Anteil an dem Erfolg, dass Gesamtpaket passt. Sie arbeiten sehr akribisch und wir sind im fast täglichen Austausch“, lobt Wrobel das Trainergespann und freut sich über die Harmonie im Team. „Wir haben eine Riesen Gemeinschaft. Jeder fightet für jeden und auch die Jungs von außen pushen die Spiele“, freut sich Wrobel. Gemeinsam mit dem Trainerteam habe er bereits im Vorfeld drauf geachtet hat, dass die Charaktere der Spieler in die Gemeinschaft passen. „Dass es am Ende aber so eine eingeschworene Truppe wird, habe ich mir weder erträumt noch erwartet. Aber es greift im Moment einfach ein Rad ins andere und das ist neben den spielerischen Qualitäten unser Erfolgsrezept“, so der sportliche Leiter.

Ein Aufstieg ist am Blankenfeld kein Thema

Auch wenn die Euphorie am Blankenfeld derzeit auf dem Höhepunkt ist und der Start fulminant war, möchte Wrobel von einem möglichen Aufstieg nichts wissen. „Davon spricht keiner von uns. Wir sind Aufsteiger und wollen eine gute Rolle spielen. Es gibt andere Vereine, die aufsteigen müssen und das bereits kundgetan haben“, erklärt der Sportchef. „Von uns wird es solche Aussagen nicht geben, wir sind realistisch genug um uns als Aufsteiger einschätzen zu können“, ergänzt er.

Schließlich hat der sportliche Leiter mit der Mannschaft eine langfristige Zusammenarbeit vor Augen. „Wir haben ein langfristiges Projekt und von daher muss weder extern noch intern der Aufstieg auf Biegen und Brechen gebracht werden. Man muss auch bedenken, dass wir vor drei Jahren noch in der Kreisliga B gespielt haben“, weiß Wrobel um die Situation seines Vereins. „Wir genießen es im Moment so wie es läuft, wollen unsere Punkte sammeln um eine gute Rolle zu spielen um nicht unten reinzurutschen“, backt Wrobel kleine Brötchen auch mit Blick auf die Corona Auswirkungen.
„Wir wünschen allen viel Gesundheit in der schweren Zeit und das nötige Glück um die Ziele zu erreichen, die teilweise schon kommuniziert wurden. Ich hoffe, dass alle Bottroper in der Bezirksliga bleiben, einschließlich dem FC Bottrop“, so Wrobel abschließend.