VfB Bottrop setzt auf die Jugend

Der VfB Bottrop legt seinen Fokus nicht nur auf die Seniorenmannschaften. Die Vorsitzenden Gündüz Tubay und Erdogan Kaya setzen auch auf Fortschritte in der Jugend. Mit Mustafa Gebes sollen die Prozesse in der Jugend künftig optimiert werden.

Der neue Mann in der Jugend des VfB Bottrop ist Mustafa Gebes, der zuletzt als Scout und Trainer bei RW Lüdenscheid war. In Lüdenscheid stellte er deutschlandweit mit 182:0 Toren einen Rekord mit seiner E-Jugend auf. Gebes ist als Scout und mit seinen Söhnen, die in in den Nachwuchsmannschaften vom MSV Duisburg spielen, immer auf Fußballplätzen zu finden. „Er ist immer auf irgendeinem Fußballplatz unterwegs und hat ein super Netzwerk“, freut sich Erdogan Kaya, der gemeinsam mit Gündüz Tubay neben den Senioren viel Wert auf die Jugend legt. „Ich bin auch immer zur Jugendzeit hier, mir ist wichtig, dass sich die Kinder wohlfühlen, Spaß haben und sich entwickeln“, fügt der zweite Vorsitzende hinzu.

Gebes übernimmt neben Phillip Drießen Aufgaben als Jugendleiter und sportlicher Leiter in der Jugend. Aktuell beschäftigt die Verantwortlichen besonders das Thema C-Junioren. Durch einen Rückzug bekam der VfB Bottrop eine Woche vor Toresschluss die positive Nachricht, dass sich die C-Junioren für die Qualifikation der Niederrheinliga qualifiziert haben. „Das freut uns sehr, hat aber unsere Planung zerschlagen“, erklärt Gebes, der aktuell mit Hochdruck an der Besetzung der beiden C-Jugendteams arbeitet.

C-Junioren spielen Qualifikation um Niederrheinliga

In welcher Konstellation die Bottroper in die Qualifikation gehen ist zwar noch unklar, bei der Zielsetzung sind sich die Verantwortlichen allerdings einig: „Wir werden eine schlagkräftige Truppe ins Rennen schicken und wollen in die Niederrheinliga.“ Das ist auch das Ziel vom neuen Übungsleiter Gerald Siebert, der bereits das Training mit dem 2006er Jahrgang aufgenommen hat. Siebert ist ein echter Experte im Jugendfußball.

Sportmanager trainiert C-Jugend

Mit der Goldenbridge Agency ist Siebert seit 2019 selbständig im Sportmanagement Bereich und hat zahlreiche Jugendspieler aus Leistungszentren unter seinen Fittichen. „Durch Mustafa bin ich zum VfB gekommen“, erklärt Siebert, der seinen Fokus nicht nur auf das sportliche legt. „Mir ist es wichtig jeden Spieler zu verbessern und zwar nicht in der Statistik. Ich möchte den Jungs was für das Leben mitgeben, sie für schwierige Aufgaben vorbereiten und den Reifeprozess begleiten.“ Für das komplette Gefüge wünscht sich natürlich auch der Trainer den Aufstieg in die Niederrheinliga. „Wir wollen in die Niederrheinliga und dort kein Freiwild sein, sondern uns etablieren“, so Siebert.

Entwicklung der Spieler steht vor dem Erfolg

Auch bei dem Jungjahrgang der C-Junioren kann Gebes einen Haken hinter die Trainerfrage machen. Julian Banko und Fabian Pella wechselten vom SV Fortuna Bottrop, wo sie die A- und E-Junioren trainierten, ins Jahnstadion. „Ich bin schon drei Jahre hinter Julian her gewesen“, erklärt Eddy Kaya. Nun fanden die Wege zusammen, was die Verantwortlichen sehr freut. „Wir haben hier ein super engagiertes und kompetentes Trainertrio, solche Trainer muss man erst mal finden“, sind sich Kaya und Gebes einig. Jan Golembiewski komplettiert das Trio. Golebiewski ist gleichzeitig Trainer bei der ersten Mannschaft und war vorher bei Adler Osterfeld tätig. Ähnlich wie bei dem Altjahrgang, sind auch dem Trio die langfristigen Fortschritte wichtig: „Mein Ziel ist es die Jungs in ein paar Jahren in höheren Ligen zu sehen und sie dahin zu führen“, erklärt Golombiewski. Neben dem sportlichen zählen auch hier die menschlichen Aspekte: „Langfristig wollen wir in die Niederrheinliga. Aber primär wollen wir die Spieler sportlich und menschlich weiterbringen und sie unterstützen“, erklärt Banko die Ziele des Teams.

Nicht nur die Trainer planen langfristig. Gebes und Kaya haben wir die Zukunft noch einige Projekte in der Jugend auf Ihrem Zettel. „Testspiele machen wir gegen interessante Mannschaften und für nächstes Jahr ist auch ein internationales Turnier angedacht“, freut sich Gebes.

v.l.n.r.: Eddy Kaya, Jan Golembiewski, Mustafa Gebes, Julian Banko und Fabian Pella.
v.l.n.r.: Eddy Kaya, Gerald Siebert und Mustafa Gebes