Was macht eigentlich... Bodo Flamme?

Auch wenn seine goldenen Zeiten vorüber sind, ist er in Bottrop bekannt wie ein bunter Hund. Die Rede ist von Bodo Flamme, der auch heute immer wieder als Trainer gefragt ist. Aktuell jedoch genießt Flamme die Rolle als Zuschauer und ist mit dem Fußball nach wie vor eng verbunden.

Zuletzt hatte Flamme ein kurzes Intermezzo als C-Jugendtrainer beim FC Bottrop. Heute ist er als Zuschauer eher bei „seinem“ SV Rhenania Bottrop zu finden, wo er mit seiner damaligen C-Jugend auch seine erfolgreichste Zeit hatte. Heute sind die damaligen Spieler selber als Trainer unterwegs oder treten im Seniorenbereich vor den Ball. Flamme hingegen genießt die Rolle als Zuschauer. Doch gänzlich in Fußballrente möchte er sich noch nicht verabschieden. Für neue Aufgaben ist Flamme offen, dabei will er aber nichts erzwingen. Wir haben mit Ihm über seine Trainerlaufbahn und den Bottroper Fußball gesprochen.

Auf’m Platz:Was machst du aktuell mit der Freizeit, die sonst dem Fußball zum Opfer gefallen ist?“
Flamme: „Ich verkehre weiter auf dem Fußballplatz, nur nicht mehr unten auf dem Platz in der Trainingsgestaltung. Als Trainer ist man natürlich deutlich mehr eingebunden, die ganze Woche über. Jetzt aber beobachte ich das Ganze und komme dabei auch mit dem ein oder anderen ins Gespräch. Ich treibe mich auf den Bottroper Fußballplätzen rum und schaue mir den Nachwuchs, aber auch die Seniorenmannschaften an."

Auf’m Platz:„Werden wir dich nochmal als Trainer wieder sehen?“
Flamme: „Man soll ja niemals nie sagen, aber ich denke erstmal nicht. Ich würde gerne in einen anderen Bereich wechseln, z.B. in den Verwaltungsbereich. Sportliche Leitung, etc. habe ich ja alles schon gemacht. Es kommt hin und wieder mal eine Anfrage als Trainer rein, aber dann muss das ganze Paket natürlich auch irgendwo stimmen.“

Auf’m Platz:„Was war das schönste Erlebnis deiner Karriere?“
Flamme: „Das schönste Erlebnis war natürlich die C-Jugend beim SV Rhenania in der Niederrheinliga. Das war echt ein Highlight. Es sagt schon viel aus, wenn du in einer Saison zweimal den MSV Duisburg schlägst. Das war echt eine tolle Kameradschaft und die Jungs haben alle mitgezogen. Aber es waren auch acht Jahre lang harte Arbeit. Es war nicht so, dass man die Spieler einfach bekommen hat. Die Elternteile, das ganze Drumherum hat einfach super gepasst, wir waren eine eingeschworene Gemeinschaft. Auch der Jungjahrgang mit Peter Titz hat gute Arbeit geleistet, wovon wir profitieren konnten. Das war schon eine sehr schöne Zeit.“

Auf’m Platz: „Wie bewertest du den Bottroper Fußball allgemein?“
Flamme: „Wer wo steht, sieht man ja jetzt schon. Irgendwann gibt es nur noch vier oder fünf Vereine, die das Sagen haben. Da wo der Rubel rollt, laufen alle hin und halten die Hand auf, das hat mit Kreisklasse nichts mehr zu tun. Wenn man mal so schaut, wo gibt es noch ein Mittagessen nach dem Spiel? Sehr selten sowas! Wo ich in Oberhausen tätig war, gab es das und das war echt toll für die Kameradschaft.“

Auf’m Platz:„Was wünscht du dir für die Zukunft für den Bottroper Fußball?“
Flamme: „Wo soll das alles hinführen bei Neid und Missgunst? Die kleinen Verein gibt es nicht mehr, da muss sehen wo das hinführt. Demnächst gibt es nur noch vier, fünf Vereine, die das unter sich ausmachen.“

Autor: Peter Piotrowski